Ich habe das Buch verschlungen; es ist schön, zärtlich, weise und anrührend. In ganz eigener Sprache und sehr poetisch erzählt der Autor von Jugend und Kindheit im orthodoxen Judentum Ungarns. Keine Stetl-Nostalgie, sondern viele eindrucksvoll beschriebene Szenen, in denen auch Schrecken und Armut eine Rolle spielen. Der bewunderte Vater ist auch grausam in seiner Glaubensstrenge, die Umwelt oft feindselig ... Ein großes Buch, jedem empfohlen, der sich für das jüdische Denken und Fühlen interessiert. Es endet mit einer Vision des Friedens, die manchmal naiv wirkt, aber vielleicht gerade deshalb in einer Welt des zynischen Geschwätzes und der Oberflächlichkeiten viele Menschen erreichen kann.