oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Kosmos und Geschichte: Der Mythos der Ewigen Wiederkehr (Verlag der Weltreligionen Taschenbuch)
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Kosmos und Geschichte: Der Mythos der Ewigen Wiederkehr (Verlag der Weltreligionen Taschenbuch) [Taschenbuch]

Mircea Eliade , Günter Spaltmann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 5 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Freitag, 1. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Bibliothekseinband --  
Taschenbuch EUR 9,00  
Unbekannter Einband --  
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Kosmos und Geschichte: Der Mythos der Ewigen Wiederkehr (Verlag der Weltreligionen Taschenbuch) gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Hinweise und Aktionen

  • Christa Wolf: Stadt der Engel
    Suhrkamp-Insel-Shop:
    Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Zum Suhrkamp-Insel-Shop
  • Tipp für Studenten
    Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.

Wird oft zusammen gekauft

Kosmos und Geschichte: Der Mythos der Ewigen Wiederkehr (Verlag der Weltreligionen Taschenbuch) + Das Heilige und das Profane: Vom Wesen des Religiösen (insel taschenbuch) + Schamanismus und archaische Ekstasetechnik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Preis für alle drei: EUR 36,50

Einige dieser Artikel sind schneller versandfertig als andere. Details anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Das Heilige und das Profane: Vom Wesen des Religiösen (insel taschenbuch) EUR 9,50

    Gewöhnlich versandfertig in 6 bis 9 Tagen.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Schamanismus und archaische Ekstasetechnik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) EUR 18,00

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details



Produktinformation


Mehr über den Autor

Mircea Eliade
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Mircea Eliade auf Amazon

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mircea Eliades längst legendär gewordenen Studien zum Thema Kosmos und Geschichte zum Beispiel - sie hätten Goethe gefallen, geht es in ihnen doch darum, die Herausbildung mythischer und religiöser Praktiken in frühen, archaischen Kulturen als eine Nachbildung von Gottes- oder Jenseits-Projektionen zu verstehen.« (Hanns-Josef Ortheil Die literarische Welt )

