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Produktinformation
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Das Gameplay besteht zum größten Teil aus dem Lösen von Rätseln, wozu viele Gegenstände und Hinweise eingesammelt werden müssen. Natürlich wurden auch ein paar Kämpfe eingebaut, die aber recht einfach sind und hauptsächlich dazu dienen, die bizarren Kreaturen der Entwickler vorzustellen. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel und Kämpfe lässt sich individuell anpassen, sodass sowohl erfahrene Spieler als auch Neulinge ihren Spaß daran haben werden. Das Gameplay mag zwar eher einfach gehalten sein, für die Präsentation des Spiels gilt das aber keineswegs. Häufiger Einsatz von Nebeleffekten gehört zu den Markenzeichen von Silent Hill 2, was sich stark auf die Atmosphäre auswirkt. Der Sound -- sowohl die Effekte als auch die Musik -- wechselt zwischen unheimlicher Stille und plötzlichen, schockierenden Crescendos.
Auch wenn Grafik und Sound hervorragend sind, so ist der eigentliche Star des Spiels doch die Story, die sehr reich und ausgeklügelt ist -- ganz im Gegensatz zu den banalen Szenarien, die in den meisten anderen Games vorherrschen. Obwohl das Spiel eher kurz ist (etwa zehn Stunden), wird man es wohl mehrmals durchspielen, um die unterschiedlichen Lösungswege und die vielen versteckten Gegenstände zu entdecken. Trotz des einfachen Gameplays ist Silent Hill 2 eine exzellente Wahl für alle Zocker, die ihre grauen Zellen ein wenig trainieren wollen. Eltern sollten wissen, dass sich die Geschichte, von einer Menge Blut und Gewalt abgesehen, auch mit solchen Themen wie Selbstmord, Mord und Euthanasie beschäftigt. --Raymond M. Padilla
Pro:
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Das mysteriöse kleine Städtchen Silent Hill umgibt ein geheimnisvolles Rätsel, denn wie Veteranen der Serie wissen, ist es nach wie vor nicht klar, ob Silent Hill wirklich real, oder nur in den unergründlichen Gehirnwindungen einiger Psychopaten existiert.
Spielerisch orientiert sich das Spiel stark an den ausgezeichneten Vorgänger. Das Kampfsystem wurde leicht verbessert und der Schwierigkeitsgrad des Action -sowie des Rätselbereichs lässt sich vor dem Spielstart individuell auf den persönlichen Geschmack des Users einstellen. Ein vorbildliches Feature, das unbedingt Schule machen sollte. Es gibt einige sehr lange Fußmärsche zu erledigen, die aber dank der ständig gegenwärtigen Hochspannung gerne bewältigt werden. Die Rätsel sind genau wie schon im Vorgänger sehr durchdacht, erneut poetisch angehaucht und passen zum Rest des Spiels und vorallem zur Story wie die Faust auf's Auge. Die Gesamtspielzeit ist recht kurz angelegt, was der Story aber noch zusätzlich Kraft verleiht und somit als klarer Pluspunkt anzusehen ist. Zudem gibt es mindestens 4 verschiedene Endings (plus einen augenzwinkernden Entwicklerjoke), die man, je nachdem wie man sich im Spiel verhält, am Schluss zu Gesicht bekommt.
Auch im zweiten Teil sind Atmosphäre und Story die Höhepunkte des Spiels. Die bizarren und surrealen Bilder brennen sich direkt in die Netzhaut und lassen einfach nicht mehr los. Diese Bilder werden mit einer der modernsten Grafikengines der Videospielgeschichte zum Leben erweckt. Zudem ist das Design der Grafik äußerst künstlerisch gestaltet und erinnert an Werke von Maler Francis Bacon. Zusammen mit der einzigartigen Musik, einer Mischung aus Twin Peaks-Klängen, völlig depressiven und melancholischen Ambientstücken und absolut erschreckend düsteren Industrial-Sounds und der abartig drückenden, realitätsnahen und doch fremnden Soundkulisse, ergibt sich eine wahrhaft niederschmetternde und paranoide Gesamtstimmung, von der man sich ab und an sogar mal erholen möchte. Überhaupt muss ich anmerken, dass gerade die Soundkulisse allesüberragend ausgefallen ist. Der Soundtrack ist meiner Meinung nach wohl der Beste im gesamten Videospielbereich und die Soundeffekte stehen dem in nichts nach. Der wahre Star des Spiels ist aber dennoch ein anderer, nämlich die Story. Nie war ein Videospiel bedrückender, realistischer, trauriger, angsteinflößender und mehr für Erwachsene geeigent. Es geht um Egoismus, Schuld, Mord, Suizid, Vergewaltigung, Diskriminierung, seelische Grausamkeit, sexuelle Unzufriedenheit, wahre Liebe und Tod. Kinder sollte man so weit wie möglich von diesem Produkt fernhalten. Die Geschichte ist sehr ausgefeilt, und dennoch genug wirr und mysteriös um auch Lynch-Anhänger und selbstverständlich Fans des ersten Teils zu begeistern. Während Lynch sich in seinen Filmen mehr der Bildergewalt hingibt, geht Silent Hill eine Spur weiter und beschäftigt sich teilweise wirklich mit der menschlichen Psyche und hinterlässt somit einen beklemmend realen Eindruck.
