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Konstruktivistische Erwachsenenbildung. Von der Deutung zur Konstruktion von Wirklichkeit
 
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Konstruktivistische Erwachsenenbildung. Von der Deutung zur Konstruktion von Wirklichkeit [Taschenbuch]

Rolf Arnold , Horst Siebert
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Broschiert EUR 16,00  
Taschenbuch, März 2003 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 185 Seiten
  • Verlag: Schneider Verlag GmbH; Auflage: 4. A. (März 2003)
  • ISBN-10: 389676649X
  • ISBN-13: 978-3896766496
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 15,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 788.622 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

In der Reihe Grundlagen der Berufs- und Erwachsenenbildung werden Titel veröffentlicht, die sich sowohl mit grundlegenden Struktur- und Theoriefragen dieser beiden Praxisbereiche befassen, als auch mit aktuellen Teilaspekten. Ziel dieser Reihe ist es dabei, die Berufsbildung und die Erwachsenenbildung aneinander anzunähern. Gleichzeitig soll dazu beigetragen werden, daß die Berufsbildung, die in der überwiegenden Praxis sich schon längst zu einer Berufsbildung jüngerer oder älterer Erwachsener gewandelt hat, die Theorien, didaktische Ansätze und Erkenntnisse der Wissenschaft von der Erwachsenenbildung stärker berücksichtigt. Umgekehrt ist aber auch anzustreben, daß die Erwachsenenbildung ihre Distanz zum betrieblichen und beruflichen Lernen überwindet und erkennt, daß eine zukunftsgemäße Form beruflicher Bildung heute immer mehr auch den Charakter einer Persönlichkeitsbildung aufweist.

Erwachsenenbildung stellt sich bereits immer schon als Deutungslernen, d. h. als die systematische, mehrfachreflexive und auf Selbsttätigkeit verwiesene Auseinandersetzung des Erwachsenen mit eigenen und fremden Deutungen dar. Verfügbare Konstruktionen von Wirklichkeit können in den Veranstaltungen der Erwachsenenbildung artikuliert, miteinander verglichen, auf ihre "Tragfähigkeit" angesichts neuer Situationen überprüft und weiterentwickelt werden. Erwachsenenlernen ist dabei nicht nur Aneignung neuen Wissens, sondern auch die Vergewisserung, Überprüfung und Modifizierung vorhandener Deutungen. Aufgabe der Erwachsenenbildung ist es, die Reflexion von Deutungen und die Offenheit für "Umdeutungen", d. h. für neue Sichtweisen, zu fördern. Erwachsenenpädagogische Kompetenz muß sich angesichts der Konstruktivität der inhaltlichen Dimension des Erwachsenenlernens in verstärktem Maße auch durch eine prozessual-formale Kompetenz zum "Umgang mit Wirklichkeiten zweiter Ordnung" legitimieren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Dr. Rolf Arnold ist Professor für Pädagogik, insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik und Leiter des Zentrums für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung an der Universität Kaiserslautern.Horst Siebert ist seit 1970 Professor für Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung an der Universität Hannover sowie Mitglied in zahlreichen Gremien der Erwachsenenbildung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Jeder Mensch knstruiert sich seine Wirklichkeit selbst. Was wir für Realität halten, ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses von Wahrnehmung. Da alle unsere Handlungen eine Folge dieser selbstkonstruierten Deutungsmuster von Wahrnehmung sind, ist es nicht unwesentlich, die Prozesse und Auswirkungen der Konstruktion von Wirklichkeit zu verstehen. Die beiden Autoren, Arnold und Siebert, haben mit diesem Buch einen wegweisenden Versuch vorgelegt, konstruktivistische Ansätze aus unterschiedlichen Disziplinen (z.B. der Neurologie (Maturana / Varella)und philosophischen Richtungen für ein zukunftsweisendes Konzept von Lehren und Lernen aufzuarbeiten. Herausgekommen ist weit mehr als nur ein Plädoyer für einen Wechsel des Paradigmas in der Pädagogik, sondern darüber hinaus ein wohlfundiertes, klar gegliedertes und durchdrungenes Buch über aktuelle Tendenzen in der pädagogischen Diskussion, das auch vor philosophischen Tiefgang nicht zurückschreckt. Das Buch ist für alle Mittler in der Bildung, Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie für Referenten in Akademien und Universitäten geeignet. Voraussetzung, sie sind offen genug, sich professionell in Frage zu stellen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Radikaler Konstruktivismus 22. November 2010
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Radikale Konstruktivismus (RK) ist eine Erkenntnistheorie, die die Pädagogik in erheblichem Umfange beeinflusst hat. Die Kernaussage des radikalen Konstruktivismus besagt, dass eine Wahrnehmung niemals ein Abbild der Realität liefert. Das, was wir wahrnehmen ' ob als Eltern, Kinder, Lehrkräfte oder Bundeskanzler - ist immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung. Wir nehmen wohl mit den Augen und Ohren war. Aber was wir wahrnehmen, entsteht je individuell im Gehirn. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenem (konstruiertem) Bild und Realität unmöglich; ausnahmslos jede Wahrnehmung ist im "radikalen" Sinne dieser Theorie subjektiv. Maßgeblich beeinflusst wurde die pädagogische Theorienbildung im Sinne des radikalen Konstruktivismus durch Glasersfeld (1996). Dazu beigetragen haben auch die populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen von Paul Watzlawick "Anleitung zum Unglücklichsein" und "Die erfundene Wirklichkeit", deren Lektüre auch heute noch auf amüsante Weise informativ ist. Diese Theorie ist wichtig, um allen Beteiligten rund um eine Eltern-Beschwerde deren subjektive Unbelastbarkeit immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Gleichwohl hat die radikale Theorienbildung des Konstruktivismus in der Folgezeit auch Nuancierungen erfahren, die das Ursprungskonzept erweitern und präzisieren. Der Mensch bildet als Beobachter die Welt nicht einfach ab, sondern konstruiert das, was er zu erkennen glaubt (Arnold & Siebert, 1995, S. 9), so verkürzt die Sichtweise des Konstruktivismus. Darüber hinaus und damit verschränkt handeln die Menschen als lebende Systeme autonom und selbstreferentiell, wie es in der Systemtheorie beschrieben wurde. Eine Relativierung des Konzeptes des radikalen Konstruktivismus findet sich bei Glasersfeld mit dem Konzept der 'Viabilität' (Glasersfeld 1996). Obwohl jeder nur seine eigene Wirklichkeit hat, können wir uns verständigen. Dies ist möglich, indem wir unsere Konstrukte mit anderen austauschen, bis keine 'Reibung' mehr zwischen unseren Konzepten besteht, sie also 'viabel' werden. Das ist natürlich so etwas wie 'interkulturelle Kommunikation'. Viable Konstruktionen sind also eine Schnittmenge zwischen Wirklichkeiten. Übertragen auf die Problematik der Beschwerde heißt dies, durch Dialog müssen die Maßnahmen, Aussagen, Handlungen von Schule und den Konstruktionen der Abnehmer viabel gemacht werden, d.h. es muss eine größtmögliche Schnittmenge hergestellt werden. In diesem Sinne ist das von mir beschriebene Vorgehen auch eine Lehr-Lernsituation ' also eine Situation der Erwachsenenbildung, deren theoretische Begründung Arnold und Sieber umfassend und äußerst präzise dargelegt haben. Das Buch war für mich sehr hilfreich.
Bernd Richter Diplom-Psychologe
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