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Judy Hammer ist von ihrem Posten als Polizeichefin von Charlotte (South Carolina) zurückgetreten, nachdem sie einen Serienkiller zur Strecke und den Polizeiapparat auf Vordermann gebracht hatte. Als Nächstes will sie in Richmond (Virginia) aufräumen, der Südstaatenmetropole mit der höchsten Verbrechensrate, deren öffentliche Strukturen durch ein ungeheures Ausmaß an Korruption und Amtsmissbrauch gekennzeichnet sind. Zur Unterstützung hat sich Chief Hammer die Mitarbeit zwei ihrer besten Kräfte gesichert: Deputy Chief Virginia West und Officer Andy Brazil folgen ihrer Vorgesetzten an den neuen Arbeitsplatz. Das Trio kämpft gegen politischen Filz, Neid und Missgunst in den eigenen Reihen. Doch das eigentliche Problem, dass keiner so richtig wahrhaben will, ist die erschreckend hohe Jugend- und Bandenkriminalität, die das öffentliche Leben zunehmend lähmt. Erst ein überaus grausamer wie sinnloser Mord reißt die Bürger aus ihrer Lethargie. Aber der Schrecken nimmt scheinbar kein Ende. Nun ist es an Hammer und ihrem Team, die schlimmste Katastrophe abzuwenden.
Der erste Fall mit Judy Hammer, Die Hornisse, kam beim Publikum nicht besonders an. Eingefleischte Scarpetta-Fans zeigten sich von der Story und den mitwirkenden Protagonisten doch sehr enttäuscht. Das ist nicht ganz nachvollziehbar, setzte Cornwell ihrer etwas angestaubten Romanheldin Kay Scarpetta in Person von Judy Hammer doch endlich eine ebenso starke Persönlichkeit entgegen. Damit verließ die Autorin zeitweilig zunehmend ausgetretene Pfade. Das Kreuz des Südens ist an Spannung und Anspruch jedenfalls kaum zu übertreffen. --Christoph Reudenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Dieser Roman ist eine Zusammenreihung seltsamer Situationen und Charaktere, wie etwa der Pflichtverteidigerin, die einen Computer-Virus mit einer echten Krankheit verwechselt und hysterisch wird, weil ihr Mandant sie gebissen hat. Oder Bubba, der eigentlich gutmütige Fettsack, der sich immer betrogen fühlt, und hinter der Erhöhung der Tabakpreise eine Verschwörung gegen die Ausserirdischen wittert. Dann die Tiere: der Hund der Polizeichefin und die Katze ihrer Vertreterin sind beide so menschlich, so zielgerichtet und so schlau wie Rita Mae Brown und Akif Pirincci mit ihren Katzenkrimis sich das nur wünschen können. Und nicht zuletzt die Ansammlung seltsamer Spinner, die nix kapieren, seltsame, unverständliche Akzente sprechen oder einfach nur vollkommen verschroben sind (die Polizisten, die Funker, die Zahnarztfrau usw.).
Alles zusammen lässt leider den Mord an der alten Frau und die brennenden Aufgaben zur Reduzierung der Kriminalität fast unwichtig erscheinen. Fazit: ich weiss nicht richtig, was ich von dem Roman halten soll. Versuch Cornwell sich in Satire ?
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