Kurzbeschreibung
Trotz der immer wieder aus den verschiedensten Bereichen zu hörenden Forderung nach (mehr) Kreativität ist die wissenschaftliche Bearbeitung des Themas sowie die Umsetzung in Praxis und Schule immer noch stark vernachlässigt. Mit diesem Band schließt sich eine wichtige theoretisch- wissenschaftliche wie praxisorientierte Lücke. Dabei bemüht sich der Autor auch um die so oft misslungene oder gar nicht erst versuchte Verbindung von Theorie und Praxis, indem er beispielsweise eine eigene theoretische Modellierung von Kreativität entwickelt und begründet, diese danach aber gleich dazu verwendet, systematisch sinnvolle Fragen an und in der Praxis beispielhaft zu formulieren. Neben der Darstellung von Forschungsbemühungen in Westeuropa werden Fördernotwendigkeiten und -möglichkeiten mit konkreten Hilfen für Lehrer in der Schule erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Erkennung und Diagnostik von Kreativität, wobei der vom Autor mitentwickelte "Test zum Schöpferischen Denken - Zeichnerisch (TSD-Z)" eine wichtige Rolle spielt. Zwei empirische Untersuchungen erhellen die Entwicklung von Kreativität bei jungen Kindern sowie die Situation und Bedürfnisse kreativ schreibender Kinder und Jugendlicher, bevor im letzten Kapitel die gedankliche Integration von Kreativität und Intelligenz, die sich schon im Komponentenmodell angedeutet hat, in dem Begriff und Modell der "Kreatelligenz" mündet.