Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein traumhaftes Märchen - einfach mal lesen und genießen , 3. September 2008
Zunächst möchte ich mich bedanken. Auf Grund der Empfehlung bei Amazon konnte ich dieses wunderbare Buch kennen und schätzen lernen. Es war ein schönes Erlebnis, das 4Stunden dauerte und mich dieses Buch an einem Stück durchlesen lassen musste :-)
Krabat - das ist ein 14jähriger Waisenjunge, im Großraum Lausitz/Dresden, im 17.Jahrhundert, der ein Bettlerleben führt. Eines Tages sucht er sein Glück bei einem Müllermeister, der ihn zu sich lockt und als Geselle anstellt. Sofort stellt sich heraus, dass mehr hinter dem "Meister" stecken muss. Dunkle Magie, Intrigen, Täuschungen, Vertrauen, Freundschaft, Rache und ja, auch die Liebe zeichnen die folgende Geschichte aus. Dies alles bildet eine zauberhafte Erzählung, die märchenhaft und spannend beschrieben wird.
Ausdrücklich kann ich das Buch auch Kindern zum Lesen empfehlen. Sicher, es sterben auch (wenige) Menschen in der Geschichte - ist schlimm, aber dies wird nicht detailliert beschrieben. Und ganz nebenbei, auch bei Hänsel und Gretel stirbt jemand ;-) Das Buch ist nicht zu gruselig und auch nicht zu spannend, es befindet sich dabei in etwa auf dem Niveau der Grimm-Märchen. Auch Erwachsene können sich ohne Zweifel dem Werk von Preußler zuwenden. Es ist ein phantastisches Abenteuer des jungen Krabat, der mit vielen Themen zu kämpfen hat, die auch heute noch mehr als aktuell sind (wie z.B. Freundschaften, Nächstenliebe, Helfen und Gerechtigkeit).
Otfried Preußler hat dem Leser hier ein Buch gebracht, das nicht ohne Grund zahlreiche Jugendliteraturpreise gewonnen hat. Auch wenn ich mich anfangs in den ungewohnten Schreibstil/Satzstellung einleben musste, ist es sehr gut geschrieben. Leider bleiben für mich viele Fragen am Ende und zwischen durch offen. Wer ist der Gevatter und warum eigentlich? Wer ist Juro und was steckt hinter ihm? Was sollte Pumphutt in der Geschichte genau? Aber offene Enden gehören ja zu Märchen, damit man was zum Spekulieren hat ;-) auch wenn das Ende leider viiiiel zu abrupt war
5 Sterne, bitte unbedingt kaufen oder ausleihen - egal, hauptsache lesen! Ich werde dieses Buch garantiert irgendwann ein zweites Mal mir vornehmen und genießen...
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kinderbuchveteran mit Topqualitäten, 1. Juli 2008
Ich kenne das Buch schon aus meiner Kindheit - kein Wunder, wenn ich (Jg. 1968) in Schwarzkollm aufgewachsen bin, noch dazu in der einzigen im Ort verbliebenen, und bis 1972 als Kleinunternehmen betriebenen Mühle ... die in den 80er / 90er Jahren besonders zu Ostern gern von Reisenden aus dem (deutschsprachigen) Europa besucht wurde - so daß sogar ein original- unterzeichnetes Buch von Otfried Preußler vorhanden ist.
Regionale und politische Gründe sorgten dafür, dass bis zur Wende in der Lausitz eher die Version von Juri Brezan bekannt war, während in Westdeutschland das vorliegende Werk sehr bekannt wurde.
Die Krabat- Sage ist zwar keine Preußler- Erfindung, sondern D I E historisch- dramatische Geschichte der lausitzer Sorben schlechthin. Herr Preußler hat jedoch die mit Abstand populärste, spannendste und auch meiner Meinung nach beste Version dieser Geschichte verfasst.
Vielleicht hat ihm dabei die Nachkriegszeit geholfen, in der er in unserer Gegend war: authentisch sind jedenfalls die beschriebenen (Hoch)Moorlandschaften, Trostlosigkeit / bedrückende Stimmung des schon immer sehr armen Landstrichs, Ortsnamen, das früher karge / einfache Leben der Sorben bzw. Dörfler.
Die Geschichte hat alles, was für Spannung /Begeisterung / Sympathie der (jungen) Zuhörer notwendig ist: klar umrissene "Helden"- und "Gegenspieler"- Charaktere, die den allseits so bekannten und doch immer wieder interessanten Kampf von Gut und Böse zelebrieren, Dramatik, eine Liebesgeschichte und - natürlich, wie in jedem "Märchen" und den meisten Sagen - ein happy end. Das dabei auch Erwachsene durchaus auf ihre Kosten kommen, spricht für das literarische Potential des Sagenstoffs und die Professionalität des Schriftstellers.
