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Marius van Vlooten ist ein brillanter Musikkritiker, ein blinder Mann, der sich trotz einer tragischen und unerfüllten Liebe in seiner Jugend nach etlichen Jahren neu verliebt: Suzanna Flier, Musikerin und eine ausgesprochene Schönheit, spielt die erste Geige in einem Quartett. Janáceks "Kreutzersonate" soll beiden zum Verhängnis werden.
Es ist ein ganz stilles Buch, das Margriet de Moor da geschrieben hat, gleichzeitig ist es auch ein atemberaubendes Buch für alle Sinne. Ein alternder Mann, der einem mit ihm reisenden jungen Musikwissenschaftler Szenen seines Lebens anvertraut. Rückblenden, Erinnerungen, Momente. Aber neben allem kontinuierlichen "Piano" im Erzählstil der Autorin, hört man ganz unverkennbar das erschreckende und unvermeidliche "Furioso" zwischen den Zeilen heraus, ahnt schnell, welchen fatalen Weg diese ganz außergewöhnliche Beziehung zweier Menschen gehen wird.
"...meine Eifersucht riss unsere Liebe, die an tausendundeinem Ding festgemacht war, los und verwandelte sie in eine Wolke von hin und her schießenden Stechfliegen", gesteht van Vlooten -- und erlebt damit nichts anderes, als die musikalische Geschichte der 1923 von Janácek komponierten Sonate, die wiederum auf einer Tolstoi-Novelle basiert: das Schicksal eines Mannes, dem seine Eifersucht zum Verhängnis wird. Ein uraltes Thema, verfilmt, vertont, beschrieben und erlebt.
Wunderbar versponnen ist Margriet de Moors Version dieses zeitlosen Themas. Gefangen nehmend die Verflechtungen von Fakten und Fiktion. Ein sinnlicher Text voller klingender Noten. Wer Janáceks Kreutzersonate kennt, spürt, dass die Zeilen richtig mitklingen, wer sie nicht kennt, sollte sie spätestens nach der Lektüre hören und die Geschichte nachhallen lassen. --Barbara Wegmann
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
»Margriet de Moor ist mit diesem kleinen Roman ein großes Kunststück gelungen … ein in jedem Augenblick glaubhaftes Eifersuchtsdrama. Kein pathetischer Ausbruch wird hier vorgeführt, es wird nur eine schlichte, wenn auch bewegende Melodie gespielt: die Kunst des Schicksals. Margriet de Moor ist es gelungen, ihre ›Liebesgeschichte‹ genau auf diesen Punkt hinzuführen, an dem sich Kunst und Leben treffen. Das soll ihr erst einmal jemand nachmachen.«
Martin Lüdke, Die Zeit»Eine Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre Intensität gezeichnet ist, ihre selbstgewisse Leichtigkeit, aber auch den fortwährend drohenden Absturz.«
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung»Aus einem Eifersuchtsdrama, in dem die Musik als Hebel des Bösen fungiert, wird eine veritable Liebesgeschichte, mit der Musik in der Rolle der Vermittlerin, des Mediums der Sinnlichkeit und der Lust.«
Martin Krumbholz, Frankfurter Rundschau»Ein knapper, aber unendlich vielfältig in sich und in die Kulturgeschichte vernetzter Roman. Eine ›Liebesgeschichte‹, eine seltsame zwar und eine brutale, eine kristalline und distanziert erzählte, aber auch eine eigenartig versöhnliche. Ein flirrender Roman über das Begehren und die Gefahr, das Schicksal und die Macht der Musik.«
Elmar Krekeler, Die Welt»Margriet de Moor ist mit diesem kleinen Roman ein großes Kunststück gelungen [...] ein in jedem Augenblick glaubhaftes Eifersuchtsdrama. Kein pathetischer Ausbruch wird hier vorgeführt, es wird nur eine schlichte, wenn auch bewegende Melodie gespielt: die Kunst des Schicksals. Margriet de Moor ist es gelungen, ihre ›Liebesgeschichte‹ genau auf diesen Punkt hinzuführen, an dem sich Kunst und Leben treffen. Das soll ihr erst einmal jemand nachmachen.«
Martin Lüdke, Die Zeit»Ein flirrender Roman über das Begehren und die Gefahr, das Schicksal und die Macht der Musik.«
Elmar Krekeler, Die Welt