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Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile. Der erste dient der Abgrenzung und Charakterisierung: Zuerst wird die SF von anderen ?nicht-realistischen? Genres wie Phantastik, Fantasy, Märchen und Utopie unterschieden. Anschliessend wird die historische Entwicklung der SF-Literatur, ausgehend von der Gothic Novel des 18. Jahrhunderts bis zur amerikanischen Pulp-SF der 1920er Jahre, beleuchtet, wobei vor allem die Rolle der aktiven Fans bei der Entstehung der SF als eigenständiger Literatur betont wird. Zu Beginn des zweiten Teils stehen bislang wenig beachtete fiktionstheoretische und narratologische Fragen im Vordergrund. Zentral ist hierbei vor allem die Erkenntnis, dass sich das Genre, in dem scheinbar alles möglich ist, in erzählerischer Hinsicht sehr konservativ gibt. Ein weiterer Schwerpunkt bildet das Konzept der Verfremdung: Durch den Zusammenstoss fremder Welten macht die SF ihre Geschichten fortlaufend fremd. Im Folgenden werden mit den Themenbereichen Erhabenes/Groteskes ästhetische und rezeptive Aspekte untersucht, wobei hier vor allem die Überwältigungstendenz des SF-Kinos im Vordergrund steht. Übergreifendes Thema der formalen Analysen ist der prägende Widerspruch des Genres: Die SF spielt einerseits in offensichtlich unmöglichen Welten, ist aber gleichzeitig immer darum bemüht, diese als plausibel erscheinen zu lassen. Diese Spannung zwischen (Pseudo-)Realismus und Wunderbarem ist typisch für jede Form von Fiktion, bei der wir immer angehalten sind, ?an Unmögliches zu glauben?. In der SF wird dieses fiktionale Grundmoment aber in besonders ausgeprägter Form sichtbar.
Anhand von rund 300 Beispielen wird die SF zuerst von anderen «nicht-realistischen» Formen wie Phantastik, Märchen und Utopie unterschieden und ihre historische Entwicklung nachgezeichnet ? ausgehend von der Gothic Novel des 18. Jahrhunderts über die Pulp-Hefte der 1920er Jahre bis zum modernen SF-Kino. Übergreifendes Thema der anschliessenden formalen und inhaltlichen Analysen ist der grundlegende Widerspruch, der das Genre prägt und seine Entwicklung antreibt: Die SF spielt einerseits in offensichtlich unmöglichen Welten, ist aber gleichzeitig immer darum bemüht, diese als plausibel erscheinen zu lassen.
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