Sechs verschiedenfarbige Lemminge wollen sich in den Tod stürzen. Dies ist die Ausgangslage für ein Wettrennen. Die Spielfiguren werden hierbei jedoch nicht an die Spieler vergeben, sondern werden von allen per Würfel gesetzt. Reihum können die Spieler nun den Verlauf des Rennens beeinflussen, bzw. sie können es versuchen.
Zu Beginn erhält jeder Spieler drei Auftragskarten, die er dann versucht zu erfüllen. (Bspw.: Grün wird mindestens Dritter) Da diese unterschiedlich schwer zu erfüllen sind, bekommt man auch unterschiedlich viele Punkte bei Erfüllung. Zudem wettet man im Verlauf der Runde auf den Sieger.
Man versucht also seine "Lieblinge" (Grün) zu schützen, dafür anderen Lemmingen Betonklötze "schenken". Zu dritt geht das noch einigermaßen, bei sechs Spielern herrscht nur noch Chaos. Man kann nun versuchen, die Mitspieler verbal zu beeinflussen. Das versuchen natürlich alle, also ist ein lautes Durcheinander vorprogrammiert. Und genau dies macht das Spiel spielenswert, man will immer irgendetwas beeinflussen und am Ende kommt es fast immer anders. Darauf muss man sich natürlich einlassen, aber wenn man dies tut, macht das Spiel richtig viel Spaß!!!
Leichte Abzüge mache ich wegen folgender Punkte:
- wenn man zu Beginn schlechte Aufträge bekommt, hat man kaum eine Chance zu gewinnen (Die Aufträge können sich z.B. widersprechen)
- wenn man Pech hat, kann man seine Aufträge schon vergessen, bevor man überhaupt einmal würfeln durfte, dann ist der Rest der Runde für einen etwas langweilig (zum Glück sind die Runden mit 20-30 Minuten recht kurz)
- Etwas unlogisch ist es, dass Lemminge, die im Verlaufe des Rennens zu Tode kommen, indem ihnen Betonklötze angeheftet werden, die Rangliste von hinten füllen. Eigentlich soll der schnelle Tod ja das Ziel der Lemminge sein, für's Spielprinzip ist es allerdings egal.
Für ein Spiel, bei dem man fast vollständig dem Zufall/Glück ausgeliefert ist, finde ich es dennoch überragend!