Ich versuche mich durch Lesen dem Thema zu nähern und möchte mehr über die Hintergründe der Runen erfahren, ehe ich zum Orakeln komme.
Irritierend aber doch übergeordnet hilfreich war Spißbergers Runenmagie (Originalausgabe 1968), weil er Rithen beschreibt, bspw. um eigene Runen herzustellen. - Wers mag...
Das vorliegende Werk von Drexler nutzt die Futhark Reihe, 18 Runen. Drexler leitet ein, dass sie beim betrachten des Runenkalenders die Idee hatte, die Runen im Kreis geschrieben, mit der Schöpfung zu assoziieren. Genau das tut sie im vorliegenden Werk sehr ausführlich. Dabei stützt sie sich intensiv numerische Verflechtung durch Quersummenbildung. Sie deutet die Schöpfungstage mit Fa vom Schöpfungswillen zu Is, dem Paradies, und findet zu den Runen Nummer 1-9 die entsprechende Schattenrune durch Quersummenbildung (Rune Odil steht an 18. Stelle also 1+8=9. Rune Nummer 9 ist Rune Is. Somit ist Odil Is' Schattenrune, bzw. Gegenrune.)
Das Buch ist interessant und sicherlich nicht an den Haaren herbei gezogen. Es liefert einen weiteren Deutungsversuch den Runen die Geschichte ihrer Herkunft zurück zu geben. Für Orakolixe ist das Buch erst einmal nichts. Allerdings habe auch ich sehr schnell begriffen, dass es nicht ausreicht, sich Runen zu malen und loszulegen, weil ihnen weit mehr Sinn hinterliegt und großer Respekt und große Wertschätzung entgegen gebracht werden sollte. Weshalb eine intensive Kenntnis wichtig ist. Denn, Spießberger warnt, Runenkräfte können sich auch gegen den mißbräuchlichen Umgang wenden.