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Krankes Geld - kranke Welt: Analyse und Therapie der globalen Depression
 
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Krankes Geld - kranke Welt: Analyse und Therapie der globalen Depression [Broschiert]

Gregor Hochreiter
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 264 Seiten
  • Verlag: Resch-Verlag; Auflage: 1., Auflage (28. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935197942
  • ISBN-13: 978-3935197946
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 172.235 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit milliardenschweren Rettungspaketen versuchen Regierungen und Zentralbanken seit geraumer Zeit gegen die Wirtschaftskrise vorzugehen. Doch diese Maßnahmen wirken nur aufschiebend und werden die Rezession zu einem späteren Zeitpunkt umso schärfen ausfallen lassen, argumentiert der Ökonom und Buchautor Mag. Gregor Hochreiter. Die Wurzel des Übels, so Hochreiter, liege in der beständigen Ausweitung der ungedeckten Geldmenge über den Kreditmarkt. In diesem soeben erschienenen Buch "Krankes Geld - Kranke Welt" beschreibt Hochreiter in für Laien verständlicher Sprache die ökonomischen Hintergründe und Dynamiken der Wirtschaftskrise und wie diese die privaten Ersparnisse und das Gemeinwohl bedrohen. Er zeigt, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Therapie des konjunkturellen Auf und Ab geeignet sind. Die Ausgangslage Seit Jahrzehnten flutet das moderne Bankensystem die Märkte mit inflationären Scheinwerten in immer höheren Dosen. Der permanente Wertverlust des Geldes ist nur eine der Folgen dieser durch und durch kurzsichtigen Politik. Sie verteilt zudem in großem Stile Vermögen um und trägt so zur Destabilisierung des gesellschaftlichen Gefüges bei. Wiener Schule gegen Keynesianismus und Monetarismus Gestützt auf den Ansatz der "Wiener Schule der Ökonomie" (Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek, Guido Hülsmann) legt Hochreiter dar, wie die Inflationierung zunächst einen Boom hervorruft, doch den Keim der Rezession von Beginn an in sich trägt. Der Boom entpuppt sich nicht als Segen, sondern Erkrankung. Eine Rezession ließe die Wirtschaft wieder gesunden, doch die Rezession mit Zinsensenkungen zu bekämpfen, heißt das Feuer mit Benzin zu löschen. Der Autor beleuchtet auch die Hintergründe der weithin missverstanden "Großen Depression" der 30er Jahre. Er zeigt, wie mit den Methoden der "Wiener Schule", der dem Mainstream aus Keynesianismus und Monetarismus fundamental widerspricht, die Lösung ausgesehen hätte. Der extrem verengte wirtschaftspolitische Diskussionsrahmen erfährt so die dringend nötige Aufweitung. Überwindung der Wirtschaftskrise Im letzten Teil begründet der Autor die erforderlichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Überwindung der Wirtschaftskrise zu ergreifen sind; dazu gehört, die Krise nicht mit den Mitteln zu bekämpfen, die zur Ursache der Krise zählen. Hochreiter spricht auch einen zur Zeit vehement diskutierten Gedanken an: Das seit der Mitte des 19.Jahrhunderts bestehende inflationäre Bankensystem ist nicht nur ökonomisch bankrott. So weist der Autor abschließend auf die enge Verbindung zwischen den der Wirtschaftskrise zugrundeliegenden ökonomischen Scheinwerten und dem moralischen Werteverfall hin. Nicht nur im Umgang mit dem Geld begnügen wir uns mit Scheinwerten, weil Quantität statt Qualität die verkehrte Devise der Gegenwart lautet. Statt sich mit dem Schein zufrieden zu geben, sollten wir es wagen, die Ursachen aufzuzeigen. Dazu leistet die Analyse von Hochreiter einen unverzichtbaren Beitrag. In den USA hat bereits in einigen einflussreichen Kreisen dieses Umdenken eingesetzt. Es wäre zu wünschen, dass in Europa die Zusammenhänge erkannt werden und argumentativ um das richtige System gerungen wird.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Falsche Theorien führen notwendigerweise in die Katastrophe. Wer die Bedrohung nicht erkennt, weil sie begrifflich nicht erfassbar ist, wird von einem Börsenkrach, einer Hyperinflation oder einem Staatsbankrott überrascht. In für jedermann verständlicher Form gibt Gregor Hochreiter dem Leser das Rüstzeug, die tatsächlichen Ursachen der aktuellen Finanz-/Wirtschaftskrise, die eigentlich eine Verschuldungskrise ist, zu erkennen. Hinter dem Versuch, der Wohlstandsentwicklung über die künstliche Mehrung des Geldangebots nachzuhelfen, steckt der Hauptgrund für die wiederkehrenden Wirtschaftskrisen. Hochreiter entlarvt die Verschuldungsorgien von Politik und Geschäfts-/Zentralbanken als staatlich legitimiertes Schneeballsystem, dessen garantierter Zusammenbruch die Gefahr eines erneuten totalitären Staates heraufbeschwört. Trotz der düsteren ökonomischen Zukunft schafft es Hochreiter, sinnvolle Perspektiven für das eigene Handeln aufzuzeigen. Gerade dies macht das Buch neben der meisterhaften Analyse der gesellschaftlichen Realität zu einem der wichtigsten Bücher der letzten Jahre.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch bietet am Beispiel der aktuellen Finanzkrise eine Einführung in die Konjunkturtheorie.

