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Krabat
 
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Krabat

David Kross , Daniel Brühl , Marco Kreuzpaintner    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Preis für alle drei: EUR 23,12

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Produktinformation

  • Darsteller: David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl
  • Regisseur(e): Marco Kreuzpaintner
  • Komponist: Niki Reiser
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 27. März 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 115 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001QLJJXG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.990 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

1646: Der 30-jährige Krieg und die Pest haben in Europa gewütet, 100.000 von Menschen haben ihr Leben verloren, viele Tausende mehr bleiben in Elend und Hunger zurück. In diesen dunklen Zeiten zieht der 14-jährige Waisenjunge Krabat als Betteljunge umher. Ein Traum lockt ihn in die Mühle von Schwarzkollm im Oderbruch, wo er zu seiner großen Freude als Müllerbursche aufgenommen wird. Zwar muss er schwer schuften und nicht alle Burschen sind ihm wohl gesonnen, aber im Altgesell Tonda findet er einen guten Freund, der ihm stets hilfreich zur Seite steht. Eines Nachts wird er Zeuge, wie der Furcht erregende Gevatter eine seltsame Lieferung für die Mühle bringt. In der Osternacht wird Krabat schließlich in die dunklen Geheimnisse der Mühle eingeführt und ist schon bald ein gelehriger Schüler des Meisters, der die Müllerburschen die Schwarze Magie lehrt. Doch als er der schönen Kantorka begegnet, verliebt Krabat sich in das Mädchen aus dem Dorf und will die Mühle verlassen. Jetzt erst lernt er die furchtbare Macht des Meisters wirklich kennen. Einzig in der Liebe zur Kantorka liegt seine Rettung. Doch um seine Freiheit wieder zu erlangen, müssen die Liebenden gemeinsam dem übermächtigen Meister entgegen treten.

Wie aus fernen, längst vergangenen Zeiten klingt das sorbische Volksmärchen um den Müllerburschen Krabat hinein in unsere Gegenwart. Otto Sander gibt als Erzähler die Stimmung vor: Dunkle Zeiten sind es, in denen Krabat lebt, und nur allzu leicht ist es, sich den finsteren Mächten anheim zu geben, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen, um dem Elend der Welt vorgeblich entfliehen zu können. Doch am Ende zeigt sich, wie es sich für ein Märchen gehört, das die Liebe stärker ist als alle Zaubermacht.

Bildgewaltig und prächtig ausgestattet hat Regisseur Marco Kreuzpaintner das preisgekrönte Jugendbuch von Otfried Preußler umgesetzt. Bereits 1977 legte der Tscheche Karel Zeman eine stark stilisierte Zeichentrickfassung vor. Kreuzpainters aufwändige Realverfilmung orientiert sich visuell stärker an Fantasy-Filmen wie der Herr der Ringe, bleibt dem Geist der Vorlage aber treu. Kreuzpaintners Krabat hält sich nicht in jedem Detail an das Buch und schlägt aus filmischen Gründen manchmal einen anderen Weg ein. Aber nach wie vor gilt: Es ist die Geschichte, die den Film trägt, und die Zuschauer uneingeschränkt in ihren magischen Bann zieht. Die Schauspieler, allen voran David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober und Christian Redl, erwecken ihre Charaktere glaubwürdig zum Leben und verkörpern überzeugend den inneren Konflikt der Müllerburschen um Liebe, Loyalität, Freundschaft und die Versuchungen des Bösen: Alles hat seinen Preis. Der Film ist zu Recht ab 12 Jahren freigegeben, da er sehr düster ist und vor allem für jüngere Zuschauer, die das Buch nicht kennen, einige Schockmomente birgt. -- Ellen Große

