Die Trilogie beginnt durchaus vielversprechend - in der ersten Hälfte des ersten Romanes hat man den Eindruck, man hätte endlich mal wieder einen dieser Schmöker vor der Nase, die bis zum Schluß so spannend bleiben, dass man sie kaum aus der Hand legen kann. Leider täuscht der Eindruck, denn schon im zweiten Teil des ersten Buches und erst recht in den beiden Folgebänden wird die Handlung zunehmend uninteressanter und schließlich so langweilig, dass ich am Ende weite Passagen nur noch quergelesen habe.
Dies liegt nun nicht daran, dass nichts passiert. Nicht umsonst trägt der Sammelband den Untertitel "der Krieger". Schlachten, Gemetzel, Magie, Monster, Verrat und Verschwörungen gibt es also zur Genüge. Leider aber werden diese Geschehnisse immer liebloser erzählt, immer oberflächlicher dargestellt und immer beliebiger aneinander gereiht, je weiter die Handlung fortschreitet. Genauso wie offenbar der Autor das Interesse an seiner Geschichte verliert, verliert der Leser daher das Interesse am Schicksaal Konrads und seiner wechselnden Begleiter.
Sehr störend sind auch diverse Handlungsstränge, die nicht zum Abschluß gebracht und diverse Rätsel, die nie gelöst werden. Das beginnt mit dem Rätsel um Konrads Herkunft. Wer sind seine Eltern? Wie ist er als Waise in sein abgelegenes Heimatdorf gekommen? Woher hat er seine ungewöhnlichen hellseherischen Fähigkeiten (die er später recht trivial wieder verliert)? Was hat sein Lehensherr mit Konrads Vergangenheit zu tun?
Diese Liste von Fragen, die sich beinahe endlos fortsetzen ließe, macht den Roman zu Beginn interessant. Da die Fragen aber samt und sonders bis zum Ende des dritten Buches nicht beantwortet werden, sind sie für den Leser letztendlich äußerst frußtrierend.
Auch die größte aller Fragen, warum Konrads Tod denn so wichtig für das Chaos ist und warum mit seinem Schicksaal angeblich das Schicksaal der Welt verküpft ist, wird bis zum Ende auch nicht ansatzweise gelöst.
Umgebungsbeschreibungen, Charakterdarstellungen und so ziemlich alle anderen für einen Roman wichtigen Dinge werden genau wie die Handlung immer liebloser und ganz einfach schlechter, je weiter man liest. Der dritte Band bricht dann zu guter Letzt auf eine Weise ab, die den Namen "Ende" eigentlich nicht verdient hat - denn nichts wurde zu einem Ende, geschweige denn einem befriedigenden Ende geführt.
Trotz eines guten Anfangs kann ich diese Trilogie in keiner Weise empfehlen und selbst Fans des Warhammer-Rollenspiels bzw. der Warhammer-Welt dürften mit diesen Romanen nicht glücklich werden. Anhängern "blutiger", düsterer und actionreicher Fantasygeschichten seien da die Romane um Felix und Gotrek als weit bessere und vor allem spannendere Alternative empfohlen oder - außerhalb der Warhammer-Welt - die Romane von David Gemmell. Letzterer schreibt heroische Fantasyromane vom Feinsten.