Der Roman beginnt im zweiten Jahr einer Langzeitraumfahrt. Das Raumschiff „Ariel“ ist unterwegs zu einer neu zu besiedelnden Welt. An Bord befinden sich die unterschiedlichsten Gruppen der Menschheit, da sind Quäker, Chinesen, Araber, Indianer und eine Schweizer Militäreinheit. Sie alle haben nur ein Ziel, der immer ungastlicher werdenden Erde den Rücken zu kehren. Denn Krisen, Umweltverschmutzung und Naturkatastrophen sind auf ihrer Erde an der Tagesordnung.
Noch während die letzten Siedler aus dem Kälteschlaf geweckt werden, kommt die Nachricht, sie sind doch nicht allein auf dem neuen Planeten.
Nun beginnt ein Streit über das weitere Vorgehen und ein erster Kontaktversuch mit der tierähnlichen Spezies scheitert daran, dass die Neuankömmlinge einfach ignoriert werden.
Dann gibt es plötzlich Zusammenstöße der Indianergruppe mit den „Pelzlingen“ und als das ganze zu eskalieren beginnt, kommen neue völlig andersartige Außerirdische auf den Planeten an.
Die Neuankömmlinge sind Pflanzenwesen und stehen mit dem „Pelzlingen“ in einen hunderte Jahre anhaltenden Krieg.
Jetzt müssen die menschlichen Siedler sich entscheiden. Stehen sie mehr zu der verwandten säugetierähnlichen oder mehr zur Spezies der Pflanzenartigen. Dadurch kommen sie ins Kreuzfeuer (so auch der Originaltitel: Crossfire) und ihre Moral und Ethik, die doch so anders als die auf der Erde sein sollte, wird auf eine schwierige Probe gestellt.
Nancy Kress, die nun auch schon zu den älteren des Genres gehört, hat hier wieder einen spannenden und interessanten Roman geschrieben. Dabei geht es nicht vordergründig um Technik und Raumfahrt, sondern um die moralischen Probleme, die entstehen könnten beim Kontakt mit Außerirdischen. Besonders originell fand ich die die Darstellung der Spezies der Pflanzenwesen.
Diesen Roman kann ich mit gutem Gewissen weiter empfehlen.