Movieman.de

Selbstverständlich hat jeder Leser eines Buches andere Vorstellungen davon, wie eine Verfilmung desselben aussehen sollte. Allzu häufig geht man deshalb auch enttäuscht aus einem Film. Im Falle von "Krabat" ist dies leider ebenso der Fall, denn Marco Kreuzpaintners ("Sommersturm", "Trade - Willkommen in Amerika") letzte Produktion will so gar nicht das Herz des Zuschauers erreichen. Einerseits liegt das daran, dass die Geschichte nicht interessant erzählt wird, das Tempo nicht stimmt und dabei auch zentrale Motive fehlen, andererseits vermag auch keine Sympathie für die Figuren entstehen, so dass sich der Zuschauer emotional nicht an die Geschichte und ihr Personal gebunden sieht. Umständlich mal nach rechts oder links ausschweifend wabert die Handlung vor sich her und scheint sich nicht entscheiden zu können, was sie uns vermitteln möchte. Von den im preußler’schen Roman vorhandenen Bezügen auf die NS-Zeit oder die Problematik der Machtausübung eines Einzelnen über eine Gruppe von Abhängigen sind nur noch minimale Ansätze erkennbar. Auch wurden aus der, das orttypische Landleben, die Zunft und die Folklore in den Vordergrund stellenden Vorlage vornehmlich die Gruselelemente ausgewählt und mit Effekten aufgemotzt. Man hat nicht das Gefühl, es noch mit einem originären Stoff zu tun zu haben, der seinen Ursprung in einer sorbischen Volkssaga hat. Vielmehr ist "Krabat“ zu einem Actionspektakel verkommen, dem Spannung und wahrer Zauber fehlen. Eine düstere Grundstimmung und Schlamm verschmierte Gesichter reichen nun mal nicht aus, um Atmosphäre zu erzeugen und griffig zu erzählen. Hinzu kommt, dass auch technische grobe Fehler gemacht wurden. So sieht sich eine zentrale Kampfszene so hektisch geschnitten, dass es den Zuschauern mit großem Bildschirm vor lauter Geholper fast schon übel zu werden droht. Auch die Filmmusik vermittelt weder ländliche Romantik, noch historische Nachvollziehbarkeit, sondern sülzt sich mit unpassenden Streichern über die zu bemüht authentisch wirkenden Arbeitsszenen der Müllerburschen. Hinzu kommen die nur mäßigen Schauspielerleistungen. Zu sehr wird schon drehbuchtechnisch Schwarzweißmalerei betrieben, so dass sich einzelne Facetten der Figuren von den durchaus begabten Schauspielern einfach nicht herausarbeiten lassen. David Kross ("Knallhart", "Der Vorleser") nimmt man den milchbubigen Ansatz im ersten Teil definitiv eher ab als die schnauzbärtige Kühnheit des zweiten Teils. Auch Daniel Brühl ("Good Bye Lenin!", "Die fetten Jahre sind vorbei", "Was nützt die Liebe in Gedanken") bleibt blass und stereotyp, mal ganz zu schweigen von den, mit der Eindimensionalität ihrer Rolle kämpfenden Schauspielern Christian Redl ("Der Hammermörder", "Solo für Klarinette", "Yella") und Robert Stadlober ("Crazy", "Sommersturm"). Es mag sicherlich sein, dass sich der ein oder andere Jugendliche durch die Gruselszenen oder die zugegebenermaßen recht gut gelungene Raben-Verwandlung angenehm unterhalten sieht, der Rest des Publikums, insbesondere der Liebhaber des Buches, geht allerdings leer aus. Fazit Seelenlos                                                            

