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Kreutzersonate: Eine Liebesgeschichte Taschenbuch – 1. August 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423132264
  • ISBN-13: 978-3423132268
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 1,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 209.424 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marius van Vlooten ist ein brillanter Musikkritiker, ein blinder Mann, der sich trotz einer tragischen und unerfüllten Liebe in seiner Jugend nach etlichen Jahren neu verliebt: Suzanna Flier, Musikerin und eine ausgesprochene Schönheit, spielt die erste Geige in einem Quartett. Janáceks "Kreutzersonate" soll beiden zum Verhängnis werden.

Es ist ein ganz stilles Buch, das Margriet de Moor da geschrieben hat, gleichzeitig ist es auch ein atemberaubendes Buch für alle Sinne. Ein alternder Mann, der einem mit ihm reisenden jungen Musikwissenschaftler Szenen seines Lebens anvertraut. Rückblenden, Erinnerungen, Momente. Aber neben allem kontinuierlichen "Piano" im Erzählstil der Autorin, hört man ganz unverkennbar das erschreckende und unvermeidliche "Furioso" zwischen den Zeilen heraus, ahnt schnell, welchen fatalen Weg diese ganz außergewöhnliche Beziehung zweier Menschen gehen wird.

"...meine Eifersucht riss unsere Liebe, die an tausendundeinem Ding festgemacht war, los und verwandelte sie in eine Wolke von hin und her schießenden Stechfliegen", gesteht van Vlooten -- und erlebt damit nichts anderes, als die musikalische Geschichte der 1923 von Janácek komponierten Sonate, die wiederum auf einer Tolstoi-Novelle basiert: das Schicksal eines Mannes, dem seine Eifersucht zum Verhängnis wird. Ein uraltes Thema, verfilmt, vertont, beschrieben und erlebt.

Wunderbar versponnen ist Margriet de Moors Version dieses zeitlosen Themas. Gefangen nehmend die Verflechtungen von Fakten und Fiktion. Ein sinnlicher Text voller klingender Noten. Wer Janáceks Kreutzersonate kennt, spürt, dass die Zeilen richtig mitklingen, wer sie nicht kennt, sollte sie spätestens nach der Lektüre hören und die Geschichte nachhallen lassen. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein flirrender Roman über das Begehren und die Gefahr, das Schicksal und die Macht der Musik.«
Elmar Krekeler, Die Welt

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von isy3 am 3. Dezember 2004
Format: Taschenbuch
Dieses dichte, äußerst intelligent geschriebene Buch ist zugleich ein Leckerbissen für den Musikkenner und hat dazu noch ausgesprochene Krimiqualität.
Auch, wenn man sich nicht speziell für die moderne Klassik der Kammermusik begeistert, kann man Margriet de Moors feingeknüpfte Handlung und ihre virtuos gezeichneten Figuren genießen, denn sie erzählt zeitlose Geschichten um Eifersucht und Liebe neu. Ob die Handlung gerade auf einem überfüllten Flughafen, bei einem Meisterseminar für Kammermusik, in einem Eigenheim oder auf einer Baustelle stattfindet - die Schauplätze stehen dem Leser stets klar und detailgetreu vor Augen, und selbst die wahnsinnigsten Taten der Personen in dem Buch sind menschlich nachvollziehbar. So ergibt sich eine packende und glaubwürdige Geschichte mit Tiefgang, die immer wieder überrascht und noch lange in mir nachschwang.
Das Buch hat alle Qualitäten, ein Klassiker zu werden, und ich empfehle es für die Hausbibliothek. Es ist etwas für den Leserausch - ich las es in einem Zug durch, weil es so spannend ist und fing es dann gleich noch einmal von vorne an, um die vielen schönen Details genießen zu können.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Bleis VINE-PRODUKTTESTER am 17. Juni 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Wieder einmal überrascht Margriet de Moor mit einer ungewöhnlichen Erzählperspektive. Die Geschichte wird in drei Gesprächen zwischen dem Ich-Erzähler und der männlichen Hauptperson (Marius van Vlooten), die sie auf Flugreisen, auf denen sie sich zufällig (über 2 Jahrzehnte verteilt) treffen, führen.

