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Krankheiten großer Diktatoren: Diktatoren im Spiegel der Medizin. Napoleon - Hitler - Stalin
 
 
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Krankheiten großer Diktatoren: Diktatoren im Spiegel der Medizin. Napoleon - Hitler - Stalin [Gebundene Ausgabe]

Anton Neumayr
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Faszinierende Pathographien und bemerkenswerte Erkenntnisse zur Krankengeschichte bedeutender MenschenSie gelten als die Dämonen der jüngeren Geschichte: Napoleon, Hitler, Stalin. Wer waren diese"Führerfiguren"wirklich, wie formte sich ihre einzigartige Persönlichkeit heraus? Der Mediziner Anton Neumayr entwickelte Psychogramme unter Berücksichtigung psychiatrischer, psychohistorischer und kriminalpsychologischer Aspekteund zeigt exemplarisch den verhängnisvollen Zusammenhang von körperlicher und seelischer Befindlichkeit mit politischen Entscheidungen auf.

Über den Autor

Univ.-Prof. Dr. Anton Neumayr, geboren 1920, war 1975-91 Vorstand der 1. Medizinischen Klinik am Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien, 1963-91 Universitätsprofessor in Wien; 1986-2000 Leiter der L.-Boltzmann-Forschungsstelle für klinische Geriatrie. Pianist. Ausbildung am Mozarteum in Salzburg, Kammermusiker und Musikhistoriker; 1987-94 Moderation der Fernsehreihe"Diagnose".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Prof. Dr. Anton Neumayr zeigt in seinen Biographien über die Diktatoren Napoleon, Hitler und Stalin, wie deren jeweilige physischen und psychischen Krankheitsbilder sich auf ihr despotisches Verhaltensmuster auswirkten.

Napoleon beispielsweise arbeitete ununterbrochen, ob zu Hause, auf Reisen oder zu Felde, am Tage ebenso wie in der Nacht. Eine solche Arbeitsweise war ihm möglich, weil er sehr wenig Schlaf benötigte.Seine hektische Arbeitsweise hatte allerdings negative Auswirkungen im Sinne von Magenschmerzen. Diese Magenschmerzen sollen später immer schlimmer geworden sein und ihn latent übellaunig gemacht haben.
Seine geradezu pathologische Hingabe an die Arbeit, ließ ihn Speisen stets hastig verschlingen. Dieses Verhalten verstärkte offenbar seine Magenempfindlichkeiten.
Man liest von seinem Hämorrhoidallleiden, das letztlich ausschlaggebend für die Niederlage der Schlacht von Waterloo gewesen sei.

Gelungen sind die Psychogramme der drei Diktatoren, die sich den Kurzbiographien inclusive physischen Krankheitsgeschichten anschließen. Am Beginn seiner kometenhaften Laufbahn wurden beispielweise Napoleons Machtansprüche durch seinen herausragenden Intellekt und untrüglichen Realitätssinn in Schranken gehalten. Auf diese Weise wurden seine autoritären Tendenzen gebremst. Je größer allerdings seine Macht wurde und je mehr er sich als Herr Europas zu fühlen begann, um so mehr verließ ihn sein Fingerspitzengefühl. Es gelang ihm nicht wie früher mit traumwandlerischer Sicherheit und disziplinierter Geduld den richtigen Augenblick für einen optimalen Erfolg eines Unternehmens abzuwarten, sondern er glaubte, dass Schicksal mit seinem Willen zwingen zu können.Dererlei Wahnideen hatten auch Hitler und Stalin.

Bei allen stellte sich zunehmend Machtmißbrauch ein. Dieser trat Hand in Hand mit Hemmungslosigkeit und einem ungezügelt, egozentrischen Handeln zu Tage. Aufgrund seiner steilen Karriere vertrug Napoleon keinen Widerspruch mehr. Sofern jemand aus seiner Umgebung sich seinen Intentionen widersetzte, bekam er Wutanfälle. Mit beinahe sadstischer Genugtuung überzeugte er sich von Zeit zu Zeit durch bewusste Demütigung von der Ergebenheit und Anhänglichkeit seiner treuesten Gefährten, nicht zuletzt, weil er davon überzeugt war, dass ihm als ihr unumschränkt herrschender Meister alles erlaubt sei und er über seine Untertanen beliebig verfügen dürfe.

