"Krautrock. Cosmic Rock and its Legacy" besteht aus fünf Teilen. Einleitend geben vier Essays eine Überblick über das Thema, z. B. das "Kosmische". Danach folgen 25 Bandprofile von "Agitation Free" bis "Xhol Caravan". Sie werden durch fünf kurze Kommentare von jüngeren MusikerInnen zu besonders wichtigen Musikgruppen wie z.B. "Can" angereichert. Die Bands sind nach musikalischer Originaliät und Innovationspotential ausgewählt worden, nicht nach Verkaufszahlen. So sind z.B. die weitgehend umbekannten "Limbus" als besonders experiemtierfreudige Formation vertreten, während die kommerziell erfolgreicheren, aber konventionelleren "Birth Controll" und "Wallenstein" fehlen. Die Bandprofile stellen eine gelungene Mischung aus biographischem Material und Würdigung der Musik dar. Im dritten Teil werden in knappen Porträts die acht wichtigsten Plattenlabel vorgestellt. Anschließend folgen die Profile der Produzenten Augustin, Dierks, Kaiser und Plank. Zuletzt erthält ein Anhang eine Timeline von 1967 bis 1975, die die Veröffentlichung wichtiger Platten in ihren historischen Kontext stellt. Eine Fortführung in das Jahr 1980, als die "Neue Deutsche Welle" den "Krautrock" aböste, wäre angebracht gewesen - ein kleiner Schwachpunkt des Buches. Es folgt noch ein Essay zum "Krautrock" aus dem Jahr 1973. Kurze Biographien zu den 13 AutoInnen (u.a. David Stubbs, Anne Shenton, Brian Morton) beschließen den Band. Die Beiträge sind kompetent und flüssig geschrieben und gut lesbar. Das Buch ist mit schwarz-weißen und farbigen, zum Teil raren Abbildungen reich illustriert. Wer von dem Thema nicht so fasziniert ist, dass es das Buch in einem Zug durchliest, kann es als Nachschlagewerk benutzen. Fazit: Das mit großer Liebe und großem Wissen gemachte Buch ist für jeden Krautrockfan unentbehrlich.