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild der DVD bietet eine große Bandbreite an leuchtenden Farbtönen (00:37:47) und Kontrasten. Auch in dunklen Einstellungen, von denen es sehr viele gibt, werden reichhaltige Schwarzwerte geboten. Die Schärfedarstellung arbeitet auch auf Distanz sauber. Nur selten kommt es in sehr dunklen Szenen zu leichter Grobkörnigkeit in Gesichtern (00:35:23 oder 00:29:19) Rauschen stört die Ansichten selten, allerdings lässt sich hin und wieder ein leichtes Bildzittern in Kameraschwenks entdecken (00:31:43). Akustisch kommt die DVD füllig aber nicht übermäßig Raum ergreifend an. Zu vielen Szenen fehlt es an Hintergrundaktivität (Sauf- und Tanzszene bei 00:33:35). Dennoch werden immer mal wieder einzelne Effekte sehr präzise herausgearbeitet, wodurch ein vitaler Eindruck entsteht (Flügelschlagen von hinten, 00:03:39). Sprachlich klingt das Programm authentisch und dicht. Die Orchestermusik klingt stellenweise ein wenig dick, was dem einen gefallen, den anderen stören mag. Woran es nicht mangelt, sind Extras. Diese beginnen mit einem angenehmen, viele technische Aspekte beleuchtenden Audiokommentar mit Regisseur Marco Kreuzpantner und Kameramann Daniel Gottschalk. Auf der Extra-Disc kommen folgende Boni hinzu: Ein Making Of (19:59 Min.), "Die visuellen Effekte" (12:25 Min.), das Musikvideo "Allein, allein" von Polarkreis 18 (4:04 Min.) und Interviews mit Marco Kreuzpaintner, David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober und Hanno Koffler. In einem weiteren Teil der DVD, der sich "Meisterkammer" nennt, finden sich sieben Hinter-den-Kulissen Clips, Impressionen von den Dreharbeiten (Min.), drei TV-Spots, ein Ausschnitt aus dem Original Hörspiel zum Film und ein interaktiver Rundgang durch die Mühle. --movieman.de


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
120 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Latro
Format:DVD
Das Gute zuerst: Kulissen und Maske sind grandios. Das 17. Jahrhundert wird hier toll zum Leben erweckt.

Leider kommt die Tatsache, dass es sich um eine Zauberschule handelt, praktisch überhaupt nicht zum Ausdruck. Nur eine einzige popelige Szene, in der dann auch gleich noch gekämpft wird ...
Was also Krabat eigentlich qualifiziert, gegen den Meister anzutreten - und so z.B. die Unterstützung und Loyalität von Juro zu gewinnen, - wird nicht deutlich. Er wirkt eher als aufsässiger Halbstarker.

Auch werden die Verlockungen der "schwarzen Kunst" - Macht und Einfluß bei Hofe, die Nachfolge als Müller - und des Lebens in der Mühle - reichlich Essen und ein Dach über dem Kopf, - die der Meister im Buch vor Krabat ausbreitet, überhaupt nicht berührt.
Es wird schlicht und ergreifend zu wenig gezaubert ...

Und dass die Mehrzahl der Gesellen - im Buch - daher an den Zuständen nicht wirklich etwas ändern will, Krabat und Juro also im Geheimen arbeiten müssen, ignoriert das Drehbuch leider. Im Gegenteil, am Ende herscht Friede, Freundschaft, Eierkuchen und selbst die Spitzel sind in Ihrem Herzen gut ;-)

Besonders ärgerlich ist hier auch, dass der Film-Krabat nicht selber den Mut aufbringt, die Kantorka - warum sie so heisst, macht der Film ebenfalls nicht klar, da in den Oster-Szenen lieber eine Pop-Schnulze gespielt wird, statt die Mädchen des Dorfes singen zu lassen, - um Hilfe zu bitten, sondern das hinter seinem Rücken von Lyschko gemacht wird.

Und warum der "Herr Gevatter" wie der Imperator aus Star Wars aussehen muss ...

Fazit:
Als Stand-alone-Film annehmbar, als Buch-Adaption leider schwach.
Angesichts der Komplexität der Geschichte hätte man auch lieber gleich drei Teile drehen sollen ;-)
Aber vielleicht haben wir ja das Glück, dass der Stoff zu unseren Lebzeiten noch einmal zu einer Mini-Serie für das Fernsehen verarbeitet wird. Grosse Special effects sind ja nun wirklich nicht nötig, und man gewänne die Zeit, die Charaktere und Zustände in Ruhe zu entwickeln.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Düsteres Märchen 11. August 2011
Von Manuela Schwab TOP 500 REZENSENT
Format:Blu-ray
Für mich muss ein Film nicht 1:1 nach dem Buch verfilmt werden. Auch ein Regisseur ist Künstler und möchte sein Kunstwerk selbst gestalten und das Buch dient ihm hierzu nur als Vorlage. Es heißt ja auch: nach dem Buch von...

