Klosterambiente und alte Geheimnisse begeistern immer wieder, birgt dieses Setting doch so viel Unbekanntes und Überraschendes. Das Spiel von Thomas Fackler verlangt, ein Rätsel zu lösen, welches zu Beginn als Ratekarte in einem Bücherregal versteckt wird. Die Spielenden ziehen anhand von Laufwegen und -richtungen durch das Kloster und Bücher ausfindig machen, in welchen bestimmte Buchstaben zu finden sind. Diese sind in leichte oder schwerere Lückenrätsel einzufügen.
Vorher brauchen die Mönche allerdings Brot aus dem Speisesaal und Schlüssel zu den Räumlichkeiten. Das Brot verhilft später zu einem extra Schritt oder um sich mit dem Abt zu arrangieren und um die Bibliothek zu betreten und ein dort zu Spielbeginn verstecktes Buch zu betrachten, ist ein Schlüssel nötig.
In einem Spielzug wird der Abt auf ein Buch gestellt, dann kann der eigene Novize ziehen und gegebenenfalls Brot oder Schlüssel einsammeln und eventuell kann der Mönch danach ein Buch betrachten. Den Erkenntnisgewinn aus dem Buch - als die Buchstaben - notiert man auf dem zuvor erstellten Rätselblatt und füllt so nach und nach die Lücken. Wer meint die Lösung zu kennen, macht das bekannt ohne jedoch das Wort zu nennen. Das Ergebnis wird von dieser Spielerin oder von diesem Spieler geheim überprüft und wenn richtig kombiniert wurde, steht fest, wer das atmosphärische Spiel gewonnen hat.
Das ursprüngliche als Kunstobjekt gestaltete und sehr hochwertig hergestellte Spiel (1991) bietet in der nun erschwinglichen Version unkomplizierten und ausreichend Spielspaß für alle, die Deduktionsspiele mögen und den Reiz lieben, durch Informationen ansammeln oder ausschließen die Lösung zu finden und sich von der doch etwas eingeschränkten Variabilität und geringen Komplexität des Spiels nicht stören lassen. © 5/2011, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Spiel- und Kulturpädagoge, Fürth/Bay.