Fohnsdorf, ein Ort, welcher schön langsam ausstirbt. Ein ehemaliger Bergbauort in den Triebener Tauern in der Steiermark, ein Ort, in dem man sich als junger Erwachsener so richtig wohlfühlt, wenn man nicht die Flucht in bessere Ortschaften schafft.
Die 4 Schulfreunde Boris, Chris, Fred und Dalli verbringen deren Freizeit so oft als möglich in deren Stammbeisl. Der Wirt dürfte von ihnen und Chris Vater, dem Ortspolizisten leben. Fred lebt noch bei seiner Mutter daheim und hilft im mütterlichen Schlecker-Drogeriemarkt mit. Chris arbeitet in der örtlichen Trafik, Dalli in der noch existierenden Bergbaufabrik. Boris ist als einziger verheiratet und Vater, aber er ist der Draufgänger schlechthin, unterhält er doch ein Verhältnis mit der Kellnerin des Beisls. Seine 3 Freunde sind alle Singles. Das Leben besteht aus arbeiten, Treffen im Beisl, gemeinsam nach Graz um Fortgehen fahren und dann beginnt es wieder von vorne. Highlight ist das Klassentreffen mit jenen Schulfreunden, die alle nicht mehr im Ort sind, tlw. bis nach Hamburg ausgewandert sind.
Fohnsdorf und Kotsch stehen für viele österreichische ortschaften, denen die Jugend davonläuft. Jene die übrigbleiben sind mit Tristess und einer überalterten Bevölkerung konfrontiert. Da muß man ja fast den einen oder anderen Blödsinn erfinden um nicht komplett durchzudrehen.