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Konfliktbearbeitung mit Teams und Organisationen. Ein Lehrfilm zur Team- und Organisationsmediation. Von Rudi Ballreich und Friedrich Glasl

 Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Format: DVD-ROM
  • Sprache: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Anzahl Disks: 5
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Concadorverlag, Stuttgart
  • Spieldauer: 554 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3940112240
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 76.172 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Der professionell gedrehte Film zeigt die Entfaltung und Bearbeitung eines komplexen Organisationskonfliktes im Zusammenhang einer Reorganisation. In vier Hauptszenen entfalten sich die Streitigkeiten zwischen Abteilungsleitern und zwischen Teams, aber auch im Werkleitungskreis. Sie dienen als Material, um anhand der beigefügten Übungsanleitungen Diagnoseschritte zu üben. In 10 Szenen werden dann grundlegende Methoden der Organisationsmediation gezeigt: Kontaktgespräch. Contracting mit den Betroffenen. Mediationen mit zwei zerstrittenen Abteilungsleitern. Teammediationen mit unterschiedlichen Methoden. Mediative Methoden zur Verbesserung von Organisationsabläufen. Die Szenen zeigen differenziert, wie MediatorInnen auch mit starken Emotionen und fixierten Feindbildern umgehen können und wie sie den Konfliktparteien helfen, aus destruktivem Konfliktverhalten herauszufinden. In dem beigefügten Übungsbuch finden sich umfangreiche Materialien zu dem gefilmten Praxisfall sowie zahlreiche Übungen zum Einsatz in Mediations-, Beratungs- und Managementtrainings. Der Lehrfilm besteht aus 5 DVDs, die in 15 Szenen mit Unterkapiteln gegliedert sind. Durch die Menüführung ist eine einfache Auswahl der Lerninhalte möglich. Das Filmmaterial dient in einer Form, wie es durch keine schriftliche Lektüre zu erreichen ist. Der Film ist einzigartig in der deutschen Mediationsszene, nicht nur wegen seinen klaren Anleitungen und Gliederungen, sondern vor allem wegen seiner Differenziertheit, Tiefe und Professionalität. Dieser Film eignet sich hervorragend als Anschauungs- und Übungsmaterial für MediatorInnen, MediationstrainerInnen, KonfliktmanagerInnen, UnternehmensberaterInnen, SupervisorInnen und für den Einsatz in Führungskräftetrainings. ISBN 978-3-940112-24-8. 5 DVDs + Übungsbuch. 10 Stunden Spieldauer. Filmszenen und Rezensionen können unter www.concadoraverlag.de angeschaut werden. Copyright: Concadora Verlag, Stuttgart.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen konstruktive Streitkultur 20. Dezember 2010
Wer einmal meisterhaft arbeitenden Mediatoren über die Schulter schauen möchte, ist bei dem Mediationskrimi »KONFLIKTBEARBEITUNG MIT TEAMS UND ORGANISATIONEN« aus dem Hause CONCADORA bestens aufgehoben. Der von Rudi Ballreich und PD Dr. Friedrich Glasl gegründete Verlag ist vor allem auf Buch- und Filmliteratur zu den Themen Konfliktmanagement und Mediationsausbildung spezialisiert. Die Neuerscheinung in der Buch- & Film-Reihe PROFESSIONELLES KONFLIKTMANAGEMENT richtet sich in erster Linie an diejenigen, die das Mediieren lernen wollen. Der auf 5 DVDs verteilte, zehn-stündige Lehrfilm ist mehr als nur eine Trockenübung. Schauspielerisch und schnitttechnisch perfekt in Szene gesetzt, wird der klarsichtige und liebevolle Habitus der mediierenden Person sichtbar. Authentisch und animierend erleben wir diese innere Haltung, in der wir uns selbst mit allen Stärken und Macken augenzwinkernd annehmen können. Nach einer ausführlichen Darstellung der Situation und der vom Konflikt tangierten Personen, erleben wir in Kapitel 5 die erste Begegnung mit einem Mediator. Wir dürfen einem souverän und mit Fingerspitzengefühl operierenden Fritz Glasl bei der achtsamen aber kraftvollen Kontaktaufnahme mit einem Klienten zusehen. Wer schon jemals das kribbelnde Bauchzwicken bei dem Gedanken an 'die Kontaktaufnahme' verspürt hat, wird bei dieser Szene erfrischt aufatmen. Spätestens in Kapitel 6 schaffen es die professionellen Darsteller um das überzeugende Team Ballreich/Glasl, den emotionalen Funken überfliegen zu lassen und den Zuschauer mitten in das Geschehen zu versetzen. Obwohl mir persönlich die 'Maske' von Rudi Ballreich in manchen Szenen eher für die Bühne denn für ein Filmstudio geeignet erscheint und er nach meinem Geschmack optisch gewöhnungsbedürftig, ja fast schon schelmisch kasperhaft auf der Mattscheibe auftaucht, ist dieser visuelle Eindruck schnell verflogen. Das was er zu sagen hat ist meisterhaft fundiert und es ist ein Genuss mit ihm und seinem Kollegen Fritz Glasl in einen Moderationsprozess einzutauchen.

