Nach einem Jahr mit der Dimage Z10 habe ich mich zum Kauf dieser Kamera entschlossen. Die Hauptgründe dafür waren
- Anschluss für externen Blitz
- Anti Shake
- Größerer Zoombereich
Die Kamera liegt einerseits optimal in der Hand, ist andererseits aber so klein und leicht, dass sie immer mit dabei sein kann. Hat man sich einmal mit den recht logisch gruppierten Menüs vertraut gemacht, fällt die Bedienung nicht schwer. Ärgerlich ist allerdings, dass manche Einstellungen (z.B. Selbstauslöser) nicht fixierbar sind, sondern für jedes Bild neu eingestellt werden müssen. Zum Glück gibt es da wenigstens eine frei programmierbare Taste.
Mit den optischen Leistungen trumpft die Kamera erst richtig auf. Das Objektiv zeichnet gestochen scharf und im gesamten Zoombereich weitgehend verzerrungsfrei. Das Anti-Shake-System leistet sowohl bei langen Brennweiten als auch im Makrobereich wertvolle Hilfe.
Die Belichtung wird auch in schwierigen Situationen korrekt eingetellt. Eine besondere Stärke liegt in der Blitzmessung und -steuerung. Sowohl mit dem eingebauten als auch einem externen Blitzgerät werden reine Blitzaufnahmen als auch Bilder mit Aufhellblitz sehr natürlich, die Steuerung erlaubt auch eine Korektur der Blitzbelichtung unabhängig vom Umgebungslicht.
An der Z5 kann it einem Adapter ein WW-Vorsatz verwendet werden, der Aufnahmen möglich macht, die die BEzeichnung Weitwinkel wirklich verdienen. Leider etwas auf Kosten der Qualität, es kommt zu starken Verzeichnungen. Mit dem Adapter können aber endlich auch andere Filter (UV,Pol) verwendet werden.
Die Größe der Bilddateien reicht für eine spätere Verarbeitung ebenso wie zum direkten Ausdrucken bis auf Format A4 vollkommen aus. Ich konnte auch kein übermäßig starkes Bildrauschen feststellen.
Ganz ohne Schwächen ist aber auch diese Kamera nicht, daher auch nur 4 Sterne:
- Wie bei allen Modellen der Z-Serie verlangt der Autofokus kräftiges Licht und versagt seinen Dienst in der Dämmerung recht bald.
- Ein zweites Problem stellt der in allen Aufnahmen sehr kühle Farbton dar, der Blaustich kann nur im Nachhinein am PC korrigiert werden.
- Im Gegensatz zu dem Energiesparwunder Z10 braucht diese Kamera wesentlich mehr Strom, ein Satz Ersatzakkus sollte immer bei der Hand sein.
- Der Sucher erlaubt nicht wirklich die Beurteilung von Bildern. Schärfe und Unschärfe können bei so wenig Bildpunkten nicht erkannt werden.
Alles in allem ist die Z5 eine Kamera, die mit Features wesentlich teurerer aufwartet und deren Ergebnisse sich sehen lassen können. Sie belastet weder das Budget noch die Fototasche übermäßig.