Kurzbeschreibung

Mircea Eliade stellt in seinem Buch Kosmos und Geschichte eine der Grundfragen der menschlichen Existenz überhaupt: Wie erträgt der Mensch das Leid und die Katastrophen, denen er hilflos ausgeliefert ist? Wie deutet er das historische Geschehen und gibt damit seinem Leben einen Sinn? Bei dem Versuch des Menschen, seine Stellung im Universum zu deuten, lassen sich, so zeigt Eliade, zwei einander prinzipiell entgegengesetzte Grundhaltungen unterscheiden: Der historische (moderne) Mensch sieht sich als Schöpfer der Geschichte, der Mensch der archaischen Kulturen dagegen wehrt Geschichte ab, indem er alles Historische in ein System von Mythen und Archetypen einordnet. Eliade gibt dafür eine Fülle von Beispielen aus den verschiedensten Kulturen der Welt und vermittelt somit überraschende Einsichten in die Ursprünge unseres eigenen Denkens und Verhaltens.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der französische Originaltitel dieses dichten und zum Nachdenken anregenden Aufsatzes, „Der Mythos der ewigen Wiederkehr," sagt mehr über das, was den Leser erwartet als der deutsche. Der rumänische Religionswissenschaftler Mircea Eliade untersucht das Verstehen von Zeit und Vergehen in den unterschiedlichsten vorhistorischen Gesellschaften und führt es auf seine religiösen Wurzeln zurück. Demnach liegt jeder menschlichen Handlung ein (religiöser, nicht psychologischer) Archetyp zu Grunde, der in einer mythischen Überzeit wurzelt. Der Mensch wiederholt immer nur das schon von den übergeordneten Kräften vorgegebene. Diese stetigen Wiederholungen des schon Dagewesenen, ordnen die Zeit und regeln das gesellschaftliche Leben. Demgegenüber steht der moderne Mensch, der Geschichte selber schafft und zum Schöpfer wird. Als ich mich mit dem Vergehen der Zeit als Bestandteil meines persönlichen Lebens beschäftigte, gab mir dieser Aufsatz überreichen Stoff zum Nachdenken. Jenseits aller neueren Kritik an dem ‚großen alten Mann' der Religionswissenschaft und der nicht immer einfach zu verstehenden Sprache, bietet dieses Buch doch ungewöhnliche Anregungen, sich mit einer der Grundbedingung des Lebens auseinander zu setzen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Schrecken der Geschichte 16. Februar 2008
Format:Taschenbuch
Der rumänische Religionswissenschaftler und Schriftsteller Mircea Eliade hat dieses schmale Büchlein als sein wichtigstes bezeichnet, und dem Leser, der sich für das Werk von ihm interessiert, empfohlen mit diesem Buch zu beginnen.
Nach Eliade sieht sich der Mensch bei seinem Versuch seine Stellung im Universum zu deuten, zwei einander entgegengesetzten Grundhaltungen ausgesetzt: Der historische, moderne Mensch sieht sich als Schöpfer der Geschichte, der Mensch der archaischen, "primitiven" Kulturen dagegen wehrt die Geschichte ab, indem er alles Historische in ein System von Mythen und Archetypen einordnet. Mit dem Begriff des "Archetypen" meint aber Eliade nicht die Archetypen, wie sie von Jung beschrieben worden sind. Während für Jung die Archetypen Strukturen des kollektiven Unbewussten sind, verwendet Eliade den Begriff als Synonym für "beispielhaftes Vorbild" und "Paradigma". Dementsprechend sind alle religiösen und rituellen Handlungen des archaischen und "primitiven" Menschen von den Göttern, kulturbringenden Heroen oder mythischen Ahnen eingesetzt worden. Deshalb kennt auch die archaische Welt im Grunde keine "profanen" Handlungen; "denn jede Handlung, die einen klar umrissenen Sinn hat - Jagd, Ackerbestellung, Spiele, Konflikte, Sexualität usw. -, ist auf irgendeine Weise des Heiligen teilhaftig... ." Die Gegenstände oder Handlungen sind nicht an sich und für sich wirklich und von Bedeutung, sondern weil sie Nachahmungen des Archetypen darstellen: "ein Gegenstand oder eine Handlung werden wirklich nur in dem Maße, wie sie einen Archetyp nachahmen oder wiederholen. So wird die Wirklichkeit ausschließlich durch Wiederholung oder Teilhabe erworben; alles, was kein exemplarisches Vorbild besitzt, ist "des Sinnes entblößt", das heißt, es besitz keine Wirklichkeit." In Augenblicken wichtiger Rituale oder Handlungen, zum Beispiel bei dem Vollzug periodischer Zeremonien wird somit die profane Zeit aufgehoben und die Menschen in die mythische Zeit versetzt. Die Regeneration und die Erneuerung der Zeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in den archaischen Kulturen. Die Regeneration ist, wie schon der Name besagt, eine Geburt. Die jährliche Austreibung der Sünden, Krankheiten und Dämonen stellen im Grunde den Versuch dar, wenn auch nur vorübergehend, die mythische und primordiale Zeit wiederherzustellen, die "reine" Zeit, die Zeit, die im "Augenblick" der Schöpfung war. Jedes neue Jahr ist eine Wiederaufnahme der Zeit an ihrem Beginn, also eine Wiederholung der Kosmogonie.
Eliade zeigt also in diesem wirklich weisen und lehrreichen Buch und gibt dazu eine Fülle von Beispielen aus den verschiedensten Kulturen der Welt, dass der archaische Mensch mit allen Mitteln versucht sich der Geschichte entgegenzustemmen, die er als eine Folge unumstößlicher, unvorhersehbarer Ereignisse von autonomen Wert betrachtet. Gleichzeitig gelingt es ihm aber nicht, die Geschichte aus seinem Blickwinkel immer zu verbannen. Deswegen erörtert auch Eliade wie der archaische Mensch mit kosmischen Katastrophen, militärischen Niederlagen und sozialen Ungerechtigkeiten umgeht und zeigt letztendlich, dass für den archaischen Menschen kein Leid sinnlos und willkürlich ist, sondern immer provoziert von magischen oder dämonischen Einflüssen, gegen den der "Primitive" mit allen magisch-religiösen Mitteln ankämpft. Auch wenn diese Sicht des Leidens für den heutigen, modernen Menschen nicht mehr nachvollziehbar und zum Glück auch nicht mehr gültig ist, so stellt sie für den "Primitiven" eine Erklärung und Bewältigung des Leids dar, weil es dadurch "verständlich und daher auch erträglich" wird.
Auf der anderen Seite dagegen steht der historische, moderne Mensch und unüberhörbar kann man zwischen den Zeilen die Kritik Eliades an den europäischen Geschichtsphilosophen des Marxismus, Historismus und Existenzialismus lesen, die den Menschen zum Herrn der Geschichte und die Geschichte zum Produkt des Menschen erklären. Deportationen, kollektive Massaker und Atombomben sind die Folgen und somit der Schrecken der Geschichte. Eliade stellt deswegen für den modernen Menschen die wichtige Frage, wie der Schrecken der Geschichte in der Perspektive des Historizismus ertragen werden kann. Und eben weil "die Geschichte in der Lage zu sein scheint, die ganze Menschengattung auf einmal zu vernichten - was weder der Kosmos noch der Mensch oder auch nur der Zufall bisher fertig gebracht hat...", stellt sich auch für Eliade und für alle anderen modernen Menschen die Frage, ob es denn so verkehrt wäre, wenn "die Menschheit, um ihr Fortleben zu sichern, sich gezwungen sehen könnte, nicht mehr "Geschichte zu machen", wie sie es in diesem Sinne seit der Schaffung der ersten großen Reiche getan hat. Sie mag sich dann vielleicht damit zufrieden geben, die vorgeschriebenen archetypalen Handlungen zu wiederholen, und sich bemühen, jede spontane Handlung als bedeutungslos und gefährlich zu vergessen, die möglicherweise "historische" Konsequenzen nach sich ziehen könnte." Zudem ist die Freiheit, Geschichte zu machen, nach Eliade für fast alle Menschen eine Illusion, denn die Geschichte wird zumeist immer von einer kleineren Menschengruppe gemacht, oder im schlimmsten Fall nur von einem (im Faschismus ist nur der Führer der einzig wirklich "Freie"), dagegen kann der archaische Mensch ebenso und sogar vielleicht noch viel berechtigter für sich beanspruchen frei und vor allem schöpferisch zu sein, indem er die periodische Kosmogonie nachahmt und an ihr teilhat.
Schon in diesem frühen Werk von Eliade wird deutlich, worauf Eliade immer hingewiesen hat, dass nämlich die Überlegenheit des modernen Menschen gegenüber dem "Primitiven" nur scheinbar sei, ja dass in vielen Teilen sogar das Gegenteil näher liege.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Und ob alles in ewigem Wechsel kreist,
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist"
(Schiller, Die Worte des Glaubens)

