Manchmal fragt man sich warum Menschen sich berufen fühlen zu Dingen etwas zu sagen, die sie offensichtlich für schwachsinnig halten, so bei Finn Collin in seinem Überblick über den Konstruktivismus. Schon in der Einteilung verschiedener konstruktivistischer Theorien in epistemologisch und ontologische Theorien zeigt sich, dass den Standpunkt dessen, was er beschreiben will, nicht wirklich versteht. Letztere zeichne sich dadurch aus, dass sie die Frage nach dem "Wer" der Konstruktion stelle. Dabei ließe sich viel treffender formulieren, dass die Theorien auf die er hier abzielt gar kein "Wer" oder auch Subjekt der Konstruktion, dass in einem Gegensatz zur Welt auftritt, mehr kennen. Aus diesem Grund fällt er in seiner Kritik konstruktivistischer Positionen auf den philosophisch recht uninteressanten und rationalistischen Einwand des performativen Selbstwiderspruchs zurück: Der Satz, Nichts ist wahr, beansprucht das Gegenteil dessen, was er behauptet. Dieser Einwand paart sich dann noch manchmal mit einem recht naiven und gar nicht rationalen Argument konstruktivistische Theorien widersprechen ja dem gesunden Menschenverstand und schießen daher über das Ziel hinaus.