Nach einer Definition und kurzen Geschichte des Geldes werden die wichtigsten Begriffe definiert. Inflation ist demnach die Ausweitung der nicht durch Gold gedeckten Geldmenge, Deflation das Gegenteil. Teuerung bedeutet steigende Preise, Vergünstigung sinkende Preise. In den Wirtschaftswissenschaften werden diese Begriffe leider nicht strikt getrennt, sodass dann nach den Ursachen der Inflation (korrekt: Teuerung) gesucht wird, ohne die Ausweitung der (ungedeckten) Geldmenge durch die Zentralbank zu beachten. Man schiebt die Teuerung dann einfach auf Spekulanten, Öl- oder Energiekonzerne, welche jedoch ihrerseits nur auf die Geldpolitik reagieren. Inflation führt u. a. zu kurzfristigem Denken, Scheingewinnen, Vermögensumverteilung, Teuerung und untergräbt auf die Dauer die Moral der Gesellschaft.

Geld wird heutzutage nicht einfach von der Regierung oder deren Zentralbank gedruckt, sondern von den Geschäftsbanken "geschöpft". Durch die geltenden Mindestreservesätze können die Banken das bei ihnen eingezahlte Geld mehrfach verleihen. Bei einem System mit 100-%-Reserven könnten Sichteinlagen nicht verliehen werden und die Banken würden für die Kontoführung Gebühren verlangen. Da die Banken die Einlagen der Kunden jedoch in der Realität nicht vorhalten (sie sind ja zwischenzeitlich verliehen worden), ist das Finanzsystem notwendiger Weise fragil und es kann zu Bankenstürmen kommen, wenn viele Kunden ihr Geld abheben wollen.

Eine Konjunkturtheorie sollte erklären können, warum es immer wieder zu gehäuften Fehlentscheidungen von Unternehmern kommt. Dass Unternehmer Fehler machen, gehört zur Marktwirtschaft; aber warum sollte sich die Mehrheit gleichzeitig irren? Die einzige korrekte Konjunkturtheorie ist die der Wiener bzw. Österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre. In einer freien Marktwirtschaft findet sich durch Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht auf dem Kreditmarkt (natürlicher Zins). Die Banken können jedoch durch Geldschöpfung mehr Geld verleihen, als ihnen angeboten wird (Zirkulationskredit); dadurch senken sie den Zins unter das Niveau des natürlichen Zinses. Der zu niedrige Zins sendet dann fatale Signale aus: (1) Sparen lohnt sich nicht, sodass die Leute ihr Geld abheben und ausgeben; (2) die Unternehmen investieren mehr. Man kann das Geld jedoch nur einmal verwenden; die Entscheidungen der Unternehmer entsprechen nicht den Wünschen der Kunden. Es kommt zu Fehlinvestitionen. Wenn der Zins steigen sollte (die Zentralbank veranlasst das, wenn Teuerung vermieden werden soll), werden die Fehlinvestitionen unrentabel und es kommt zu Arbeitslosigkeit. Die Banken schränken dann die Kreditvergabe ein, weil die Sicherheiten ihrer Schuldner wertlos sind und sie nicht selbst zahlungsunfähig sein wollen. In diesem Fall kann man eine Deflation zulassen, was über sinkende Preise zu einer Belebung der Wirtschaft führt. Die Zentralbank kann aber auch über eine erneute Zinssenkung und passende Maßnahmen versuchen, eine Rezession zu vermeiden. Das verschiebt aber nur die notwendige Korrektur; sie ist unvermeidlich.

Ein Blick auf die Weltwirtschaftskrise von 1929 zeigt, dass diese durch die zu lockere Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank unvermeidlich wurde. Die Zentralbank sorgte damals zwar für relativ stabile Preise; aber ohne ihre Geldpolitik wären die Preise auf Grund des Wirtschaftswachstums gesunken. Präsident Hoover verschärfte die Weltwirtschaftskrise durch höhere Zölle, welche einen weltweiten Handelskrieg auslösten. Präsident Roosevelt setzte diese Politik der Staatseingriffe fort (Schwächung des Goldstandards, hohe Steuern, Regulierungen, Preiskontrollen, unproduktive Beschäftigungsprogramme). Als sich eine Erholung der Wirtschaft abzeichnete, trat 1937 eine neue Gesetzgebung zu Gunsten der Gewerkschaften in Kraft, was über steigende Löhne zwangsläufig zu höherer Arbeitslosigkeit führte. Man kann deshalb im Gegensatz zu dem heutigen Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank, Prof. Bernanke, aus der Weltwirtschaftskrise nicht die Lehre ziehen, dass man eine Deflation vermeiden müsse. Gerade die Vermeidung einer notwendigen Deflation durch die Regierung vertiefte und verlängerte die damalige Große Depression.

