Schon länger benutze ich das Korg Stimmgerät - nachdem meine Stimmgabel auf Grund eines fast nicht sichtbaren Risses immer tiefer geworden war - und bin als Berufsmusikerin, Geigerin, damit äußerst zufrieden. Das Stimmgerät von Korg war eine Empfehlung eines Harfinisten.
Zusätzlich schleppte ich immer ein Metronom mit mir herum, das Korg Metronom ist aber ziemlich groß und schwer.
Nun besitze ich dieses Kombination von Stimmgerät und Metronom, - und kann es sogar in dem Fach im Geigenkasten verstauen, weil es wunderbar klein und leicht ist.
- Stimmgerät: äußerst genau, der Zeiger flattert nicht so stark wie bei anderen Geräten, bei denen es dann schwer ist zu erkennen, wann es sauber ist.
Natürlich schwingt die Saite nicht so ganz rein, zumal wenn sie nicht mehr so ganz neu ist, und dadurch ist es nicht ganz leicht eine genaue "Antwort" zu bekommen. Am Besten mit möglichst gleichmäßiger Strichgeschwindigkeit spielen, dann zeigt der Zeiger sehr eindeutig die Stimmung an.
Man kann problemlos mit den Tasten "calib" die gewünschte Herz-zahl einstellen - in deutschen Orchestern wird mit 443 Herz gestimmt.
Es gibt noch die Möglichkeit der Tonausgabe, ich selber mag diese Art von Dröte nicht so gerne um danach zu stimmen, aber das ist Geschmacksache, und mancher tut sich damit vielleicht leichter als mit der optischen Anzeige.
- Metronom: es ist ausreichend laut, wenn ich mir auch noch ein wenig mehr Lautstärke wünschen würde, ist die Geige doch mit 90db am Ohr sehr laut.
Aber es ist durchaus ausreichend wenn man es nicht für Ensembles verwendet und sehr nah plaziert.
Gleichmäßigkeit ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und somit fast nicht erwähnenswürdig.
Der akkustische Ton wird durch eine optische Anzeige unterstützt, ich selber mag das nicht, aber vielleicht gibt es Musiker, die damit zurecht kommen.
Verschiedene Taktarten sind einzustellen. Außerdem kann man über die Tap-funktion ein Tempo eingeben und die Metronomzahl ablesen. Ich nutze das zB wenn ich eine CD höre und wissen möchte wie schnell es gespielt wird. Dann kann man mithören und im Takt eintappen und bekommt die Geschwindigkeit angezeigt.
Ich stelle das Gerät meistens vor die Noten auf den Notenständer, es ist ausreichend flach um das machen zu können, das ist praktisch, weil man dann beim Üben schnell die Tempoeingabe verändern kann. Oft übt man aber ohne Notenständer, einfach nur Technik...dann kann man das Gerät mit einem ausstellbaren Füßchen auch auf einen Tisch...stellen und muss sich nicht verrenken um die Anzeige eines liegenden Gerätes beim Spielen zu sehen.
Ich bin von der Qualität und Funktionalität begeistert, es ist zu meinem ständigen Begleiter geworden. Wie gesagt, nur die Lautstärke könnte besser sein.
Deshalb klare Empfehlung.