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Die Konstitution des Wunderbaren. Zu einer Poetik des Science-Fiction-Films, m. DVD-Video
 
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Die Konstitution des Wunderbaren. Zu einer Poetik des Science-Fiction-Films, m. DVD-Video [Broschiert]

Simon Spiegel
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit Jahren gehört die Science Fiction (SF) zu den populärsten und kommerziell erfolgreichsten Filmgenres überhaupt. Dennoch herrschte bislang ein Mangel an fundierten Untersuchungen zum Genre als Ganzem. «Die Konstitution des Wundebaren» ist als Grundlagenwerk angelegt, das die SF primär aus formaler und erzählerischer Sicht analysiert. Anhand eines Korpus von rund 300 Filmen wird ein theoretisches Gerüst entwickelt, das den SF-Film vor allem als filmische Erscheinung analysiert. Im Vordergrund steht dabei weniger die interpretierende Lektüre einzelner Filme, sondern vielmehr das Offenlegen formal-medialer Eigenheiten, die Frage, was die filmische Erscheinung der SF auszeichnet.

Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile. Der erste dient der Abgrenzung und Charakterisierung: Zuerst wird die SF von anderen ?nicht-realistischen? Genres wie Phantastik, Fantasy, Märchen und Utopie unterschieden. Anschliessend wird die historische Entwicklung der SF-Literatur, ausgehend von der Gothic Novel des 18. Jahrhunderts bis zur amerikanischen Pulp-SF der 1920er Jahre, beleuchtet, wobei vor allem die Rolle der aktiven Fans bei der Entstehung der SF als eigenständiger Literatur betont wird. Zu Beginn des zweiten Teils stehen bislang wenig beachtete fiktionstheoretische und narratologische Fragen im Vordergrund. Zentral ist hierbei vor allem die Erkenntnis, dass sich das Genre, in dem scheinbar alles möglich ist, in erzählerischer Hinsicht sehr konservativ gibt. Ein weiterer Schwerpunkt bildet das Konzept der Verfremdung: Durch den Zusammenstoss fremder Welten macht die SF ihre Geschichten fortlaufend fremd. Im Folgenden werden mit den Themenbereichen Erhabenes/Groteskes ästhetische und rezeptive Aspekte untersucht, wobei hier vor allem die Überwältigungstendenz des SF-Kinos im Vordergrund steht. Übergreifendes Thema der formalen Analysen ist der prägende Widerspruch des Genres: Die SF spielt einerseits in offensichtlich unmöglichen Welten, ist aber gleichzeitig immer darum bemüht, diese als plausibel erscheinen zu lassen. Diese Spannung zwischen (Pseudo-)Realismus und Wunderbarem ist typisch für jede Form von Fiktion, bei der wir immer angehalten sind, ?an Unmögliches zu glauben?. In der SF wird dieses fiktionale Grundmoment aber in besonders ausgeprägter Form sichtbar.

Klappentext

Seit Jahren gehört die Science Fiction (SF) zu den populärsten und kommerziell erfolgreichsten Filmgenres überhaupt. Dennoch herrschte bislang ein Mangel an fundierten Untersuchungen zum Genre als Ganzem. «Die Konstitution des Wunderbarenist» als Grundlagenwerk angelegt, das die SF primär aus formaler und erzählerischer Sicht analysiert.

Anhand von rund 300 Beispielen wird die SF zuerst von anderen «nicht-realistischen» Formen wie Phantastik, Märchen und Utopie unterschieden und ihre historische Entwicklung nachgezeichnet ? ausgehend von der Gothic Novel des 18. Jahrhunderts über die Pulp-Hefte der 1920er Jahre bis zum modernen SF-Kino. Übergreifendes Thema der anschliessenden formalen und inhaltlichen Analysen ist der grundlegende Widerspruch, der das Genre prägt und seine Entwicklung antreibt: Die SF spielt einerseits in offensichtlich unmöglichen Welten, ist aber gleichzeitig immer darum bemüht, diese als plausibel erscheinen zu lassen.

Über den Autor

Simon Spiegel, 1977 in Basel geboren, hat in Zürich und Berlin Filmwissenschaft und Germanistik studiert, ist Lehrbeauftragter am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich und arbeitet als Filmjournalist für verschiedene Schweizer Tageszeitungen.
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