Nachdem ich endlich eine Playstation 2 besitze habe ich mich gleich über das exklusive Neo Contra gestürzt, nach Shattered Soldier der zweite Teil der Serie der für die PS2 veröffentlicht wurde.
Bei Neo Contra handelt es sich nicht wie sonst bei der Serie üblich um ein 2D-Shoot em Up, sondern es wird genau wie im mäßig erfolgreichen Contra: Legacy of War (Playstation) hauptsächlich in einer Draufsicht-Perspektive gespielt. Voll in 3D versteht sich.
Zum Spielprinzip muss wohl nichtmehr viel gesagt werden, der Spieler kämpft sich wahlweise allein oder zuzweit durch Horden von außerirdischen Monstern, Kampfrobotern etcetera. Dabei stehen einem nur eine sehr begrenzte Anzahl an Leben zur verfügung, zwar bekommt man in gewissen Abständen ein Extraleben, da aber schon ein einziger Treffer ausreicht um das Zeitliche zu segnen sollte man die Augen aber immer überall haben.
Bei Neo Contra gibt es überraschenderweise absolut keine Items einzusammeln, alle Waffen stehen einem bereits zu Beginn des Spiels zur Verfügung. Man führt ständig drei verschiedene Waffen mit sich, auf die jederzeit zugegriffen werden kann. Für welche der verschiedenen 3er-Sets man sich entscheidet kann man zu Beginn des Spiels frei wählen. Auch mit welcher der beiden Spielfiguren man spielen möchte ist einem selbst überlassen.
Zwischen den recht kurzen Levels gibt es stets Zwischensequenzen in Spielgrafik in denen die Story vorangetrieben wird. Diese fand ich für meinen Teil etwas zu kitschig und unfreiwillig komisch, aber das ist sicher Geschmackssache. Die Endsequenzen sind wie auch das Intro FMVs (Full Motion Video) von sehr hoher Qualität, sie sind wirklich sehenswert.
Der Schwierigkeitsgrad ist bei der Serie schon immer recht hoch gewesen, Neo Contra macht da keine Ausnahme. In Neo Contra wird von einem Ranking-System gebraucht gemacht, das am Ende eines Levels anhand von Prozentzahl erledigter Gegner im Level, Anzahl verlorener Leben (je 2% Abzug) und Anzahl verwendeter Continues (je 5% Abzug) berechnet wird. Es gibt die Rankings D, C, B, A und S, ist das Ranking am Ende der zu Beginn verfügbaren vier Levels zu niedrig endet hier das Spiel. Um an eines der übrigen, besseren Enden sowie die weiteren drei Levels zu kommen gilt es sich ein besserer Ranking zu erarbeiten. Erst wenn man am Ende des sechsten Levels ein A-Ranking als Durchschnitt hat, hat man die Möglichkeit den Endboss zu bekämpfen, welcher in Level 7 auf einen wartet.
Die größte Herausforderung am für Serienverhältnisse nicht besonders schweren Neo Contra ist wohl das Ranking-System, möchte man ein S-Ranking schaffen muss man sich schon ordentlich ins Zeug legen. Ich habe es mit einem A-Ranking beendet und habe somit das gute Endvideo gesehen, diese Videos können nachträglich jederzeit im Hauptmenü angesehen werden nachdem sie freigespielt wurden.
Es gibt einiges freizuspielen, so zum Beispiel weitere Waffensets, eine Artworkgalerie, Trainingslevel oder eine höhere Creditsanzahl. Ebenfalls im Hauptmenü zu finden ist eine Statistik mit den eigenen Erfolgen, sehr lobenswert.
Insgesamt hat mir Neo Contra sehr viel Spaß gemacht und ich kann es ruhigen Gewissens empfehlen, lediglich die kurze Spieldauer und den niedrigen Schwierigkeitsgrad (für normales Durchspielen) könnte ich bemängeln.