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Krebs Audio-CD – Audiobook, 1. August 2008

3.6 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

es Buch, weil es sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Ärzte Patienten zur Lebensverlängerung um jeden Preis raten dürfen.« (Buchprofile) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Werner Schneyder, geboren 1937 in Graz, war nach Studium und Promotion Journalist, Dramaturg und freiberuflicher Autor. Ab 1974 machte er politisch-literarisches Kabarett – gemeinsam mit Dieter Hildebrandt, aber auch allein. Er trat auf Bühnen und in TV-Sendungen auf und veröffentlichte Gedichte, Satiren, Feuilletons und Erzählungen. Werner Schneyder lebt in Wien und Kärnten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.



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Format: Gebundene Ausgabe
Meine liebe Freundin quält sich von Cheomotherapie zu Chemotherapie. Wir Freunde und Bekannte sind völlig überfordert mit der Situation. Man weiß nicht, was man sagen, raten oder trösten soll, wenn einem jemand, den man sehr lieb hat sagt, dass er zunehmends zu dem Entschluss gelangt, er wäre des Lebens müde!? Freilich sagt man da zuerst: "Du musst weiter kämpfen!". Wie töricht solche "Durchhalteparolen" sein können, habe ich anhand Werner Schneyders Buch erfahren und vieles was ich bisher zu dem Thema zu sagen hatte - mit bitteren Tränen bezahlt. Ich bin ihm zutiefst dankbar für seinen Mut das Erlebte zusammenzufassen und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Soviel zu meiner Motivation Werner Schneyders Buch "Krebs. Eine Nacherzählung." Zu lesen. - Ich werde nicht einmal ansatzweise versuchen objektiv zu bleiben anhand dieser Lektüre. Was Werner Schneyder berichtet ist zu einem großen Teil genau die Geschichte, die der Mann meiner Freundin seit mehr als einem Jahr mitmacht. Ihm und alleine ihm werde ich das Buch empfehlen. Mit allen Vorbehalten, die ich seit Tagen mit mir herumtrage.

Es ist eine teils sehr subjektive (was ich verzeihlich finde) Nacherzählung, noch dazu im Schneyderschen Sprach-Duktus verfasst. Die Partnerschaft, die seine Frau und ihn verbindet steht dabei immer und unbedingt im Vordergrund. Schneyder beginnt mit der ersten Diagnose, die Ärzte seiner Frau präsentieren (Blasenkrebs) und er macht auch keinen Hehl aus seinen bisherigen Vorurteilen zum Thema Krebs. Ein persönliches Drama nimmt seinen Lauf. Das kann und will ich gar nicht wiedergeben, und schon gar nicht auf die "Götter in weiß" schimpfen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was in diesem Buch steht, weigere ich mich zu beschreiben und zu bewerten, aus Achtung vor dem, was man selbst erlebt haben muss, um es zu begreifen und aus Respekt vor denen, die es erlebt haben oder gerade erleben.

Aber ich darf mit meinem Einblick in Gesundheitssysteme das Folgende zu diesem Buch sagen. In einer TV-Talk-Show hörte ich Werner Schneyder vor Kurzem sinngemäß sagen, er hätte dieses Buch schreiben müssen, um nicht wahnsinnig zu werden. Mit seinem Buch bewahrt er aber auch viele andere Betroffene vor dem Wahnsinn: vor Wahrnehmungen, die sonst niemand zu haben, zu teilen scheint(!), weil niemand über sie spricht, aus Überforderung, Angst oder weil schlichtweg die Worte dafür fehlen.

