Ich habe mir das Buch bestellt, obwohl ich das Cover etwas abschreckend fand. Insgesamt liest sich das Buch ganz gut weg. Allerdings fand ich es hier und da ein wenig holprig und die Themen gehen unvermittelt ineinander über. Vor allem aber habe ich bemerkt, dass es zum Nachdenken anregt. Warum handele ich, wie ich handele? Bin ich selbst ein Gewissensmensch? Sollte ich im Job Dinge anders machen? Vor allem in Tagen wie diesen, wo die Zeitungen voll sind mit großen Skandalen und Unerhörtheiten muss man sich fragen, ob große Gewissensverstöße nicht die Konsequenz aus vielen kleinen Verfehlungen sind. Nach dem Motto: Wehret den Anfängen. Das Problem allein: Wir spüren die Anfänge meist nicht mehr. In dem Buch zeichnet Frau Taddonio verschiedene Personenportraits und spannt einen weiten Bogen von Sokrates über Luther und Galilei bis hin zu Langhans. Das macht den Leser nicht dümmer. Am Spannendsten finde ich aber wie gesagt mögliche Bespiegelungen des eigenen Verhaltens.