Diese Produktion ist für alle, die, persönlich betroffen oder im persönlichen Umfeld, eine konfliktgezeichnete, zwischenmenschliche Beziehung erleben, eine unschätzbare Hilfe. Und das macht den Film auch für die Menschen wertvoll, die nicht direkt an einer Mediationsausbildung interessiert sind. Die Situationen sind derart ergreifend Dargestellt, dass es schier unmöglich ist, sich nicht mit dem Streit zu identifizieren und in einer Art innerem Scan an Konstellationen zu stoßen, in denen wir ähnliches erlebt haben. Wir spüren die Wut und die Verzweiflung des Angreifenden ebenso wie die Betroffenheit und den Schmerz des Angegriffenen. Derart bewegt, erkennen wir die konkreten Möglichkeiten die wir haben oder gehabt hätten, um Klärungen zu finden, die die Bedürfnisse aller berücksichtigen. In grandioser Weise sehen wir, wie im Lösungsprozess die Interessen, Wünsche und Befürchtungen aller wahrgenommen und artikuliert werden und wie es gelingt, das Trennende humorvoll auf das wesentliche reduziert, die Streitenden auf einem versöhnenden Weg zu begleiten.

Konflikte sind alltäglich. Konflikte resultieren häufig aus den unterschiedlichen Wahrnehmungen von Bedürfnissen. Gepaart mit Missverständnissen führen sie zu, oft nur vermeintlich unterschiedlichen Interessen. So gesehen gilt: Konflikte sind Normalität. Sie sind die natürliche, ja notwendige Folge eines lebendigen menschlichen Zusammenlebens. Das Problem ist weniger, ob es Konflikte gibt, sondern viel mehr wie sie ausgetragen werden. Den Streit offen und fair auszutragen, sich die Meinung zu sagen, ohne sich verletzt zu fühlen oder verletzen zu müssen, den Streit mit einer Einigung, statt mit einem Sieg enden zu lassen, wäre eine Streitkultur in der die Beziehung der Streitenden zu jedem Zeitpunkt in dem der Streit 'ruht' oder beendet ist, nicht gestört, sondern von gegenseitigem Respekt getragen wäre. Doch eine solche Streitkultur ist nicht alltäglich. Richtiges Streiten kann man zwar lernen, allerdings, wenn wir bereits Mitten in einem Streit stecken und einen Konflikt austragen, in dem wir (womöglich ohne es zu wollen) die Fetzen fliegen lassen, haben wir die Sachebene bereits so engmaschig mit der Beziehungsebene verwoben, dass wir den Konflikt kaum noch ohne Hilfe bearbeiten oder zu einer Lösung kommen können. Solange wir aber noch Bereit sind, ergebnisoffen an einen Tisch zu sitzen, ist eine Vermittlung grundsätzlich möglich.

