Ein ohnehin höchst lesenswertes Buch wird hier so eindringlich wie unaufdringlich gesprochen, dass man gleichermaßen getragen und getrieben wird von der Dynamik der Argumente und der Stimme. Stefan Reimertz versteht es, einen Wirtschaftstext zu lesen wie einen guten Krimi - und kommt dabei ganz ohne dramaturgische Höhepunkte aus, ohne Pathos, ohne jede Theatralik. Die 1001 originellen Ideen Faltins sind gleichsam selber die handelnden Personen, und Reimertz tut gut daran, sie nicht mit rhetorischem Glamour vorzustellen, sondern mit der Kraft ihrer Substanz, unaufgeregt, sukzinkt, klar gesprochen und gerade mit der richtigen Dosis lebhaften Engagements und, wo nötig, behutsamem Nachdrucks - man nimmt ihm ab, dass er die Ideen nicht nur vorträgt, sondern vertreten würde - bis hin zum Erlebnis überraschender Einsichten. Eine durchweg empfehlenswerte Alternative zum Selberlesen.