Der Film fängt die Spannung und Düsternis, das Geheimnisvolle und die Angst jedoch sehr gut ein. Die Grundhandlung ist für mich gleich dem Buch. Einzelheiten/Feinheiten fehlen sicherlich, doch für mich tut das keinen Abbruch. Keiner wirkt eindeutig böse schwarz.

Der Film ist eher wie ein Theaterstück aufgemacht, also nicht mit Harry Potter Filmen vergleichbar. Vom Gefühl her halt irgendwie typisch deutsches Bühnenstück, jedoch positiv mit einem Hauch Herr der Ringe (Farben- und Landschaftstechnisch).

Die Farben sind märchenhaft, je nach Situation wechselnd. Düsterkaltweißblauschwarz, warmbraungelb und dazwischen leuchtende Lichtflecke (das rote Kleid des Mädchens, eine gelbe Sommerfeldillusion).

Die Blu-ray hat ein gestochen durchgehend scharfes Bild. Was da manchmal stört ist natürlich, dass man die Tricks dann umso besser erkennen kann, die Green-Screen? (früher Blue-Screen) - also die Wand vor der gefilmt wird um hinterher die Landschaft einzublenden. Die Kanten dieser Wand bzw. die Einblendung (dass das eben keine echte Landschaft ist, in der die Schauspieler sich gerade bewegen) ist deutlich zu erkennen.
Weiteres technisches Manko. Die Darsteller flüstern und nuscheln sich oft einen in den (nicht vorhandenen) Bart und dann muss man extrem laut machen (und versteht trotzdem nicht alles) und gleich wieder extrem leiser, weil einem sonst von der Musik oder dem normal lauten Gespräch dann die Ohren abfallen würden.

Die Story an sich (ist glaube ich hier schon ausgiebigst beschrieben oder bekannt, daher nur kurz): verwunschene Mühle, jedes Jahr muss ein Lehrling geopfert werden, damit der Meister jung bleibt. Dafür unterrichtet der Meister seine Jungs in der Zauberkunst und bietet ihnen gutes Essen und Unterkunft (zu Kriegs- und Pestzeiten für Waisenkinder natürlich fast unwiderstehlich). Das Geheimnis, wie der Fluch gebrochen werden kann, bleibt lange geheim. Die Liebste muss in der Silvesternacht kommen und ihren Geliebten herausfinden. Alle Lehrlinge sind jedoch in Raben verwandelt! Gelingt es ihr nicht, sterben beide...
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92 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein morbides Universum 1. April 2009
Von Ophelia TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
1971 veröffentlichte der deutsche Kinder- und Jugendbuchautor Otfried Preußler seinen Roman "Krabat". Das folkloristische Märchen erzählt eine sorbische Sage vor dem Hintergrund des Nordischen Krieges. (Im Film 30-jähriger Krieg)

Kurz zur Handlung:
Der 14-jährige Krabat verliert seine Mutter an die Pest und zieht fortan mit zwei Freunden bettelnd durch das winterliche vom 30-jährigen Krieg verwüstete Land. Eines Nachts im Traum vernimmt er eine Stimme, die ihn lockt, er solle in die Mühle zum Koselbruch kommen. Es würde ihm da nicht schlecht ergehen. Dem Ruf folgend, gelangt er zu der mysteriösen einsam gelegenen Mühle, deren Meister ihn bereits erwartet und als Lehrling verpflichten will. Krabat schlägt ein, muss aber bald feststellen, dass die anderen Lehrlinge ein rauer Haufen sind und ihn nicht gerade herzlich willkommen heißen. Vorerst findet er nur in Tonda dem Altgesellen einen Freund. Er beobachtet seltsame Dinge, die des Nachts vor sich gehen und muss erkennen, dass die Burschen nicht nur das Müllerhandwerk erlernen, sondern auch ein anderes Handwerk: Das der Schwarzen Magie.
Durch seinen Fleiß erkämpft sich Krabat das Wohlwollen des Müllers und wird endgültig in den Kreis der Mühle aufgenommen - auch als neuer Schüler der dunklen Zauberei. Sie verleiht ungeahnte Kräfte. Zunächst genießt er die neugewonnene Macht und die aufkeimenden Gefühle zur jungen Kantorka. Doch dann offenbart Tonda ihm das eigentliche Geheimnis der Mühle. Jedes Jahr opfert der Müller einen der Lehrlinge, um sein eigenes Leben zu verlängern. Bei Winterneumond bringt Gevatter Tod Gebeine, die unter ohrenbetäubendem Lärm von riesigen Mühlrädern zermahlen werden....

