Rüschenpöhler gibt in ihrem Buch einen Einblick in das Leben mit Brustkrebs fern ab von allen reißerischen und aufbauschenden Berichten, denn es geht schließlich um „eine unspektakuläre Heilung von Brustkrebs" und die schlichte Aussage des Buches „das Leben geht weiter" ist wohl trotz ihrer Klarheit das schwierigste was ein Mensch leisten muss, wenn er mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird.
Allerdings beschreibt Rüschenpöhler mit so viel Energie und Kraft den Verlauf und dann eben auch die Heilung ihrer Krankheit, dass dem Leser bewusst wird, dass eine positive Einstellung unerlässlich ist, wenn man sein Leben weiter leben möchte und nicht zulassen will, dass der Krebs das Leben diktiert. Der Titel des Buches „Krebs hin, Krebs her - Das Leben geht weiter" ist somit perfekt gewählt.
Dabei beschönigt das Buch jedoch nichts, weder die Angst, Traurigkeit und Verzweiflung, noch die Schrecken der Chemotherapie, sowie die Ungläubigkeit des ersten Momentes, wenn man erfährt, dass es einen selber getroffen hat; denn schließlich kann es jeden treffen.