Pressestimmen
"Klar und verständlich erklärt der langjährige Banker, welche Strategien bei der Kreditvergabe zum Erfolg führen und welche nicht. So macht Burger das komplizierte Ratingverfahren transparent, zeigt, wie Banker bei der Kreditvergabe ticken und erklärt, wie man gut abschneidet. Sein Plädoyer: Offenheit und Kooperation."
Kurzbeschreibung
Kreditverhandlungen erfolgreich bestehen! In diesem Buch führt Sie ein Insider durch die Zusammenarbeit mit Ihrem Kreditinstitut. Lesen Sie, wie Sie auch in Krisenzeiten einen Kredit bekommen und Probleme mit dem Kreditgeber vermeiden können. Wie Sie trotz Krise Kredite erfolgreich verhandeln. Was Umbrüche bei Banken für Ihre Firma bedeuten können. Wie Sie Stolperfallen bei der Zusammenarbeit mit Kreditinstituten vermeiden. Die zehn größten Sünden der Unternehmer und wie Sie sie vermeiden. Geheimnisvolle Datensammler: Wie gläsern Sie und Ihr Unternehmen sind. Extra: Wer entscheidet über Ihren Kredit? Der große Irrtum.
Guter Argumentationsaufbau und gut präparierte Unterlagen für das Bank-Gespräch sind wichtig. Genauso wichtig ist es jedoch, die Interessen der Bank richtig einzuschätzen und eine individuelle Strategie aufzubauen. Hier erfahren Sie, wie es geht und wie Sie Ihren Kredit erhalten.
Inhalte:
Über den Autor
Ernst Burger ist Diplom-Betriebswirt, Bankdirektor und langjähriger Mittelstandsexperte.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
BANKEN AUF BRÜCHIGEM FUNDAMENT - WELCHE KONSEQUENZEN HAT DAS FÜR SIE?Veränderungen in der Bankenbranche - bedrohen sie Ihre Firma?Um bei Bankverhandlungen erfolgreich zu sein, ist eine gute Vorbereitung erforderlich. Neben den rein fachlichen Themen sollten Sie sich auch zu der Einordnung Ihres Kreditinstitutes innerhalb der Bankbranche Gedanken machen. Wird Ihre Bank bei den anstehenden Veränderungen eher eine gestaltende Rolle spielen oder eine defensive? Zieht sie sich womöglich ganz vom Markt zurück oder kommt sie unter die Räder? Die wenigsten Kunden befassen sich gerne mit dieser für sie undurchsichtigen Branche, die unserer Volkswirtschaft gewaltige Probleme bereitet. Firmen und private Kunden haben kein großes Vertrauen mehr. In einer Umfrage der Nürnberger Marktforscher GfK hieß es: Nur noch 17 Prozent der Verbraucher würden Kreditinstituten grundsätzlich vertrauen. Verwundert es, dass mich ein Geschäftspartner kürzlich witzelnd fragte: "Kennen Sie den Unterschied zwischen Terroristen und Bankern? Ganz einfach: Ein Terrorist hat Sympathisanten." Das spricht Bände über den gewaltigen Reputationsverlust dieses früher sehr angesehenen Berufsstandes.Mit dieser Einführung in die Bankbranche möchte ich Ihnen die nachfolgenden Bausteine für Ihre zukünftigen Verhandlungen verständlich machen. Sie werden auch ein Gefühl dafür bekommen, was Sie erwartet, wo Entwicklungen gefährlich werden können und wie Sie sich am Besten darauf einstellen.Deutschland ist ein sehr dicht besetzter Bankenmarkt. Der Insider sagt, Deutschland ist overbanked. Dies bedeutet, es gibt eigentlich zu viele Institute und Filialen vor Ort. Das war zunächst angenehm für Firmen- wie Privatkunden, weil die hohe Wettbewerbsintensität für günstige Kundenkonditionen gesorgt hat. Durch Auslandsbanken auf dem deutschen Markt, die sich bevorzugt die Rosinen herauspickten, wurde die Wettbewerbssituation verschärft. Die fachkundigen Beobachter waren sich seit Jahren darüber einig, dass der Markt konsolidiert werden muss. Börsenanalysten taten ihr Bestes, um Fusionen herbeizureden. Aber zunächst passierte nichts.Die Ausgangslage war und ist allerdings besonders schwierig, da es auf dem deutschen Markt eine Besonderheit gibt. Es geht um die so genannte Drei-Säulen-Struktur. Wir haben innerhalb des Bankenbereichs drei konkurrierende Segmente. Einerseits die Privatbanken wie Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, UniCredit (früher Hypovereinsbank) und bis vor kurzem noch die Dresdner Bank sowie weitere eher kleinere Institute. Sie sind in derHand von privaten Aktionären, oder haben - im Falle der Commerzbank - zusätzlich den Staat als wesentlichen Anteilseigner. Dann gibt es den genossenschaftlichen Bereich mit den Volks- und Raiffeisenbanken, die überwiegend lokal oder regional tätig sind. Bei der dritten Säule geht es um den so genannten öffentlich-rechtlichen Bereich, nämlich die Sparkassen mit ihren Dachorganisationen, den Landesbanken