Die Umsetzung der Vorlage:
Der Romanautor selbst, soll mit der Verfilmung zufrieden sein. Also ich persönlich bin nicht nicht wirklich zufrieden. Ich finde den Film zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gelungen. Ich bin erst mal froh, dass meine Erwartungen einer stark actionlastigen Verfilmung nicht eingetroffen sind, der Film meist ein ruhiges Erzähltempo vorlegt und eine Erzählstruktur besitzt, die der literarischen Vorlage angemessen ist. Die allgegenwärtige gruselige Bedrohlichkeit wird zum Glück nicht "monstermäßig" überbetont sondern bleibt auch im Film einigermaßen subtil. Ein Kinderfilm ist "Krabat" allerdings nicht geworden. Regisseur Marco Kreuzpaintner hat schon ein ausgesprochen düsteres Drama geschaffen.
Die drei Lehrjahre Krabats wurde auf zwei gestrafft. Und manche Stränge wurde herausgekürzt, was ich nicht schlimm finde. Der Komplexität eines Buches kann man in zwei Stunden Filmzeit sowieso nicht gerecht werden und Kürzungen sind da wie immer unvermeidlich. Ich erwarte auch gar nicht, dass das Buch 1.1 umgesetzt wird. Im Gegenteil. Der Film soll schließlich unabhängig sein. Deshalb möchte ich mich auch gar nicht weiter damit aufhalten, die weiteren kleinen Änderungen aufzuzählen, was unsinnig wäre.

Diese Punkte haben mich aber sehr gestört:

1.An entscheidenden Stellen hätten der Inszenierung ein paar Schaufeln voll Mut gut getan. Mut sich FILMISCH auszudrücken und nicht nur ein Buch nachzuerzählen.

2. Die einzelnen Charaktere der Burschengemeinschaft kommen viel zu kurz, es wird wenig auf die Beziehungen untereinander eingegangen. Ebenso bleibt die Schule der schwarzen Magie und was alles dahinter steckt, etwas auf der Strecke. Der Alltag ging leider flöten. Stattdessen gibt es zehn hintereinander geschnittene Höhepunkte.

3. Der Film lässt dem Zuschauer gar keine Interpretationsmöglichkeiten! Die Geschichte "Krabat" von Preußler steckt voller starker Motive und behandelt Themen, die weit über die Kinderliteratur hinausreichen: Themen wie Macht, Gehorsam, Freiheit, Loyalität und der Kampf des Individuums. Aber auch Mord, Liebe, Freundschaft, und märchenhaftes Inhalte, wie schwarze Magie und der Pakt mit dem Tod. Dies alles geht Hand in Hand und übt einen unheimlichen Sog aus. Diese Themen werden im Buch ohne extra Wegweiser vermittelt.
Der Regisseur konnte es sich hier leider nicht verkneifen den Zuschauer immer wieder führend (gängelnd) an die Hand zu nehmen und mit den Botschaften zu winken, damit auch ja jeder alles verstanden hat. :-(
Ich finde es ärgerlich, wenn man doch eine kraftvolle Bildsprache verwenden kann, recht fähige Schauspieler an der Hand hat und eine solche geniale Vorlage, dann kann man auch dem Zuschauer eigentlich vertrauen, dass der sich auch gerne ein wenig Arbeit macht und die Bilder selbst decodiert. So schlau sind nämlich auch ganz junge Leute! Und das ist doch auch das halbe Vergnügen beim Filmegucken.
Trotzdem finde ich den Einsatz einer unterstützenden Erzählerstimme aus dem Off wohltuend und teilweise gelungen. Nur... ich möchte in einem Film nicht erzählt bekommen, das Krabat gerade Angst hat, verwundert oder bezaubert ist, sich verliebt oder verzweifelt ist. Ich will es sehen! Und am Ende eines Filmes will ich auch keine plattitüdenhaften Weisheiten hören, welche die Botschaft des Filmes zusammenfassen. Menno!

