Unter dem Originaltitel "The Kovak Box" - 2006 von Daniel Monzón geschrieben und gedreht - erschien der Streifen in Deutschland zunächst als "Das Kovak Labyrinth" und nun - neu konfektioniert - als "Die Kovak Verschvvörung".
Dies nur, damit niemand versehentlich denselben Film zweimal kauft. Worum geht es?
Der Schriftsteller David Norton (Timothy Hutton, 46) wird auf Mallorca mit einer Serie mysteriöser Selbstmorde konfrontiert, bei der auch seine Verlobte sich völlig unmotiviert von einem Balkon stürzt. Auch Silvia Mendez (Lucía Jiménez, 28) springt, wird jedoch gerettet, da der Sturz von einer Markise abgefedert wird - übrigens eine fantastisch gefilmte Szene.
Bald stellt sich heraus, dass Frank Kovak (David Kelly, 79), ein durchgeknallter, greiser und todkranker Wissenschaftler, nach einem Motiv von Nortons erstem Buch, "Gloomy Sunday", in geheimer Tätigkeit die im Buch geschilderten Chip-Implantate, mit denen man Menschen zum Selbstmord steuern kann, tatsächlich entwickelt hat. Silvia trägt einen solchen Chip unter der Haut und ist damit todgeweiht - aber zusammen haben die beiden vielleicht eine Chance, denn Kovak sehnt sich nach ewigem Ruhm: er erhofft sich von Norton ein Buch über den ersten großen Einsatz seiner wahnsinnigen Entwicklung ...
Eine stimmige Besetzung. Schade, dass dem interessanten Paar leider die obligatorische Romanze versagt bleiben muss, weil Norton ja gerade seine große Liebe verloren hat - das ist schon mal ein recht ungeschicktes Arrangement des Drehbuchs. Den Knüller liefert David Kelly, der wirklich aussieht wie Jürgen von der Lippes Vollstrecker und eine geradezu diabolische Ausstrahlung zeigt.
Daraus hätte wirklich ein toller Film werden können, wenn man mit der gleichen Liebe und Sorgfalt auch das letzte Drittel fein-getuned hätte. Immerhin reicht es noch - an Hollywood gemessen - zu gutem Mittelmaß.
film-jury 4* A0597 3.10.2011eg Genre: Mystery | Sci-Fi | Thriller