Silent Hill 2 ist ein Horror-Game, das klarmacht, woher Horror kommt. Nämlich, daß die tiefsten und persönlichsten menschlichen Gefühle ständig von einer unmenschlichen und immer feindlicheren äußeren Realität bedrängt werden.
Intellektueller Horrortrip in die Psyche der Menschen. Was ist wenn sich Träume in die Realität drängen? Das Spiel macht die nächtliche Wahrnehmung und den Schlaf der Vernunft zu einem ästhetischen Prinzip. Es ordnet sein Material nach den Zufällen von freier Assoziation, surrealer Wirklichkeit und Ängsten aller Art. Für Psychofreaks ein gefundenes Fressen. Die dunklen Gefilde der Seele kehren sich hier nach außen. Das Unterbewußte übernimmt Schnitt, Licht, Ton und Regie.
Zum ersten Mal im Reich der digitalen Unterhaltung gelingt es Entwicklern einen Höllentrip durch die eigene Psyche zu erschaffen, eine verstörte Psyche, dunkle Vergangenheiten (Vergewaltigung, Mord, Schuld etc.) die posttraumatische Erlebnisse auslösen, bestimmen das Geschehen. Sicherlich keine leichte Unterhaltung, vielmehr ein faszinierener Trip durch die Abgründe einer modernen Gesellschaft.
Mit bizarren Bildern und sehr schrägen Einstellungen bereitet das Spiel wahrhaft Kopfschmerzen und Beklemmungen. Mit wenigen aber erschreckend realitätsnahen Dialogen und nur unterlegt mit kreischenden Geräuschen und alptraumhafter Musik ist Silent Hill 2 ein absolutes Kultspiel, das auch zum Nachdenken anregt und allgemein sehr deprimiert. Konami Tokyo gelang mit dem Nachfolger zum schockierensten Spiel der Videospielgeschichte ein aussergewöhnliches und eindringliches Stück Medium und möglicherweise das erste echte Spiel für Erwachsene. Ein Independent-Werk irgendwo zwischen Survivalhorror, Liebesballade, Psychothriller und Kunstdrama, diskussionswürdig, absolut düster, und eigentlich auch abgrundtief böse.
Erwähnen sollte man noch eine herrlich schräge Hommage an das umstritten geniale "Blue Velvet" im Woodside Apartment. Wer sich das nicht entgehen lassen will, aber auch alle anderen erwachsenen Fans von intelligenter, anspruchsvoller und künstlerisch wertvoller Unterhaltung mit Botschaft, sollten sich schnellstmöglich dieses Ausnahmeprodukt holen.
Kenner der Serie werden wissen, dass Silent Hill zu den berühmtesten Gruselspielen überhaupt gehört. Doch selbst wer noch nie etwas davon gehört hat, muss keine Angst haben, dass er nicht verstehen wird was er kauft. Dieser Teil spielt zwar, ebenso wie der erste, in der verfluchten Stadt Silent Hill, hat aber eine eigenständige Handlung die nicht unbedingt Vorkenntnis vorausetzt.
Zartbesaitete sollten sich den Kauf eventuell noch mal überlegen.
Mein Tipp: spielen Sie wenn möglich mit einer Surround-Anlage und im Dunkeln oder im Kerzenschein ... Wenn Sie sich trauen ...
Verpackt wird die Geschichte in einem Setting, das seinesgleichen sucht: Das Krankenhaus in Jacob's Ladder wirkt gegen die kranken Umgebungen in Silent Hill wie ein Kinderspielplatz. Dazu werden diese in einer Grafik dargestellt, gegen die sich nur der Nachfolger oder höchstens noch die grafische Brillianz von "Legancy Of Kain - Defiance" messen kann. Texturen, wie man sie sich auf einer Plattform wie der Playstation 2 gar nicht vorstellen kann und dazu eine mehr als beachtliche Anzahl an Polygonen. Alles wirkt "richtig" und zum Anfassen.
Ein Grossteil der Atmosphäre wird zudem noch durch Soundeffekte und Musik übertragen, die allesamt von Mastermind Akira Yamaoka produziert und komponiert wurden. Türen hören sich an wie Türen, Schritte wie Schritte und die Musikstücke lassen einem entweder die Haare zu Berge stehen lassen oder wühlen einen auf, wie sonst selten in Filmen oder Spielen. Da wären das geniale "Promise", "Theme Of Laura" oder das blueslastige "Love Psalm", die dann wiederrum durch kranke Psychotracks wie z.B. Block Mind abgelöst werden. Klare Kaufempfehlung also auch an den Soundtrack.
Dann wäre da noch das dem Directors Cut vorbehaltene Szenario "Born From A Wish". Jeder Silent Hill Kenner dürfte diesen Zusatz, in dem Maria als Protagonistin dient, in 1 bis ein-einhalb Stunden durchgespielt haben, dennoch finde ich, dass jeder der das Hauptszenario so sehr vergöttert wie ich, auf jeden Fall auch zum DC greifen sollte. Ich war noch ein wenig skeptisch, während ich es spielte, doch das Ende von "Born From A Wish" ist eine wunderbare Ergänzung zum Hauptspiel, ohne einem die eigene Interpretation der Geschichte zu rauben.
Es gibt also nur noch zu sagen, dass jeder schnellstens auf den "bestellen" Button drücken sollte, die Rollläden lichtundurchlässig schliessen, und Silent Hill 2 solange spielen sollte bis das Ende erreicht wurde.
Auf gutes Gruseln und bewegende Momente und freut euch auf Teil 4 ;).
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