wintersale15_finalsale Hier klicken Jetzt Mitglied werden Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. August 2003
Der vorliegende Reiseführer ist das Referenzwerk kretischer Reiseführer schlechthin. Da ich vor kurzem zum ersten Mal auf Kreta war und mich mit mehreren Büchern aus dem Bekanntenkreis eingedeckt hatte bin ich doch immer wieder diesem Buch hier verfallen, da einfach zu jedem noch-so-kleinem-Örtchen irgendetwas zu finden war. Beispiel: der Marco Polo Reiseführer führt zu kleineren Orten (wie z.B. Georgiopoulis) 2-3 Sätze(!) auf. Autor Eberhard Fohrer widmet diesem 5 Seiten inklusive der "Stadt"-Karte.
Was den Reiseführer so einzigartig macht ist die Art wie einzelne Orte beschreiben werden. Für nahezu jeden Ort finden sich Unterteilungen: zuerst ein Text, der allgemeines zum Ort erzählt. Es folgt Geschichte, Anfahrt/Verbindungen(Bus, Schiff, Taxis...), Information (Touristenbüros, Polizei...), ein Stadtplan (bei grösseren Orten), Adressen (Banken, Ärzte inkl. deren Telefonnummern und ob diese deutsch sprechen!), Übernachten (z.T. in Klassen unterteilt, z.T. mit kurzen und prägnanten Beschreibungen der Zimmer und der Wirte), Essen (Tavernen sind im Stadtplan mit Nummern versehen um das Auffinden zu erleichtern), Nachtleben/Unterhaltung, Shopping, Kinder, Feste/Veranstaltungen. Je nach Ortsgrösse varriiert eben die Menge an Informationen. Das Gute: man kann für viele Orte sich schlau machen wo man denn z.B. guten Fisch essen kann, denn oft ist dies bei den Kurzbeschreibungen der Lokalitäten erwähnt. Ein weiteres Subkapitel zu den Orten befasst sich mit Sehenswürdigkeiten wie Museen (z.T. mit Plänen und umfassenden Beschreibungen zu den ausgestellten Objekten!), Kirchen, Festungen etc. Wirklich toll!
Auch finden abgelegene, ehemalige "Insider-Tips" Beachtung, wie z.B. besonders abgelegene Buchten und Strände "ab-vom-Schuss", die sich nur per Wandern erschliessen lassen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Wanderwegen und Strecken plus den Tips wo man denn am besten Übernachtet.
Natürlich existiert auch ein Kapitel zur grandiosen "Samaris-Schlucht" mit vielen zusätzlichen Wanderwegen rund um die Omalos-Hochebene.