Stalin und Hitler hatten auch dieses Gefühl von Omnipotenz. Alle drei litten an dem krankhaften Wahn vom Schicksal auserkoren zu sein für einzigartige historische Großtaten. Sie glaubten diesbezüglich mit entsprechenden Fähigkeiten und Begabungen ausgestattet zu sein.Ihr ausgeprägter Egoismus verlangte nach Zuneigung, Lob und Anerkennung.Interessant ist die geringe Frustrationstoleranz dieser Personen. Ihre Empfindlichkeit und übertriebene Verletzlichkeit gegenüber Anspielungen auf ihre Person oder gar Kritik.

Thematisiert wird Hitlers Lust am Töten, sprich sein negrophiler Charakter, seine Verlogenheit und Treulosigkeit im menschlichen und im politischen Bereich. Neumayr zitiert Fromm, um den Narzissmus von Hitler zu verdeutlichen: "Er interessiert sich nur für sich selbst, für seine Begierden, seine Gedanken, seine Wünsche; er redet endlos über seine Ideen, seine Vergangenheit, seine Pläne; die Welt interessiert ihn nur, soweit sie Gegenstand seiner Pläne und Begierden ist; andere Menschen spielen für ihn nur eine Rolle, soweit sie seinen Zwecken dienen und dafür benutzt werden können; er weiß immer alles besser als die anderen. Diese Sicherheit bezüglich der Richtigkeit der eigenen Pläne ist ein typisches Kennzeichen eines intensiven Narzissmuss."Narzissistischer Größenwahn lag auch bei Stalin vor.Machtwahn, Verfolgungswahn und Größenwahn sind Merkmale von paranoiden Persönlichkeiten. Stalin war extrem paranoid, wie der Autor nachweist.
Alle drei Personen haben aufgrund ihrer psychischen und physischen Krankheiten unsägliches Leid und Tod über die Menschheit gebracht.

Es empfiehlt sich insofern sich mit den Krankheitsbildern auch von noch lebenden Machthabern auseinanderzusetzen, um rechtzeitig Strategien zu entwickeln, sie an ihrem despotischen Tun hindern, das mit weiterem Machtzuwachs keineswegs geringer wird. Die Einweisung in die Psychatrie wäre mit Sicherheit die sinnvollste Strategie. Leider läßt sie sich bei Machthabern, die am Zenit ihrer Laufbahn stehen, nur schwer durchsetzen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht nur für Mediziner 22. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Gerne habe ich in diesem Buch gelesen. (Vermeintliche) Persönlichkeiten wie Napoleon oder Hitler üben schon lange eine besondere Faszination auf die Menschen aus, sodass man sich früher oder später fragen wird: Wieso sind Menschen zu solch erschreckenden Gräueltaten fähig? Wie konnten sie derart rasch aufsteigen und die Macht übernehmen?

Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und man erfährt Einiges, was hinter diesen Gesichtern steckt. Genauer: Über deren Psyche und deren körperl. Verfassung insgesamt. Diese Erarbeitung ermöglicht es einem, die von diesen Menschen durchgeführten Taten vielleicht nachvollziehen zu können, wobei mir das noch zu nett ausgedrückt ist. Man begreift die Zusammenhänge - mehr nicht.

Man erfährt auch sehr viel um das "Drumherum". Damit meine ich die Menschen, die um Hitler, Napoleon und Stalin herum agierten und direkt etwas mit ihnen zu tun hatten.

Leider dehnt der Autor die Zusammenfassungen der jeweiligen Personen zu sehr aus, sodass bereits Gesagtes sich abermals wiederholt. Vielleicht nicht schlecht, um das erstandene Wissen zu vertiefen, da man zu diesem Zeitpunkt einiges an Informationen intus hat - in meinem Fall jedoch hat es mich zeitweilig aber eher genervt.

Ansonsten ein wirklich lesenswertes Buch!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Da wird doch behauptet Hitlers Leichnam sei seziert worden. Aua! Hitler erschoss sich und die Leiche wurde verbrannt. Ein gewaltiger Fehler eines eher langweilig geschriebenen Buches. Die Krankheiten selbst werden kaum behandelt - es handelt sich hauptsaechlich um Kurzbiografien der drei Diktatoren. Erst am Ende einer Biografie wird auf den letzten paar Seiten auf die Krankheiten naeher eingegangen. Daher ein Stern! Wirklich empfehlenswert ist es nicht und der Titel eher verwirrend.
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