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Kreutzersonate: Eine Liebesgeschichte [Taschenbuch]

Margriet de Moor , Helga van Beuningen
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. August 2004

Eine moderne Liebesgeschichte, eine Geschichte von Liebe und Gefahr, in die Margriet de Moor auf raffinierte Weise ein altes Motiv verwoben hat. Aus ihrem Gespräch mit den alten Meistern – Beethoven, Tolstoi, Janáček – entsteht ein mitreißender Roman.

Seit einer verhängnisvollen Beziehung in jungen Jahren hat der blinde Musikkritiker Marius van Vlooten nie mehr wirklich geliebt. Jetzt reist er zu einem Meisterkurs in Bordeaux, in Begleitung eines jungen Musikologen, der ihm ein lebendiges Porträt der Geigerin Suzanna Flier zeichnet und die beiden miteinander bekannt macht.

Als van Vlooten sie in Janáčeks Streichquartett ›Kreutzersonate‹ spielen hört, wird er, ohne es zu wollen, zu einer Gestalt aus einer Tragödie, die auf ihr eigenes, unausweichliches Ende zustrebt. Musik und Gefühl, die beiden Pole der Geschichte, die einander bedingen und kommentieren, verwebt Margriet de Moor in einem dichten, musikalischen Text.


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Kreutzersonate: Eine Liebesgeschichte + Sturmflut: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423132264
  • ISBN-13: 978-3423132268
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 198.957 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marius van Vlooten ist ein brillanter Musikkritiker, ein blinder Mann, der sich trotz einer tragischen und unerfüllten Liebe in seiner Jugend nach etlichen Jahren neu verliebt: Suzanna Flier, Musikerin und eine ausgesprochene Schönheit, spielt die erste Geige in einem Quartett. Janáceks "Kreutzersonate" soll beiden zum Verhängnis werden.

Es ist ein ganz stilles Buch, das Margriet de Moor da geschrieben hat, gleichzeitig ist es auch ein atemberaubendes Buch für alle Sinne. Ein alternder Mann, der einem mit ihm reisenden jungen Musikwissenschaftler Szenen seines Lebens anvertraut. Rückblenden, Erinnerungen, Momente. Aber neben allem kontinuierlichen "Piano" im Erzählstil der Autorin, hört man ganz unverkennbar das erschreckende und unvermeidliche "Furioso" zwischen den Zeilen heraus, ahnt schnell, welchen fatalen Weg diese ganz außergewöhnliche Beziehung zweier Menschen gehen wird.

"...meine Eifersucht riss unsere Liebe, die an tausendundeinem Ding festgemacht war, los und verwandelte sie in eine Wolke von hin und her schießenden Stechfliegen", gesteht van Vlooten -- und erlebt damit nichts anderes, als die musikalische Geschichte der 1923 von Janácek komponierten Sonate, die wiederum auf einer Tolstoi-Novelle basiert: das Schicksal eines Mannes, dem seine Eifersucht zum Verhängnis wird. Ein uraltes Thema, verfilmt, vertont, beschrieben und erlebt.

Wunderbar versponnen ist Margriet de Moors Version dieses zeitlosen Themas. Gefangen nehmend die Verflechtungen von Fakten und Fiktion. Ein sinnlicher Text voller klingender Noten. Wer Janáceks Kreutzersonate kennt, spürt, dass die Zeilen richtig mitklingen, wer sie nicht kennt, sollte sie spätestens nach der Lektüre hören und die Geschichte nachhallen lassen. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Margriet de Moor ist mit diesem kleinen Roman ein großes Kunststück gelungen … ein in jedem Augenblick glaubhaftes Eifersuchtsdrama. Kein pathetischer Ausbruch wird hier vorgeführt, es wird nur eine schlichte, wenn auch bewegende Melodie gespielt: die Kunst des Schicksals. Margriet de Moor ist es gelungen, ihre ›Liebesgeschichte‹ genau auf diesen Punkt hinzuführen, an dem sich Kunst und Leben treffen. Das soll ihr erst einmal jemand nachmachen.«
Martin Lüdke, Die Zeit

»Eine Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre Intensität gezeichnet ist, ihre selbstgewisse Leichtigkeit, aber auch den fortwährend drohenden Absturz.«
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Aus einem Eifersuchtsdrama, in dem die Musik als Hebel des Bösen fungiert, wird eine veritable Liebesgeschichte, mit der Musik in der Rolle der Vermittlerin, des Mediums der Sinnlichkeit und der Lust.«
Martin Krumbholz, Frankfurter Rundschau

