Dieses Buch ist alles andere als wissenschaftlich und kann nicht ueberzeugen. Das zeigt sich an mehreren Stellen. Es ist zum Beispiel fuer ein Buch wie dieses zu undifferenziert von "den Hippies" zu reden oder einen ganzen Argumentationsfluss an einem Nikeschuh am Fuss eines Aktivisten aufzuziehen. Darueber hinaus sind die kausal scheinenden Zusammenhaenge oftmals so weit hergeholt, dass es nach persoenlicher Ablehnung der Autoren einer Lebensweise gegenueber aussieht, die sie weder nachvollziehen koennen - noch sie ausgiebig untersuchen. "die Hippies" werden hier anhand EINER einzigen Utopie dargestellt, aus welcher widerum auch nur die wirresten Punkte herausgefischt werden. Andere Punkte, sowie Utopien - die tatsaechlich konkrete gerechtere, demokratischere und freiere Vorschlaege machen - werden komplett verschwiegen. Die Bewegung "Reclaim the streets" wird als Party-Bewegung dargestellt. Wer das schreibt, scheint sich nicht mit einem einzigen Aktivisten unterhalten zu haben. - Das sind nur einige Beispiele aus den ersten Seiten.
Die Einfuehrungen in Grundwissen unseres Wirtschaftssystems sowie Teile von Politikwissenschaft - welche dem folgen - moegen einfach lesbar sein, dennoch werden andere moegliche Denkweisen - wie so oft - verschwiegen. Die Argumentation anhand bunt zusammengewuerfelter Beispiele setzt sich fort.
Das Fazit am Ende "Wir brauchen nicht weniger Regeln, sondern mehr" ist noch dazu das wirreste, denn eine Abschaffung aller Regeln fordern tatsaechlich doch nur die Anarchisten, eine moeglichst weite Einschraenkung der Regeln die Neoliberale Wirtschaft wie Politik. Wer heute gerade am meisten fuer mehr Regeln singt, dass ist doch gerade das was aus den "hippies" geworden ist: Die Globalisierungskritische Bewegung rund um Naomie Klein - welche doch eigentlich das Problem darstellen soll. hmmm...