Dass Schriftsteller nicht einfach warten, bis sie mal "die Muse kuesst", um dann in einem Anfall von Genie ein neues Meisterwerk zu schreiben; mit diesem Vorteil raeumt der Autor in seinem Buch gruendlich auf. In mehreren Kapiteln, die sich u.a. mit Figurencharakterisierung, Erzaehlperspektive und sprachlicher Gestaltung beschaeftigen, versucht er, handwerkliches Wissen auf eingaengige Weise zu vermitteln. Er zeigt, dass Schreiben vor allem Muehe bedeutet: Die Bereitschaft, regelmaessig an seinem Text zu arbeiten und ihn auch selbstkritisch zu korrigieren; so vermittelt er dem Leser aber auch, dass Schreiben - das zu 90 % aus Arbeit und nur zu 10 % aus Inspiration bestehe - von fast jedem, der die Bereitschaft dazu mitbringt, erlernt werden kann. In den Kapiteln behandelt er ausfuehrlich diese technische Seite; der Inhalt wird uebersichtlich und einpraegsam - noch einmal fuer jeden Abschnitt gesondert hervorgehoben - zusammengefasst. Eine sehr umfangreiche Primaer- und Sekundaerliteraturliste runden das Buch ab, an dem mir eigentlich nur weiterfuehrende Hinweise zu Veroeffentlichungsmoeglichkeiten gefehlt haben. Trotzdem kann ich es jedem ans Herz legen, der gerne Prosa schreibt und seine handwerkliche Seite verbessern moechte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)