4. Vor allem vermisse ich "die Seele" von Preusslers Krabat.
Ich weiß, ich bin eine mäkelige "das-Buch-ist-besser-Tante". Es gibt aber etliche Buchverfilmungen, die es schaffen unabhängig zu sein und trotzdem den GEIST der literarischen Vorlage in den Film rüberzuretten. Da finde ich die tschechische Zeichentrickversion aus den 70ern viel gelungener! Dieser Krabat ist ein Juwel und hat wahrlich Seele!

Der Look:
Die Mühle inmitten des kühlen Panoramas wirkt morbide und dreckig. Kein Hauch des märchenhaften Charmes eines Hogwarts - hier herrscht Dunkelheit. So soll es auch sein. Ungewaschene Leiber, von Arbeit und Entbehrung gezeichnete Gesichter, die alle Kindlichkeit verloren haben. Das vorzeitige Altern ist auch ein Prozess, den der Pakt mit dem Meister und die schwarze Magie mit sich bringt. Ein Lehrjahr sind drei.
Die dunkle Optik in dem Film ist schlicht brillant! Und lies mich manchmal unwillkürlich an Tim Burton denken. Leider fehlt dessen augenzwinkernde Schräge. Im rhythmischen Wechsel erleben wir düstere graue Winter, wo solidarisch meine Zähne mitklapperten und kurze, halbwegs sorgenfreie Sommer, die Lichtblicke setzen.
Wirklich wunderschöne Landschaftsaufnahmen aus Transsilvanien und dem Schwarzwald.

Action und Tricks:
Die Verwandlung der Lehrlinge in Raben, ist ausgesprochen plastisch. Und auch die anderen magischen Elemente werden gut rübergebracht ohne übertrieben zu sein.
In der Szene, in der im Dorf die plündernden Soldaten vertrieben werden, besteht aus einer Abfolge von schnellen Schnitten, eigentlich wurde die Bildfolge ZERschnitten, und lässt dem Auge keine Chance dem Stock-Kampf der Zauberlehrlinge zu folgen. Grelles Herbstlicht beleuchtet die Szenerie: Verstörend. Ich schwanke etwas: Ist dies ein krampfhaftes Anbiedern an den jugendlichen Zuschauer, der ohne Action nicht mehr klar kommt? Oder ist die Szene passend..... Im Buch gibt es sie nicht und es ist schon interessant, warum eine Kampfszene hier hin soll. Von der verschwommen zerschnittenen Optik fand ich sie aber eigentlich ganz gelungen. Und vielleicht sind solche Abweichungen auch sinnvoll, da sie den Film unabhängiger machen.

Die Auswahl der Musik:
Die Musik hat mich jetzt nicht gerade umgehauen. (Um nicht zu sagen genervt.) Teilweise klang sie ganz nett aber sie ließ echt nie Mittelalterfeeling aufkommen. Jubelnde Filmusikgeigen begleiten das Glücksgefühl Krabats, als er die Bewährung bestanden hat. Geht`s noch?
Nicht mal zum Osterfest gibt es echten Gesang, dabei hätte sich das da besonders angeboten. Kantorka heißt schließlich "die Vorsängerin".
Aber wenn zum Abspann dann ein Song in bester Dorfdiscomanier eingespielt wird - ja dann ist Schluss mit lustig und fassungslos vor so viel Geschmacklosigkeit verließ ich zu flotten Discobeats den Kinosaal. *wörgs*