Einzige Mankos sind die duch weg s/w Fotos sowie das eher maue Kartenmaterial, denn will man von einem Ort zum anderen fahren muss man sich jedes Mal wieder mühselig die West-/Zentral- oder Ost-Kreta-Karte heraussuchen; die sind nämlich auf jeweils einer Doppelseite irgendwo im Buch "versteckt".
Insgesamt aber der beste Reiseführer für Kreta. Der recht hohe Preis sollte vom Kauf auf keinen Fall abschrecken, denn mit dem "falschen" Buch kann einem vieles verborgen bleiben.
11 Kommentar69 von 72 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2001
Der Reiseführer von Eberhard Fohrer hat uns auf unserer Kreta-Reise jeden Tag begleitet und uns an viele schöne Orte geführt, die wir sonst wahrscheinlich nie besucht hätten. Gerade wegen der Aktualität und der Mitwirkung von vielen Lesern ist dieser Reiseführer sehr zu empfehlen. Man sollte ihn vor Reiseantritt einmal durchgelesen haben, um schon eine Vorstellung zu bekommen, was man sehen möchte. Es gibt soviel zu sehen, dass man auf einer Reise niemals alles besichtigen kann. Deshalb ist das Buch mit 700 Seiten auch relativ umfangreich. Es gab aber dafür auch kaum einen Ort der nicht, wenigstens kurz, beschrieben worden wäre. Der Reiseführer ist 100%ig sein Geld wert!
0Kommentar27 von 28 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2009
Auf etwas mehr als 750 Seiten werden werden Unmengen an Urlaubs- und Insidertipps sowie Informationen rund um die Insel Kreta vermittelt. Die Informationen sind sehr ausführlich und sogar Grundrisse einzelner Ruinen sowie Führungen durch Museen sind enthalten. Alles mit guten Wegbeschreibungen, so das man das gewünschte Ziel auch ohne Navi problemlos finden kann (eine zusätzliche Übersichtskarte die es meistens umsonst bei der Autovermietung gibt ist allerdings trotzdem empfehlenswert, da es keine solche in dem Buch gibt). Generell sollte man sich ein Auto mieten, um alle Stellen der Insel erreichen zu können, da man mit dem Bus eher eingeschränkt ist. Ich kenne keinen anderen Reiseführer, der einem so viele gute Informationen über diese Insel geben kann. Beim Durchblättern wird schnell klar: Man benötigt mehr als 14 Tage um alles Sehenswerte dieser Insel zu sehen.
Zudem werden viele Wanderstrecken vorgestellt, wobei einige allerdings erhöhten Schwierigkeitsgrad haben, da sie sich über einen ganzen Tag ziehen können und über Felsen und Stein gehen, also definitiv nicht alles nette Spaziergänge sondern teils wirklich auch für trainierte Menschen anstrengend (auf jeden Fall immer viel zu trinken mitnehmen und Pausen machen). Allerdings wird man hierbei mit wunderschönen Ausblicken belohnt. zudem werden auch Ziele vorgestellt, an denen man sich nicht mit tausend anderen Touristen längsdrängeln muss.
Insgesamt kann ich diesen Reiseführer allen, welche Urlaub auf Kreta machen und hierbei nicht nur am Stand vor dem Hotel liegen wollen sehr empfehlen. Volle fünf Sterne.
0Kommentar7 von 7 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. September 2008
Vor unserem Urlaub im August 2008 hatte ich mir zunächst einen "herkömmlichen" Reiseführer besorgt, da mich der Preis zunächst schon eher abgeschreckt hat. Dann bekam ich aber das "Kreta Buch" kurz vor dem Urlaub doch noch als Geschenk zusätzlich.

Um es kurz zu machen: den "normalen" Reiseführer habe ich danach nur mehr selten angefasst, das Buch von Eberhard Fohrer habe ich hingegen fast nicht mehr aus der Hand gegeben:

So viel geballte, unterhaltsame und auch nützliche Information hab ich bis jetzt noch nirgendwo anders über eine Insel gelesen.

Als Besucher von Paleochorá im äußersten Südwestern der Insel habe ich im Buch schon mal dutzende Seiten an nützlicher Information erhalten - inklusive Ortsplan und Dutzenden hervorragender Restauranttipps. Im Konkurrenzbuch gab's über den Ort gerade einmal eine halbe Seite zu lesen.

Zusätzlich fesselten mich auch noch die Abschnitte mit der Geschichte und Mythologie der Insel. Aber auch interessante "Abstecher" zum Beispiel über die Energiegewinnung auf Kreta oder das Dasein verwahrloster Haustiere lockern zusätzlich noch auf.

Dabei ist das Buch stellenweise so konstruktiv kritisch, dass es sicher von keinem Reiseveranstalter der Welt gesponsert wurde - für mich ein weiterer dicker Pluspunkt.

Jedenfalls hat mich das Buch so gefesselt, dass dadurch die übrige mitgenommene Urlaubslektüre stark zu leiden hatte.

Schade nur, dass man im Urlaub weder alles lesen kann, was ich Buch steht - geschweige denn kann man alle Orte besuchen.