Was bringt uns die Zukunft? Es gibt drei mögliche Szenarien:

1. SOZIALISMUS. Die Krise kann die Bevölkerung dazu verleiten, dem Staat mehr Macht zu geben (siehe u. a. die Diskussion um das Bankgeheimnis in Liechtenstein). Das bedeutet, dass der Markt durch Politik ersetzt wird. Durch die schrittweise Zurückdrängung der Geldwirtschaft muss der Lebensstandard sinken; das Endergebnis ist eine diktatorische Planwirtschaft.

2. NIEDERGANG. Das System der staatlichen Zentralbanken kann durch entsprechende Geldpolitik noch einige Jahrzehnte überdauern. Irgendwann wird es wie das Römische Reich an staatlichen Interventionen, unbezahlbarem Sozialstaat und wertlosem Geld zu Grunde gehen.

3. KAPITALISMUS. Wenn man einen harten Übergang mit hoher Arbeitslosigkeit, vielen bankrotten Firmen und vorüber gehendem Chaos in Kauf nimmt, kann eine nachhaltige Reform des Systems gelingen. Dazu sind mehrere Maßnahmen erforderlich: (1) Entmachtung (besser: Abschaffung) der Zentralbanken, (2) Einführung eines (möglichst privaten) Warengeldes wie Gold oder Silber sowie (3) strikte Befolgung einer 100%igen Deckung von Sichteinlagen (Termineinlagen können weiterhin verliehen werden). Nur der Kapitalismus vermeidet Konjunkturzyklen. Die Sozialhilfe müsste dann allerdings durch private Wohltätigkeit ersetzt werden.

Der Anhang des Buches gibt einen Überblick über das Werk der bedeutendsten Vertreter der Wiener Schule (Menger, Böhm-Bawerk, Mises, Hayek, Rothbard) und schlägt weiter führende Literatur vor.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Alle Definitionen sind kristallklar und die daraus abgeleiteten Konsequenzen und Analysen folgerichtig. Die Darstellung der Konjunkturtheorie ist zwar relativ kurz, aber gut gelungen. Sie wird an Hand von Hayek'schen Dreiecken dargestellt, welche die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Produktionsstruktur der Volkswirtschaft veranschaulichen. Aktuell anmutende Zitate aus den letzte 200 Jahren, Diagramme, Tabellen und Übersichten runden das Buch ab. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Bankenkrise bzw. Konjunkturpolitik interessiert. Aspekte der Bankenkrise, die nicht die Geldpolitik betreffen (z. B. die US-Hypothekenvermittler Fannie und Freddie bzw. die amerikanische Gesetzgebung) werden jedoch nur am Rande erwähnt, weil sie nicht dem Schwerpunkt auf Konjunkturtheorie entsprechen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Gründe für die Finanzkrise des gerade begonnenen 21. Jahrhunderts liegen tiefer als es den Anschein hat. Dies arbeitet der Autor, der auch die Praxis kennt, in ungewöhnlicher Weise heraus. Er steht dabei in der Tradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, läßt aber auch katholisches Gedankengut und die Erkenntnisse eines Leopold Kohr einfließen. Werte sind mehr als materielle Werte - und der Geist, der die Welt des Geldes bewegt, kann das Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen lebendig machen oder diesem eben schaden. Das Buch beleuchtet Wirtschaft, Finanzen und eben das durchaus entscheidende Geld als Blutkreislauf (Roland Baader) menschlichen Schaffens und Wirkens sehr umfassend und angesichts zahlreicher Aspekte heraus. Hier werden fundamentale und nahezu unsichtbare aktuelle Fehlentwicklungen gut deutlich. Der Leser wird überrascht sein, welche wertvollen Erkenntnisse möglich sind, betrachtet man Geld einmal ganz grundsätzlich. Es wird anschaulich und verständlich, daß das heutige "Geld" entscheidend anders ist, als es früher war - und als es sein sollte, will man dem unseligen Treiben ins wirtschaftliche und menschliche Siechtum wirksam begegnen. Nicht mehr staatliche Regeln noch mehr "Globalisierung" und Vereinheitlichung können positives bewirken. Es kommt auf ein tieferes Verständnis an, im eigenen Handeln und dem Zusammenwirken der Handlungen von Menschen, die wissen, was sie tun. Hier finden sich Ansätze der Praxeologie eines Ludwig von Mises ebenso wieder wie auch eine überzeugende Weiterentwicklung der von diesem erkannten Gesetzmäßigkeiten. Die Lektüre des Buches orientiert den Leser und offenbart ihm eine Richtung, die er vielleicht schon ahnt, deren Artikulierung eine Leistung ist, die Dienst an unser aller Zukunft ist. Mehr wird nicht verraten, lesen sie selbst. Es lohnt sich. Kritisch angemerkt sei, daß das Buch ein weiteres Lektorat verdient gehabt hätte, um den einen oder anderen Fehler, den der Text leider enthält, vermieden zu haben. Trotzdem ist dem Verlag zu danken, daß er sich dieses Buches, erfrischend abseits des gängigen Krisenunverständnisses, angenommen hat.
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