»Ein knapper, aber unendlich vielfältig in sich und in die Kulturgeschichte vernetzter Roman. Eine ›Liebesgeschichte‹, eine seltsame zwar und eine brutale, eine kristalline und distanziert erzählte, aber auch eine eigenartig versöhnliche. Ein flirrender Roman über das Begehren und die Gefahr, das Schicksal und die Macht der Musik.«
Elmar Krekeler, Die Welt

»Margriet de Moor ist mit diesem kleinen Roman ein großes Kunststück gelungen [...] ein in jedem Augenblick glaubhaftes Eifersuchtsdrama. Kein pathetischer Ausbruch wird hier vorgeführt, es wird nur eine schlichte, wenn auch bewegende Melodie gespielt: die Kunst des Schicksals. Margriet de Moor ist es gelungen, ihre ›Liebesgeschichte‹ genau auf diesen Punkt hinzuführen, an dem sich Kunst und Leben treffen. Das soll ihr erst einmal jemand nachmachen.«
Martin Lüdke, Die Zeit

»Ein flirrender Roman über das Begehren und die Gefahr, das Schicksal und die Macht der Musik.«
Elmar Krekeler, Die Welt

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses dichte, äußerst intelligent geschriebene Buch ist zugleich ein Leckerbissen für den Musikkenner und hat dazu noch ausgesprochene Krimiqualität.

Auch, wenn man sich nicht speziell für die moderne Klassik der Kammermusik begeistert, kann man Margriet de Moors feingeknüpfte Handlung und ihre virtuos gezeichneten Figuren genießen, denn sie erzählt zeitlose Geschichten um Eifersucht und Liebe neu. Ob die Handlung gerade auf einem überfüllten Flughafen, bei einem Meisterseminar für Kammermusik, in einem Eigenheim oder auf einer Baustelle stattfindet - die Schauplätze stehen dem Leser stets klar und detailgetreu vor Augen, und selbst die wahnsinnigsten Taten der Personen in dem Buch sind menschlich nachvollziehbar. So ergibt sich eine packende und glaubwürdige Geschichte mit Tiefgang, die immer wieder überrascht und noch lange in mir nachschwang.

Das Buch hat alle Qualitäten, ein Klassiker zu werden, und ich empfehle es für die Hausbibliothek. Es ist etwas für den Leserausch - ich las es in einem Zug durch, weil es so spannend ist und fing es dann gleich noch einmal von vorne an, um die vielen schönen Details genießen zu können.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Bleis VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wieder einmal überrascht Margriet de Moor mit einer ungewöhnlichen Erzählperspektive. Die Geschichte wird in drei Gesprächen zwischen dem Ich-Erzähler und der männlichen Hauptperson (Marius van Vlooten), die sie auf Flugreisen, auf denen sie sich zufällig (über 2 Jahrzehnte verteilt) treffen, führen.

In diesen Gesprächen wird die Leidens- und Liebesgeschichte um einen schwierigen Mann (Marius van Vlooten) erzählt, der in der Jugend eine unglückliche Liebe erfahren hat und wahrscheinlich eher impulsiv, auf jeden Fall aber konsequent und tragisch darauf reagiert. Später erlebt er eine neue Liebe, um die und dessen Verlauf es in diesem Buch vor allem geht. Sie lehnt sich an die gleichnamige Geschichte von Tolstoi (1889), die von Janacek 1923 mit dem gleichnamigen Streichquartett so eindringlich in Noten umgesetzt wurde.

Und da ist die ehemalige Musikstudentin de Moor wieder bei ihren Lieblingsthemen, der Musik und der ach so facettenreichen Welt der Liebe. De Moor ist bekannt geworden durch "Erst weiß, dann grau, dann blau" ihren ersten Welterfolg oder auch durch das ausgesprochen ergreifende "Sturmflut". Die vorliegende fast 150 Seiten umfassende Hommage an die Geschichte (Tolstoi) und deren musikalische Interpretation (Janacek) stellt erneut ein feinsinniges Tasten nach der Natur der Liebe dar.

Exzellent geschriebenes/komponiertes, elegant erzähltes kleines Meisterwerk.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebesgeschichte unter Musikern 23. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Die Geschichte, die am Anfang eher undurchsichtig daher kommt, entpuppt sich bald als spannende Liebesgeschichte. Nicht "Junger Prinz verliebt sich in Prinzessin....." sondern eher eine aus dem wirklichen (Musiker-)Leben. Der Autor in der Rolle des neutralen Zuschauers schildert eine Romanze, Ehe, Trennung ..., die auch bei Nachbars passieren könnte. Die Spannung der Erzählung ist sehr subtil aber wirkungsvoll und die überraschenden Wendungen, die die Beziehungen nehmen sehr lesenswert. Wer etwas für klassische Musik übrig hat, wird das Buch noch mehr genießen. Sehr empfehlenswert!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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