Die Schauspieler:
*Christian Redl verbreitet als grausamer Meister der Mühle wahrlich eisigen Schrecken.
*David Kross macht als Krabat sein Sache eigentlich auch ganz gut und sieht ja recht hübsch aus. Aber leider vermittelt sein Gesicht selten die nötigen Emotionen: Angst, Entschlossenheit, Verletzlichkeit, Wut oder das einfach mal ehrliches Staunen über all das Unglaubliche, dass ihm in der Mühle widerfährt! Deswegen muss Otto Sanders Erzählerstimme immer wieder erklären, was gerade in ihm vorgeht. Der fusselige Schnurrbart, der wohl das Altern deutlich machen sollte, finde ich übrigens einfach lächerlich. Dauernd zuckte meine Hand, da ich ihn am liebsten weggerupft hätte! Kross hat aber in anderen Rollen, gerade auch in "Der Vorleser" gezeigt, dass er auch viel intensiver spielen kann!
*Daniel Brühl überzeugt als Tonda auf ganzer Linie. Es heißt, dass seine Anwesenheit beim Dreh wichtig war, als der älteste und schauspielerfahrenste im Burschenteam.
*Robert Stadlober ist wie gewohnt klasse, hat aber als Lyschko viel zu wenig zu spielen, was der Figur leider nicht so gut tut. Schade, er sah auch klasse aus als Lyschko, von ihm hätte ich gern mehr gesehen, nicht aber, wie hier am Ende, seine Wandlung zu Mamas Liebling. Lesen Sie weiter... ›
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Grauenvoll!
Wir haben in der Schule das Buch Krabat gelesen.
Nun waren wir mit der Unterrichtsreihe durch und haben uns den Film angeguckt. Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Molay56 veröffentlicht
kein Film reicht an ein Buch heran
Das sollte jedem klar sein, kein Film füllt die Vielfalt eines Buches. Der Drehbuchschreiber wird gezwungen, egal wieviel Seiten in maximal zwei Stunden unterzubringen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Inge Weber veröffentlicht
einfach nur schön
Ein schöne Sage und ein schöner Film. Der Film ist natürlich nicht so detailgetreu wie das Buch, aber wer den Film gut findet, liest auch das Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Hahn Carola veröffentlicht
Chance verpasst.
Mit "Krabat" verpasst der deutsche Film eine Chance, eine heimische Sage kongenial zur Erzählung Otfried Preußlers als Film aufzubereiten. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Gorres veröffentlicht
Krabat
Als Zuschauer, der bisher nicht in das Vergnügen kam, die Buchvorlage zu lesen,
muss ich sagen, dass der Film mich wirklich beeindruckt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Hendrik L. veröffentlicht
jämmerliche Verfilmung...
Der Film ist zu keiner Zeit in der Lage, dem Zuschauer die beklemmend düstere Atmoshpäre des Buches zu vermitteln, in der man in jeder Sekunde um die Protagonisten bangt. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von kampmagnolo veröffentlicht
Naja
Technisch und schauspielerisch ist der Film sicher gut gelungen, kurzweilig ist er ebenfalls.
Aber: ich bin nicht der einzige Lausitzer, dem es mehr als übel... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von FrankPr veröffentlicht
Dieser Film ist einfach nur Schrott!
Ich habe das Buch bis heute nicht gelesen. Es soll aber sehr gut sein. Ich kenne aber den Animationsfilm von Karel Zeman (Regie). Diesen Film fand ich einfach nur klasse. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Jens-Uwe Duncker veröffentlicht
Krabat ist eh super ...
... aber diese DVD ist echt toll gemacht.

für Lieberhaber / Sammler ist es interessant. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von A. Czech veröffentlicht
Ein wirklich fantastischer Film!!!
Der Film ist wirklich erste Klasse. Da ich privat auch sehr gerne Musik höre, die in die dunkle Richtung geht passt der Film ganz gut. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Angelika veröffentlicht
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Unterschied zwischen normaler und 2Disk Special Version von Krabat ??? 3 03.10.2011
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