Kurzbeschreibung
Konrad II. war im sich formierenden deutschen Reich der erste König aus salischem Haus, das 1024 auf die mehr als 100 Jahre regierenden liudolfingischen Herrscher folgte und dessen Mitglieder bis 1145 auf dem Thron Karls des Großen saßen. Während Konrad II. jedoch bislang meist nur im Vergleich mit seinem Vorgänger Heinrich II. gewürdigt wurde, stellt der Historiker Erkens nun erstmals dessen selbstständige Herrscherleistung heraus. So gelang es dem Salier, die königliche Zentralgewalt auch in Reichsitalien trotz schwerer innerer Konflikte zu festigen. In außenpolitischer Hinsicht kann die Angliederung des Königsreichs Burgund (1023/33) an das Reich als Höhepunkt von Konrads Herrschaft gelten. Der Autor schildert darüber hinaus - erstmals in dieser Ausführlichkeit -, wie der Regierungsalltag des Königs und Kaisers aussah und wie sich sein Verhältnis zu den weltlichen und geistlichen Machthabern gestaltete.
Über den Autor
Dr. phil. Franz-Reiner Erkens, geb. 1952 studierte Geschichte und Germanistik in Köln. 1980 Promotion und 1985 Habilitation an der Universität Passau. Seit 1993 Ordinarius für mittelalterliche Geschichte in Leipzig.