Mehr Mut zu wirklichen Innovationen fordert Autor Jens-Uwe Meyer in seinem neuen Werk ,Kreativ trotz Krawatte`. Er räumt auf mit der alten Mär, dass nur Menschen mit langen Haaren, Designer-Jeans und einem Ring durch die Nase kreativ sein können.
Meyer, einer der profiliertesten deutschen Experten auf dem Gebiet, nennt zahlreiche praktische Beispiele, wie Kreativität in Unternehmen gelebt werden kann und beschreibt die richtigen Werkzeuge in seinem Buch. Bei den Kreativen unterscheidet er die Tüftler und die Erfinder. Die einen gehen der Sache genau auf den Grund und testen solange, bis sie die richtige Lösung gefunden haben. Die anderen produzieren eine gute Idee nach der anderen, verfolgen sie allerdings nicht so konsequent. Welchen Typ brauchen Firmen? Treu dem Gesetz "Das eine tun und das andere nicht lassen", brauchen Unternehmen beide. Die einen sorgen für reichlich Nachschub an neuen Ideen, die anderen machen daraus marktfähige Produkte und Dienstleistungen.
Wer bereits das "Edison-Prinzip" von Meyer gelesen hat, den wundert es nicht, dass der Autor hier eine "Lanze bricht für richtige" Kreativität in den Unternehmen. Meyer geht es um Ideen, nach deren Umsetzung auch Geld verdient wird. Kein Wunder, denn der Autor ist nach einer "ordentlichen" Ausbildung zum Polizeikommissar in den Journalismus gegangen und hat ein MBA-Studium absolviert. Er ist also eine gute Symbiose aus "kreativem Spinner" und wirtschaftlich strukturiert denkendem Manager. Und genau das spiegelt sich im Inhalt des Buches wider.
Der Leser erhält Inspirationen aus der Praxis. Dies wird anhand von zahlreichen Beispielen von namhaften Unternehmen, wie Apple, Fiat, Amazon beschrieben. Sie finden auf 240 Seiten, alles außer angestaubten Tabellen und abgeschriebenem Halbwissen. Meyer legt den Finger gezielt in die Wunde. So beschreibt er im Kapitel 2 die Denkblockaden in unseren Köpfen: Es sind die "fünf Scheren", die uns hindern, Neues zuzulassen, und die Trampelpfade der Gewohnheit zu verlassen. Aber genauso vehement, wie er fordert, Innovationen zu finden, lehnt er grenzenlose Ideenspinnerei ab. Er fordert die klare Lenkung der Prozesse, dazu gehört auch, durch die richtige Fragestellung, den kreativen Prozess in klar definierte Richtungen zu lenken. Ziel ist es lieber wenige brauchbare Ideen zu generieren, als tausende Einfälle für das Archiv zu produzieren.
Das Buch ist ein echtes "Mit-mach-Buch"! Die tollen Wortspiele des Autors im Werk und die vielen Erfahrungen aus seinen Workshops, die in das "Ideeologische Meisterwerk" eingeflossen sind, sind Indiz von Authentizität. Zahlreiche Fragen und Tabellen, zeigen dem Leser bzw. seinem Unternehmen, wo es/er steht. Tolle "Ideen-Maschinen", wie die APFEL-Technik, einer Eselsbrücke für verschiedenste Kreativitätstechniken, animieren zur Veränderung. Denn eines ist klar, wenn es besser werden soll, dann muss es anders werden, ob mit oder ohne Krawatte: Mit diesem Werk helfen Sie Ihrer Kreativität auf die Sprünge.