Ohne dass es sein erklärtes Ziel wäre, trägt das Eintauchen in diesen Film zum Aufbau einer solchen, konstruktiven Streitkultur bei. Eine Umgangsform, in der wir uns auch im Streit gegenseitig Wertschätzung und spürbar Respekt zollen können. Jede Person die diesen Film ganz oder in Teilen anschaut, erlebt etwas von der Kraft der Konfliktkultur, in der jede Meinung, jede Sichtweise und auch jeder Widerspruch zulässig und erwünscht ist. Eine Lebensart, in der die Beziehungsebene das Fundament ist, auf dem jede Sachlösung aufbaut. In gelungenen Episoden erleben wir überzeugend eindrucksvoll, dass ein Fortschritt in der Sache dort gelungen ist, wo er auf der Basis tragfähiger persönlicher Beziehungen steht. Das heißt nicht, dass man sich lieben muss. Aber es wird für den Zuschauer zu einer inneren Erkenntnis, dass, erst recht dort, wo es unterschiedliche Auffassungen gibt, das gegenseitige Respektieren dem produktiven Zusammenarbeiten ungemein zuträglich ist. Lebendig macht dieser Film sichtbar, dass dort, wo alle Beteiligten sich sicher sind, dass sie als Person nicht in Frage gestellt sind, sondern akzeptiert und geachtet werden, ein gewinnbringender, offener Dialog über die Sache entsteht, ohne ständig in Verteidigungs- oder Angriffsbereitschaft sein zu müssen. Insbesondere in den letzten Szenen nehmen wir, den Blick auf den innerbetrieblichen Kontext lenkend, teil an den positiven Auswirkungen einer konstruktiven Streitkultur auf die Organisationsentwicklung, die Verbesserung von Arbeitsabläufen und die aufbauende Gestaltung einer Unternehmenskultur.

Die DVDs werden in einer ansprechenden Box mit einem ebenfalls darin aufbewahrten umfangreichen Übungsbuch ausgeliefert. Für meine Arbeits- und Lesegewohnheiten ist diese, in kleinster Schrift mit background-facts zum Film und fachkompetentem Wissen angefüllte Broschüre allerdings nicht geeignet. Für mich war es sehr mühsam, dem erschlagenden Druckwerk geeignete Übungen und nützliche Informationen zu entlocken. Von einem Durchlesen 'von vorne bis hinten' ganz zu schweigen. Verbunden mit der Tatsache, dass es die eine oder andere Stelle in den Szenen gab, die auf mich langatmig oder überfrachtet wirkte, komme ich zu der Behauptung, dass es den Machern schwergefallen ist, Prioritäten zu setzen und die all-umfassende Darstellung des Konfliktmanagements professionell zu beschneiden. Dennoch, egal ob es um den Zweipersonenkonflikt oder den zwischen Teams, um mediative Methoden zur Organisationsverbesserung oder um eine nachhaltige Verbesserung der eigenen Konfliktfähigkeit geht: diese Produktion ist ein überaus gelungener Wegweiser, der uns einen alltagstauglichen Einblick in einen tiefgreifenden Mediationsprozess gewährt
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5.0 von 5 Sternen Vollwertiges Ausbildungsmodul 19. Dezember 2011
Teamkonflikt:

Nach der Eintragung als Mediator war ich vorerst nur in Familien und Scheidungsmediation als Co-Mediator tätig.
Der dann folgende Auftrag, eine firmeninterne Mediation, mit einer Abteilung in der Größe von 13 Personen, durchzuführen, stellte mich vor eine komplett neue Situation.
Nachdem ich versuchte mich in Büchern durchzuwühlen, leihte mir ein Kollege die DVD " Konfliktbearbeitung mit Teams und Organisationen " von Friedrich Glasl und Rudi Ballreich.

Die Faszination über das Konzept ( z.B.: das U-Modell )und die Darstellung ( glaubwürdige Schauspieler und Mediatoren in den Personen von Glasl und Ballreich ), veranlassten mich, mich damit ca. 20 Stunden auseinanderzusetzen.

Sowohl von der fachlichen, als auch von der " Mut machenden " Seite,erhielt ich genau das, was ich brauchte um letztendlich den anstehenden Auftrag anzunehmen und auch positiv zu erledigen.

Als nebenberuflicher Mediator, kann ich allen diese DVD empfehlen, die nach der Ausbildung, neben Büchern, auch noch " zwischen den Zeilen " Information brauchen.

Danke nochmals für dieses vollwertige Modul
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