Gesundheitssysteme lassen sich aufgrund ihrer Natur nicht von innen heraus reformieren, und es geht in ihnen letztlich immer nur um Gefühle. Gesundheitseinrichtungen sind dazu da, um aus unangenehmen Gefühlen erträgliche, wenn nicht angenehme zu machen. Das ist ihr Zweck und Gefühle treten nun einmal dort in den Vordergrund, wo uns die Sprache nur allzuschnell fehlt, die Ratio auf der Strecke bleibt. Reformen in der Medizin brauchen daher Menschen mit der Ausdrucksstärke, ja Sprachgewalt eines Außenstehenden wie Werner Schneyder,

Nur Patienten, aber aufgrund ihrer oft restlosen Abhängigkeit mehr noch ihre Angehörigen, können antreiben, was verändert werden muss. Experten können ihnen dazu nur den "Sprengstoff" liefern, die "Zündungen" können nur von Menschen kommen, denen der Zweck von Heil- und Pflegeinstitutionen gewidmet ist: von den Kranken und für sie von ihren Lieben.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch ist mitreissend geschrieben. Man fürchtet sich davor,irgendwo an sich selbst einen ungewöhnlichen Vorgang im Körper zu spüren. Schneyder schreibt sehr sehr offen und schonungslos über die grauenhaften Auswirkungen, die Krebs hat.

Was mir gefehlt hat in dem Buch: Er schreibt so offen über intimste unwürdige Szenen, die seine Frau erlitten hat. Lässt den Leser in allen Einzelheiten teilnehmen an ihrem Schicksal. Aber ich habe sie selbst in dem Buch nicht kennengelernt, nicht warum sie so wundervoll für ihn war, das Ausmaß dessen, was er verloren hat - außer dass die Wohnung jetzt dann leer und anders ist und er - banal - nicht weiß, woher er die Handwerker bekommt. Es ist eine Beschreibung der Vorgänge, aber nicht dessen, was wirklich passiert im Menschen, in ihm und ihr. Die Geschichte selbst macht Angst davor krank zu werden, man weiß von Beginn an um das Ende, unaufhaltsam, aber es fehlt die Entwicklung. Lebenswille, Aufgabe, Kampf, Entmutigung, Hoffnung, all das wird nicht behandelt. Es geht eher darum, ob eine Aufführung abgesagt werden soll, oder eigentlich, stellt sich auch diese Frage nicht. Mich würde das Buch seines Sohnes eigentlich mehr interessieren.

Herr Schneyder inszeniert, spielt, aber lässt sein Publikum nicht wirklich teilhaben. Was auch sein gutes Recht ist, aber schade. Das wäre das Buch, das ich gerne gelesen hätte.
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Format: Gebundene Ausgabe
Nachdem ich den von mir sehr geschätzten u. gemochten Kabarettisten, Autor, Box-Kommentator u. Schauspieler Werner Schneyder unlängst in der Sendung "Maischberger" zum Thema "Krebs" über den Krankheitsverlauf u. Tod seiner Ehefrau Ilse sprechen hörte u. dazu vernahm, daß er ein Buch darüber geschrieben hatte, war ich sofort hellhörig u. kaufte es mir noch am selben Abend über das Internet.
Nachdem ich nun einige Tage später gestern Abend u. heute Nachmittag endlich die Zeit dazu gefunden hatte das Buch zu lesen, muß ich meine Eindrücke über diese fast atemlose Schilderung der Krankeheit Krebs bei seiner verstorbenen Ehefrau Ilse sofort berichten.
Dieses Buch ist einfach vollkommen beeindruckend, es reißt den LeserIN von der ersten bis zur letzten Seite in einen Sog, der ein Aufhören des Lesens fast unmöglich macht.
Werner Schneyder schildert das Schicksal seiner Frau u. dazu sein eigenes so radikal offen u. schonungslos, wenn man denn dieses Wort verwenden will, das man nurmehr staunen u. schockiert sein kann über das, was heutzutage bei Krebs alles möglich ist, u. das reicht von segensreich bis zur blanken Perfidie, die z.B. in der Überlegung einer Ärztin gipfelt, ob man einer Todkranken überhaupt noch kurz vor deren Tod Morphium gegen ihre unerträglichen Schmerzen in großen Dosen verabreichen darf, es könnte die Todkranke ja süchtig machen !!!
Das Ganze ist so knapp u. doch ausführlich erzählt, das man den Autor vollkommen zu verstehen glaubt, seine Gedanken, seine Gedankensprünge, gerade auch angesichts des wie ein Damoklesschwert über der ganzen Situation schwebenden Möglichkeit des Sterbens der geliebten Frau u.
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