Eins vorweg: Der Kaossilator Pro ist ein fantastisches Instrument (oder so etwas ähnliches). Aber es hätte mit wenig mehr Aufwand noch sehrsehr viel besser sein können. Angesichts der vielen Mängel (und des Preises, der diese unentschuldbar macht) nur ein 4/5. Leider neigt Korg nicht dazu durch Firmwareupdates seine Fehler zu beheben, man sollte also mit den Fehlern klarkommen können.
Die wichtigsten Neuerungen:
+ 4 einzeln ansteuerbare Loopbanks
+ Line-in / Mic-in
+ gute neue Sounds (Subbässe, Effekte, Samples)
+ fantastische Drumkits
+ Vocoder/Audio-Effekte für line-in bzw. mic-in
+ speichern/laden der Loops und ganzer Sets möglich (wenn auch langsam und nur auf max 2GB-SD)
+ 8 Knöpfe für ~Favouriten
+ Regler für die Lautstärke der einzelnen Sounds
+ Lautstärke und Länge der einzelnen Loopbanks regelbar
Die wichtigsten Dinge die KORG vermasselt hat:
- 16beat Loops? Ja, aber nur bis zum Limit von 108,5bpm, darunter werden es 8beats, irgendwann 4, bei 20bpm nur noch 2beats
- Die Loopbänke können nicht gemischt werden, also nicht Bank A und B zusammen auf Bank A/B/C oder D befördert werden (monomixdown ist umständlich per hand möglich, wenn man EIN chinch kabel überkreuzt vom lineout zum linein verkabelt - bei zwei gibts rückkopplung - und dann aufnimmt, wenn man danach wechselt hat man sogar stereo)
- kein FIX mehr um einen Loopteil zu sichern / einen overdub zu löschen
- Resampling ist NICHT möglich. Die internen Sounds können somit nicht durch die Effekte gejagt werden.
- MIDI- wer glaubt er könne einfach ein Keyboard anstecken und drauflosspielen muss entäuscht werden. Ohne PC dazwischen keine Chance, da der KPro keine Noten sondern CCs braucht.
- Das ARP GATE hat keine Patterns mehr wie beim alten Kaossilator
- viele Dinge sind unnötig kompliziert, da der KPro in das KP3 Chassis gequetscht wurde