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Konstantin der Große: Kaiser zwischen Machtpolitik und Religion [Gebundene Ausgabe]

Klaus Rosen
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

24. Oktober 2013
Klaus Rosen analysiert durchgehend die umfangreiche Überlieferung und räumt mit mancher eingefahrenen Vorstellung auf, die über dem Christen Konstantin vergaß, dass er bis zum Ende seines Lebens der Machtpolitiker blieb, als der er angetreten war. Selbst der Christ schreckte nicht vor brutalen Mitteln zurück, wenn seine Macht bedroht war. In der Politik und auf dem Schlachtfeld musste er kaum eine Niederlage einstecken. Doch scheiterte er so manches Mal, wenn er nach der »Konstantinischen Wende« seinen Willen im neuen ­Verhältnis von Kirche und Staat durchzusetzen suchte. Eine umfangreiche und spannend geschriebene Darstellung eines Machtmenschen und einer Epoche, die Europas Geschichte geprägt haben.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 495 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (24. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608940502
  • ISBN-13: 978-3608940503
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 267.353 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Klaus Rosen lehrte Alte Geschichte an der University of South Africa in Pretoria und an den Universitäten Freiburg i. Br. und Eichstätt. Seit 1988 hatte er den Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität Bonn, wo er 2002 emeritiert wurde. Er ist Mitglied der Nordrhein- Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Wichtige Publikationen: Griechische Geschichte erzählt, 2000; Marc Aurel, 2004; Die Völkerwanderung, 2004.

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5.0 von 5 Sternen Quellennahe Biographie 30. November 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Mit erheblicher Verspätung findet das von Klaus Rosen und Pedro Barcelo 2004 begonnene Projekt einer Biographienreihe zur konstantinischen Dynastie überraschenderweise doch noch seinen Abschluss. Über die Gründe für die Verzögerung kann nur sepkuliert werden: Wollte man im Konstantinjahr 2006 der Flut von erscheinenden Biographen nicht eine weitere hinzufügen oder schwante dem Verfasser, dass die Unmenge von Literatur zu Konstantin einen anderen Zugriff erforderte? Was auch immer die Gründe für die Verzögerung gewesen sein mögen, das Warten hat sich in jedem Falle gelohnt. Rosen ist eine hervorragend lesbare und vor allem selbstständig aus den Quellen gearbeitete Darstellung gelungen, die gar nicht erst den Versuch unternimmt, weitschweifig die Positionen der Forschung abzuarbeiten. An manchen Stellen, wie etwa der Rekonstruktion der Schlacht an der Milvischen Brücke 312 gelangt der Verfasser hierbei durchaus zu neuen Einsichten und auch zu den meisten anderen strittigen Aspekten gelangt er zu einer eigenständigen Sichtweise, die sich wohltuend von den oft gesucht wirkenden Thesen, etwa zu Konstantins Bekehrungserlebnis und zu seinem Christentum, abhebt. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf Konstantins Verhältnis zum Christentum. Rosen lehnt die These eines Bekehrungserlebnisses im Jahre 312 mit überzeugenden Gründen ab und versucht stattdessen, Konstantins Hinwendung zum Christentum als Prozess zu begreifen, der frühenstens mit dem Jahr 321 in ein offenes Bekennntnis zum Christentum mündete. Aber auch andere Aspekte, wie etwa Konstantins Verwaltungsreformen sowie die Nachfolgeregelung werden umfassend beleuchtet. Lesen Sie weiter... ›
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaiser Konstantin auch verstehen 24. Oktober 2013
Von Serenus Zeitblom TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Konstantin der Große" bietet 400 Seiten Text und dazu knapp 90 Seiten Fußnoten, Literatur und Register - der Althistoriker Rosen entschuldigt sich als Rhetoriker gleichwohl zuerst dafür, dass er nicht alle verfügbare Literatur gelesen habe! In den Umschlaginnenseiten sind eine Karte und ein Stammbaum, in der Mitte sehr schön gedruckte Schwarzweißabbildungen von Münzen etc.

Klaus Rosen ist emeritierter Althistoriker an der renommierten Universität Bonn. Auch mit 76 Jahren ist er noch rührig. Ich kannte von ihm jetzt zuvor seine Zusammenfassungsbücher zur Völkerwanderung und zu Marc Aurel. Zu Konstantin hatte mich neulich der unglückliche Versuch des Hartwig Brandt irritiert, der den Kaiser, wie ich finde, beinahe nur auf sein Christentum reduziert hat. Also war ich jetzt doppelt neugierig.

Rosen beschreibt nicht nur, er spürt nach einem Verständnis von Konstantins Handeln. Dafür nimmt er sich alle Quellen vor, die er kriegen kann. Die erhalten gebliebenen Lobesreden, Pamphlete, Briefe, Münzprägungen, Statuen, Inschriften: alles das wird kritisch und milde-ironisch kombiniert und einbezogen. Wirtschafts- und Sozialgeschichte dient dem Flankieren. Ganz nebenbei versteht man Donatismus, Arianismus etc. in der vielfältigen damaligen Welt.

Aus dem Überlieferten lässt sich schon viel ableiten, und Rosen ist gleichzeitig klug genug, Mutmaßungen in der Regel auch als solche zu markieren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Schmidt (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Klaus Rosens Buch "Konstantin der Große" ist eine quellennahe und fundierte Einführung in das Leben und Wirken des Römischen Herrschers. Rosen vermittelt einen lebendigen Eindruck von den Konflikten und Herausforderungen, vor denen das Römische Reich und Konstantin zu Beginn des vierten Jahrhunderts standen.

Der Autor zitiert viel und umfangreich aus den Quellen, insbesondere aus Lobreden und antiken Geschichtstexten. Außerdem werden sehr viele Münzen ausgewertet. Das alles führt zu einem lebendigen Eindruck der Zeit Konstantins. Kritisch ist allerdings, dass Rosen häufig eine nötige Distanz zu seinem Thema vermissen lässt. An zu vielen Stellen wird aus Lobreden zitiert, ohne die Gegensicht der Konstantingegner genügend zu würdigen. Zwar werden einige Zitate im Nachsatz relativiert, aber in ihrer Tendenz nicht in Frage gestellt. Das heißt nicht, dass keine Gegenstandpunkte im Buch vorkämen, im Gegenteil, aber es überwiegt sehr stark eine positive Sicht auf Konstantin und sein Handeln.

Stilistisch ist das Buch zwar sehr verständlich geschrieben. Allerdings krankt der Text an so mancher Redundanz. So werden manche Fakten regelmäßig wiederholt. Das ist durchaus sinnvoll, wenn zwischen diesen Stellen viele Seiten liegen und das Gedächtnis des Lesers nicht so lange währt. Aber Fakten müssen nicht alle fünf Seiten wiederholt werden. Auch arbeitet Rosen sehr stark mit rhetorischen Fragen, um Gedanken auszudrücken. So steht oftmals eine Frage mitten im Text, die eine These zum Ausdruck bringt, die im Folgenden dann weder begründet noch falsifiziert wird. Es sind oft einfach Vermutungen des Autors, die anscheinend nicht quellengesättigt sind.
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