Die manchmal altmodische Sprache mag nicht jedermanns Sache sein - passt jedoch gut zur Geschichte selbst und ist m.E. allemal besser als ein Großteil der heute verfügbaren modernen Kinderbuch- Kreationen. Darüber hinaus sind auch viele andere O. Preußler - Erfolgsbücher (z.B. Die Kleine Hexe, Der Räuber Hotzenplotz) in ähnlichem Schreibstil verfasst.
Aufgrund der düsteren Passagen ist das Buch für die ganz kleinen "Leseratten" sicher weniger geeignet (Vorsicht: Nachtschreck!).
Fazit: Ein echter Otfried Preußler, eben Qualität von der ersten bis zur letzten Seite.
P.S. Ein neuer Krabat- Kinofilm (es läuft das Gerücht, dass auch Daniel Brühl mitspielt) soll im Herbst 2008 in Berlin Uraufführung haben.
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Komm nach Schwarzkollm, zur Mühle im Koselbruch !, 12. August 2008
In meiner Kindheit gehörten einige Bücher von Ottfried Preußler zu den absoluten Highlights der damaligen Lektüre.
Auch heute noch machen Bücher wie Hotzenplotz" großen Spass, den dafür denke ich ist man niemals zu alt.
Irgendwann zu Beginn des Internetzeitalters habe ich auf einigen Seiten gestöbert um mehr über den Autor Ottfried Preußler zu erfahren und dabei stieß ich natürlich auch auf sein Werk Krabat". Irgendwie kam mir das ganze bekannt vor und ich erinnerte mich wieder das wir es in der Schule als Lektüre gelesen hatten, ich aber zu der Zeit wenig Interesse an schulischen Dingen hatte.
So besorgte ich mir das Buch nochmals und habe es dann an zwei Tagen in mich hineingesogen. Das Buch zu beschreiben ist sehr schwer, aber ich lese seit über zwanzig Jahren sehr viel und muss zugeben das Krabat" eines der faszinierendsten Bücher ist die ich überhaupt gelesen habe.
Ottfried Preußler nimmt uns mit auf eine spannende und auch düstere Reise ins Wendland des 17.Jahrhunderts mi. Dort lebt der Waisenjunge Krabat der in seinen Träumen immer die Worte Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht dein Schaden sein" hört. Er macht sich auf den Weg dorthin und beginnt eine Lehre als Müller in der Mühle im Koselbruch. Dort aber gehen geheimnisvolle Dinge vor sich und Krabat wird von seinem Meister zusammen mit elf anderen Müllerburschen zum Zauberer ausgebildet. In dem Altgesellen Tonda findet Krabat seinen besten Freund der Ihm immer wieder hilft die schwere Lehrzeit zu bewältigen. In der Sylvesternacht aber stirbt Tonda plötzlich und kurz darauf ist schon ein neuer Lehrling da der Tondas Platz einnimmt. Krabat ahnt allmählich das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht und kommt dem dunklen Geheimnis der Mühle im Koselbruch langsam auf die Spur.
Viel mehr will ich an dieser Stelle über den Inhalt nicht verraten, den manche haben es nicht ganz begriffen das man in solchen Rezensionen nicht den gesamten Inhalt verraten sollte wie es hier schon geschehen ist.
Krabat" ist ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legt und das den Leser fesselt wie nicht viele Bücher. Es gibt Stellen bei denen es einem eiskalt über den Rücken läuft, wie in der Sylvesternacht als Tonda die Hand auf Krabats Stirn legt und ihm wünscht das er gut ins neue Jahr hinüberkommen soll. Das Buch ist düster, spannend und an manchen Stellen auch gruselig.
Das Buch wurde mehrfach mit dem Buchpreis des besten Buches in verschiedenen Ländern ausgezeichnet und gehört für mich zur Pflichtlektüre für alle Bücherwürmer.
Krabat" ist einfach geschrieben und macht bestimmt auch den kleinen Bücherfreunden Spass zu lesen. Ich will es an dieser Stelle nicht mit den Abenteueren von Harry Potter vergleichen zumal es von Krabat" nur dies eine Buch gibt und das ist nicht allzulang, aber es ist ein Buch das einen süchtig macht und das man immer wieder lesen kann.
Große Freude kommt bei mir auf wenn ich an den 09.Oktober 2008 denke, den da kommt Krabat endlich ins Kino. Bisher gab es ja nur einen tschechischen Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1979. Dabei gefällt mir besonders das es ein deutscher Film mit deutschen Schauspielern ist. Der Trailer lässt auf einen guten Film hoffen.
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