Thomas hat keine Hoffnung mehr, als er kurz nach dem 2. Weltkrieg seine Mutter sucht, die er vor vielen Wochen auf einem Bahnsteig aus den Augen verlor und jetzt nach einer weiten und gefährlichen Reise vor dem zertrümmerten Haus seiner Tante in Wien steht. Dies war der vereinbarte Treffpunkt, wo sie einander wiederfinden würden.
Doch alles, was Thomas sieht, ist eine verwirrte Frau, die in einem stehengebliebenen Türrahmen sitzt. Mutlos findet er in der Straße Unterkunft in einem Keller, bleibt dort aber nur ein paar Nächte und zieht dann weiter, wegen den vielen Passkontrollen.
An einem Nachmittag folgt er einem auf Krücken gehenden Mann, er gefällt ihm. Thomas hat den Eindruck, er würde sich auskennen hier in der Gegend und wissen wo es etwas gibt. Zunächst versucht Krücke (so nennt er sich) Thomas loszuwerden, doch dann bringt er ihn in seinem Bauwagen unter und die beiden freunden sich an...
An der Geschichte hat mir sehr gefallen, dass sie den Alltag der Nachkriegszeit gut schildert und man sich selbst gut in die Situation der Personen hineinversetzen kann.
Allerdings habe ich das ganze Buch nur mit vier Sternen bewertet, weil mich zwischenzeitlich gestört hat, dass oft lange Ausgeholt wird, wobei man schnell in Langeweile gerät.
Alles in allem ein gut gelungenes Buch!