Nun, ein Grund mehr, mit dem Buch "bewaffnet" bald wieder nach Kreta zurückzukehren...
0Kommentar7 von 7 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2003
In der Tat ist dieser Reiseführer wie von der Michael- Müller-Reihe gewohnt ausgesprochen informativ und für Individualtouristen sicher die erste Wahl, da er auch auf sehr abgelegene und kleine Sehenswürdigkeiten sehr detailliert eingeht. Bezüglich der wechselhaften Historie Kretas wird nicht nur auf die minoische Zeit, sondern auch auf die Zeit der Befreiungskriege gegen die Türken genau eingegangen. Die Tips für Übernachtungen und Essen stimmen ebenfalls erfreulich und sind dank der Mitarbeit vieler Leser sehr aktuell.
Einen kleinen, doch ärgerlichen Haken hat das Buch - die zu einzelnen empfohlenen Ausflügen gestalteten Textkarten sind bedenklich ungenau und teilweise sogar irreführend. Was mancherorts aufgrund einigermaßen übersichtlicher Straßen- und Wegverhältnisse nur unangenehm war, gestaltete sich für uns bei einem Abstecher auf die im Süden vorgelagerte Insel Gavdos zum Desaster : dargestellte Wege fehlten, andere taten sich unvermutet, weil unabgebildet auf, verliefen sich aber irgendwo in der Einöde. . .kein Vergnügen bei heißester Sommerglut und keiner Menschenseele zu fragen !Einen ganzen Tag irrten wir umher , um doch noch einen der eingezeichneten Wege zu finden ( die einzige Straße stimmt), vergeblich, bis uns der Inselbus wieder an den Strand brachte.
Bis auf dieses Manko ein exzellentes Buch und hoffentlich auch weiterhin stets aktualisiert !
0Kommentar16 von 17 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2003
Dieses Buch war eine lohnenswerte Anschaffung. Es ersetzte uns bei vielen Sehenswürdigkeiten den Reiseführer; half bei der Suche nach Übernachtungen und zeigte auch den Weg bei unseren Wanderungen und Autotouren. Allerdings wäre eine Karte, die sich über mehrere Seiten im Buch erstreckt, besser, als eine lose Karte zum Falten.
Wir lernten auch den Mit-Autor Franz Jaeger kennen. Er und seine Frau Sigrid standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Im Osten von Kreta und in der Lassithi-Hochebene kennt er sich prima aus. Bei der nächsten Reise nach Kreta, werden wir uns die Neuauflage auf jeden Fall wieder leisten.
0Kommentar8 von 8 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2004
War anfangs skeptisch wegen dem relativ hohen Preis. Bei anderen Verlagen gibt es ja Führer für bereits knapp die Hälfte (allerdings aber auch nur mit der halben Seitenzahl).
Jeder der diesen Führer aber im Urlaub dabei hatte wird mir Recht geben, dass er jeden Cent wert ist! Neben absolut genauen Angaben verbergen sich in diesem Buch dermaßen viele nützliche, interessante und amüsante Informationen, dass allein das Lesen wahnsinnig Spaß macht. Immer wieder klappt man das Buch auf, nur um ein bisschen darin zu schmökern.

Fazit: Absolut genialer und unverzichtbarer Reisebegleiter! Damit macht Kreta gleich noch einmal soviel Spaß!
0Kommentar25 von 27 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. September 2012
Dieses Buch ist viel zu umfangreich - dachte ich, als ich den Reiseführer erhielt. Dann im Urlaub, erster Tag in Kreta, wir hatten unser Appartment in Chersonissos Ano (nicht Lima Ch.) bezogen: Nach dem ersten Strandtag in Lima Chersonissos wussten wir, dass wir in dem Touristenhotspot ganz sicher nicht unseren Urlaub verbringen wollen. Das Appartment war erwartet schön, die Umgebung in Richtung Strand der Horror. Ohne den Reiseführer wären wir hilflos gewesen. Aber so:

Bei der Planung unserer Tagesreisen war dann das Reisehandbuch vom Müller Verlag unverzichtbar: Wir haben wunderschöne leere Strände entdeckt, sind durch die schönsten Schluchten gewandert, haben auf unwegsamen Straßen den Süden der Insel erforscht und schließlich haben wir gegessen wie Gott in Kreta: die Restaurant-Tipps waren alle topaktuell und die emfpohlenen Tavernen boten uns herrlichste Kost, teilweise zu unglaublichen Preisen (Rekord waren exzellente 3 Gänge mit gutem Wein und dem kostenlosen Schnaps und Raki hinterher für zwei Personen zu EUR 28,-), wo findet man das, außer in diesem Reiseführer.

