Anhand des ökologisch-systemischen Modells der Alltagsanforderungen an die Person (Band 1) wird das Konzept für den Fragebogen Konfliktverhalten situativ (KV-S) entworfen, der quer zu 17 schwerpunktmäßig nach Defiziten und Ressourcen geordneten Persönlichkeitsdimensionen die Auffälligkeiten in 6 verschiedenen sozialen Problemsituationen untersucht. Das Verfahren erweist sich in der teststatistischen Überprüfung als konsistent, valide, auf mittlerem Niveau reliabel sowie veränderungssensitiv. Die Berechnung von Stärken-Schwächen-Werten erlaubt individuelle Einschätzungen unabhängig von Normstichproben und führt in zahlreichen Gruppenvergleichen zu differenzierteren Aussagen.
"Der Fragebogen wurde im Hinblick auf die Testgütekriterien geprüft und hat sich als brauchbares Meßinstrument erwiesen." Prof. Dr. Thomas Fabian, HTWK Leipzig
"Der Fragebogen zum situativen Konfliktverhalten (KV-S) erscheint als Selbstauskunftsbogen, der auch unter Haftbedingungen ohne große Verfälschungstendenzen angewandt werden kann. Der Fragebogen zeichnet sich dadurch aus, daß er nicht nur - wie viele klinische Fragebögen - Defizite, sondern auch Ressourcen erfaßt. Darüber hinaus erscheint er ausreichend sensibel, um Änderungen im Verlauf eines Prozesses (Inhaftierung oder Therapie) zu erfassen, und dürfte somit eine ökonomisch anwendbare Bereicherung des Instrumentariums für die Arbeit, die in sozialtherapeutischen Anstalten und in Trainingskursen in Haftanstalten durchgeführt wird, sein." Prof. Dr. Norbert Nedopil, Universität München
"Neu an diesem Fragebogen ist der konsequente Situationsbezug." Prof. Dr. Jürgen Guthke, Universität Leipzig