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach Nietzsches "Also sprach Zarathustra" musste verstreichen, ehe die Idee der "ewigen Wiederkehr des Gleichen", die Nietzsche in einer sehr metaphernreichen lyrischen Sprache als Evangelium verfasste, Mircea Eliades (1907-1986) Essay vom "Kosmos und Geschichte: Der Mythos der ewigen Wiederkehr" erschien.

So wie Nietzsche schon feststellte, dass der Gedanke der ewigen Wiederkehr bereits über Heraklit und die Stoiker getragen zum ihm kam, fasst Eliade die Dinge beredt, profund und äußerst interessant zusammen. Den Menschen aus der Sicht der Tradition und den Archetypen zu betrachten ist eine Weise und die dem scheinbar entgegen gesetztem Muster folgt die Einordnung des Menschen als geschichtliches Wesen. Nun ist in beiden Fällen Zeit und Zeitenwende von Bedeutung, doch insgesamt geht es Eliade um die grundlegende Haltung. Ist der Mensch der Tradition dem Mythos und den Riten verbunden, weiß er um die Aufgaben, Verhaltensweisen und Haltungen gemäß den Vorgaben. Ihm, dem sogenannten "Primitiven" ist der Weltenlauf ein durchweg zyklischer. Jede Linearisierung entfällt, die Wiederkehr desselben ist Prinzip und gilt bis in alle Ewigkeit. Symbol, Mythos und Ritus bringen ein komplexes System von Zusammenhängen über die letzte Wirklichkeit zum Ausdruck, eine eschatologische Praxis unterliegt dem Erkennen einer Metaphysik der letzen Dinge. Alles, was getan wird, wurde bereits getan - so ist der Zyklus, die Wiederkehr zu deuten, der archaische Mensch ist in seinem Denken und Handeln eine Imitatio eines himmlischen Urbildes. Durch die Wiederholung wird er zum Teilhaber einer Urform. Eine Verfehlung in seinem Leben deutet er somit als Unachtsamkeit gegenüber dem Ritual, ein Opfer wird die Verfehlung neutralisieren.

Dem gegenüber steht der geschichtliche Mensch, der seinem Leben eine lineare Betrachtung und ebensolches Handeln gibt. Damit ist der Mensch Gestalter seiner selbst, er erzeugt Wirklichkeit nicht durch Wiederholung, sondern durch Lebensgestaltung. Allem Neuen wird Wert beigemessen, es wird integriert und weiterentwickelt. Die archetypische Sichtweise orientiert sich an Überlieferungen, weiss um deren Bedeutung innerhalb der Zyklen und verhält sich entsprechend.

Dass Konflikte im Zuge der Geschichte zwischen den Modellen auftreten, ist nicht weiter verwunderlich. Somit ist es für Eliade notwendig, den modernen Menschen als Schöpfer seiner Geschichte dem Menschen der traditionsgebundenen Kultur entgegenzustellen. Der Mensch der Überlieferungskultur gestand dem geschichtlichen Ereignis keinen Wert zu, er betrachtete dieses außerhalb seiner Existenzweise. Betrachtet man Geschichte als Ablauf von Zeit, ist der traditionsgebundene Mensch in gewisser Weise zeitlos, er lebt in den Zyklen der Vorgaben und was sich in der Zeit scheinbar ändert, ist nicht mehr als eine Wiederholung.

Dem geschichtlichen Menschen jedoch widerfährt die Zeit, er lebt in Folgen von Ereignissen, die er gestaltet oder denen er nur folgen kann. Ein Ur-Ereignis gilt auch hier, nicht im Sinne der Wiederholung, vielmehr jedoch als Initiator einer Ereigniskette. Folgt man diesem Gedanken, ist das Schicksal aller Menschen ebenso wie das individuelle Schicksal von diesem einem Mal des Ur-Ereignisses bestimmt. Es folgt alles in einer laufenden, nicht ersetzbaren Zeit, dem Leben. Diesen linearen Gedanken der Zeit und der Geschichte hatte Augustinus vollendet.

Nun bemüht Eliade Denker der Religion wie der Philosophie, er spinnt einen Kreis um die Welt und weiß von den gleichgearteten Entwicklungen von Indien über den Iran bis nach Griechenland zu berichten. Die bei Karl Jaspers schon angedeuteten Übereinstimmungen globalen Denkens ohne gleichen Ausgangspunkt (Achsenzeit) weiß Eliade hier erweitert brillant auszuführen. Die Geschichte betrifft die Tradition wie die geschichtliche Neugestaltung. Er weiß um die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, erkennt die Muster der Freiheit für den Einzelnen in jedem Tun. Die Struktur und Veränderung der Denkkonzepte über die Jahre weiß er zu Verbinden mit den Religionen aus Indien, Ägypten, Mesopotamien etc und aus dem Iran, dem Judentum und dem Christentum.

Allen eigen und gemeinsam sind die Fragen: Wie können wir Leid und Katastrophen seelisch überwinden? Wodurch geben wir unserem Leben einen Sinn? Mircea Eliade gibt in seinem informativen Essay überraschende Einsichten. In vielen poetischen Bildern kündet er von einem Rückzug aus der profanen Welt, von Kontemplation und Magie. Ein Bild von Paul Klee kommt in den Sinn, welches Walter Benjamin in seinem Essay über den "Begriff der Geschichte" verarbeitet. Der Engel möchte die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradies her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat, die weit ausgebreitet sind und ihn nach vorne treiben. Für Benjamin gilt der lineare Fortschrittsgedanke, den Mircea Eliade in principii verabschiedet hat. Den Zyklus, die ewige Wiederkehr will er wiedererkennen in der Neuzeit. Den Spuren von Kierkegaard, Hegel, Marx u. a. geht er nach. Die goethische "Selige Sehnsucht" des "Stirb und Werde" zeigt sich in den Worten der Schöpfung, der in der Bibel (Jesaja) wie im Koran (z.B. Sure 32, 10) beschrieben, eine zweite neue Schöpfung folgen wird. Anfang und Ende sind somit eins in der finalen Betrachtung und so folgt er den Vorsokratikern (z.B. Parmenides).

"So haben die Götter getan, so tun die Menschen" sagt ein Indisches Sprichwort. Nichts sagt mehr über Urbild und Abbild (vgl. Platon) und damit über den Archetypus des Menschen. Selbst bei Joyce (Ulysses) und T.S. Eliot (The waste Land) findet man die Handlungen aus den Archetypen abgeleitet. Lässt man das Wort am Schluss einem aktuellen Philosophen, scheint die ewige Wiederkehr schon heute Programm: "Das wahre Glück entspringt aus der Einstimmung des elenden Ichs in die ewigen Oktaven." (vgl. Sloterdijk 1987, Kopernikanische Mobilmachung und ptolemäische Abrüstung - Ästhetischer Versuch)

Mircea Eliades "Kosmos und Geschichte" ist eine wahre Empfehlung.
--
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de