Wir haben die Buchempfehlung natürlich auch den Tavernenbetreibern übermittelt..., Herr Fohrer soll ja auch in Zukunft dort gerne gesehen werden.
Wenn Sie keinen Pauschalurlaub planen dann ist dieser Reiseführer absolut unverzichtbar, die Fülle der Angebote reicht locker für 14 Tage Neuentdeckungen eines wunderschönen Kreta mit absolut liebenswerten Menschen.
0Kommentar6 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2010
Ich habe Kreta schon mehrfach bereist. In den vorangegangenen Jahren habe ich verschiedene Reiseführer (z.B. Marco Polo oder National Geographic) ausprobiert. Klar ist der Michael Müller Reiseführer umfangreicher und somit auch schwerer als die kleinen handlichen Varianten. Allerdings ist der Michael Müller Reiseführer, trotz seines Umfangs, top-aktuell und bietet viele Hintergrundinformationen zum Land und Leuten sowie Kultur, Geschichte usw. Selbst die Hotel- und Restaurantempfehlungen sind sehr ausführlich (z.B. mit Infos über die Inhaber) und somit sehr hilfreich.

Seit diesem Urlaub bin ich ein richtiger Michael-Müller-Reiseführer-Fan geworden und wir werden in Zukunft nur noch mit diesen verreisen.
0Kommentar6 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2009
Um es vorweg zu nehmen: Es gibt keinen besseren (deutschen) Reiseführer für Kreta - leider... Der Michael-Müller-Verlag ist bekanntlich Synonym für erstklassige Griechenland-Reiseführer. Dieser fällt allerdings und unerklärlicher Weise so negativ aus der Reihe, dass man überlegen sollte, "flankierend" zu englischem Material zu greifen.

Positiv: Vom Umfang her ist dieser Reiseführer nicht zu schlagen, in aller Regel sind die Informationen auch gut strukturiert, der teilweise schlechte journalistische Schreibstil Geschmackssache. Der Informationsgehalt ist wirklich enorm, für jeden ist etwas dabei und nur deshalb (!) verdient er den dritten Stern.