In diesen Gesprächen wird die Leidens- und Liebesgeschichte um einen schwierigen Mann (Marius van Vlooten) erzählt, der in der Jugend eine unglückliche Liebe erfahren hat und wahrscheinlich eher impulsiv, auf jeden Fall aber konsequent und tragisch darauf reagiert. Später erlebt er eine neue Liebe, um die und dessen Verlauf es in diesem Buch vor allem geht. Sie lehnt sich an die gleichnamige Geschichte von Tolstoi (1889), die von Janacek 1923 mit dem gleichnamigen Streichquartett so eindringlich in Noten umgesetzt wurde.

Und da ist die ehemalige Musikstudentin de Moor wieder bei ihren Lieblingsthemen, der Musik und der ach so facettenreichen Welt der Liebe. De Moor ist bekannt geworden durch "Erst weiß, dann grau, dann blau" ihren ersten Welterfolg oder auch durch das ausgesprochen ergreifende "Sturmflut". Die vorliegende fast 150 Seiten umfassende Hommage an die Geschichte (Tolstoi) und deren musikalische Interpretation (Janacek) stellt erneut ein feinsinniges Tasten nach der Natur der Liebe dar.

Exzellent geschriebenes/komponiertes, elegant erzähltes kleines Meisterwerk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "Kaktusblüte" am 16. Juli 2012
Format: Gebundene Ausgabe
"eine merkwürdig gute Einspielung, wer es danach noch geschafft hat diesen hundsgemeinen Rhythmus, dieses bösartige Tempo diese nicht zu rechtfertigende Verzückung des Mädchenmords...." Danach veröffentlichte er seine erste Kritik.

Der Ich-Erzähler trifft im Flughafen Schipol, unterwegs zu einem Meisterkurs in Bordeaux, auf den Musikkritiker Mijnheer van Vlooten, der ihm während des Flugs über seine grosse Liebe erzählt deretwegen er nun blind ist. Als Sie ihn unangekündigt verlassen hatte wollte er sich das Leben nehmen aber der Schuss verfehlte.
In Bordeaux macht er die Bekanntschaft der Geigerin Suzanna de Flier. Als er sie im Janacek-Streichquartett den Part der ersten Geige spielen hört verliebt er sich in sie, sie heiraten. Sie gebiert ihm einen Sohn. Wegen Abwesenheiten aufgrund ihrer Laufbahn als Musikerin steigert der blinde Marius van Vlooten seine rasende Eifersucht ins Uferlose. Da er sie zu verlieren scheint will er sie töten. Fast hätte der Plan geklappt.

Sie versöhnen sich aber Susanne Flier kommt bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Im Nachruf trauern um sie Marius van Vlooten, Benno, Beatrijs und Lidwien.
Einst träumte der Erzähler Musik sei etwas Schreckliches und Eugène Lehner hatte zu Suzanne Flier gesagt 'Don't play notes, just humanize them.' - "spiel nicht, lebe Musik". Worte, schön, schrecklich, prophetisch. Von der Verliebtheit einer Frau hatte dieses Streichquartett gehandelt, von der Eifersucht ihres Mannes. Als erste Geigerin hatte sie nicht einfach einen Part der Kreutzersonate gespielt sondern ihr vom Schicksal zugewiesene Geschichte. An jenem Abend war sie weit offen dafür und van Vlooten ist ihr dahin gefolgt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matoaka am 13. April 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Eine etwas andere Liebesgeschichte, mit sehr interessanten Charakterstudien. Die Hauptpersonen kommen einem jedoch nicht sehr nah.
Der Stil allerdings liegt mir nicht so, ich finde diese ineinander geschachtelten Episoden etwas schwerfällig, die Schilderungen langatmig und oft in nebensächlichen Dingen verhaftend.
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