Negativ: "Auflage 2009" ist - sorry - ein reiner Etikettenschwindel. In 2 Wochen Kreta rauf und runter mussten wir dies mehrfach feststellen. Dass die Wildziegen in der Samaria-Schlucht mittlerweile nicht mehr äußerst selten anzutreffen sind, sondern im Ort Samarià den Touristen sogar aus der Hand fressen, mag man nachsehen. Der gutgemeinte Tipp aber, sich die Sitzplätze im Zubringerbus ab Chania (KTEL) am besten vorher reservieren zu lassen, führt hingegen lediglich dazu, dass man den Weg zum Busbahnhof am Vortag umsonst geht. Man kann nämlich mittlerweile nichts mehr reservieren und verliert so nur unnötig Zeit. Nicht nur lästig, sondern wirklich ärgerlich hingegen sind die subjektiven Eindrücke des Autors, besonders, wenn es um Restaurant-Tipps geht. Empfehlungen wie "sehr gute kretische Küche" werden da z.T. für reine Touristenabsteigen vergeben, in denen u.a. auch Schnitzel, Pizza und Toast angeboten werden oder aber griechische Allerweltsküche mit industriellen Fertiggerichten. Immer wieder fiel uns dabei auf, dass die empfohlenen Wirte von ihrer positiven Erwähnung im Reiseführer wußten, weil der Autor selbst sich ihnen als solcher zu erkennen gegeben hatte (es überrascht daher nicht, dass umgekehrt auch immer wieder von besonders freundlichen oder großzügigen Wirtsleuten die Rede ist). Die Freundlichkeit endet nämlich spätestens dann, wenn der Wirt merkt, dass er keinen "normalen" Touristen, sondern einen die Sprache fließend sprechenden Griechen vor sich sitzen hat, der etwa zwischen hausgemachten und Fertigsalaten unterscheiden kann. Ein ähnlich persönlich gehaltener Übernachtungstipp in der Altstadt von Chania aber war mit Abstand "der Hammer". Von außen ein altes, italienisch anmutendes Gebäude mit einem engen Eingang in einer Seitengasse. Die Treppe zu den oberen Zimmer ist so steil und eng, dass man maximal einen Trolley verwenden kann. Der Hausherr war zunächst auch sehr freundlich und redselig (er erzählte schmunzelnd, dass der nette Journalist vom Michel-Müller-Reiseführer ihm sogar über seine Söhne nach New York hatte ausrichten lassen, dass seine Pension wieder im aktuellen Reiseführer empfohlen werde). Das einzig noch freie Dachgeschosszimmer schien im ersten Moment auch tatsächlich ein Volltreffer zu sein. Schnuckelig eingerichtet, vielleicht ein bißchen eng, aber mit eigener Dachterrasse und tollem Ausblick! Wir wollten schon fast alle Pläne über Bord werfen und für eine ganze Woche dort logieren, so groß war anfangs die Begeisterung. Nach der zweiten Nacht hingegen waren wir froh, endlich draußen zu sein. Dass das Haus weder von außen, noch von innen auch nur ansatzweise etwas mit einem venezianischem Palazzo zu tun hat, war uns egal (in der Tat hatte innen nahezu alles einen "Do-it-yourself"-Anschein). Zimmer und Bad jedoch waren beim zweiten Blick nicht nur ungepflegt, sondern total verdreckt. Der Duschabfluss war verstopft, über die Marmorsperre tretendes Duschwasser lief zwar über den Reserveabfluß neben der Toilettenschüssel ab, gleichzeitig aber leider auch mitten in das Schlafzimmer, so dass wir mehrfach eine halbe Überschwemmung hatten (beim Zahlen haben wir dem Besitzer, der mangels fest besetzter Rezeption nur zufällig oder über Handy erreichbar ist, davon berichtet, wahrscheinlich wird er das Leck suchen, sicher ist das aber nicht, denn dass z.B. die 2. Nachttischlampe im Zimmer schon seit geraumer Zeit keine Glühbirne mehr hatte, hat ihn ebenfalls nicht sonderlich gestört). Das absolute "No-go" aber war die Gesellschaft in Form von etwa einem halben Dutzend Küchenschaben, das es sich jede Nacht in unserem Bad gemütlich machte (was bedeutet, dass alle Zimmer davon betroffen sind). Als wir dem Besitzer bei der Abreise auch davon berichteten, verhielt er sich plötzlich eher distanziert. Vielleicht fragen Sie sich nun, wie man in diese Absteige gelangen kann? Ganz einfach nachzulesen auf S. 600 dieses Reiseführers: "Kleine Pension in einem 600-jährigen venezianischem Palazzo. Die beiden netten Besitzer... haben viel Geld, Zeit und Liebe in die Instandsetzung des Hauses investiert - ein echtes Schmuckstück mit viel altem Charme. Zimmer gepflegt und geräumig..."
Umgekehrt wiederum werden echte Geheimtipps als solche gar nicht wahrgenommen, sondern oft nur nebenbei erwähnt. Wer z.B. in Westkreta ist und wirklich authentische kretische Küche genießen und vom Massentourismus unverdorbene Kreter kennenlernen will, sollte den Weg nach Pollirrinia zur Taverne "Akropolis" in Kauf nehmen. Ach ja: Das Wirtsehepaar ist keine "junge Familie" (wie auf S. 656 beschrieben) mehr, sondern zusammen mindestens 140 Jahre alt, die englisch sprechende Tochter mittlerweile selbst verheiratet und Mutter eines Kindes (soviel zur Neuauflage).
Fazit:
1. Es gibt keinen besseren, weil informativeren Reiseführer für Kreta, wer aber Geld sparen will, kommt getrost mit einer Alt-Auflage aus.
2. Überall da, wo der Autor (dessen negativer Grundton im Schreibstil von einem anderen Rezendenten zu Recht gerügt wird) Einheimische namentlich lobend erwähnt, sollte man besonders kritisch sein.
3. Von griechischer Küche und den Menschen dort hat der Autor allenfalls soviel Ahnung, wie von venezianischen Palazzi.
4. Bleibt zu hoffen, dass der Michael-Müller-Verlag im Interesse seines guten Namens die nächste Auflage grundlegend überarbeitet und damit vielleicht einen Autor betraut, der sich selbst ein objektives (!) Bild macht über Empfehlungen und Geheimtipps.
77 Kommentare72 von 81 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden