Früher hatte ich nichts von Castlevania gehalten, wie gesagt, früher. Ich kannte lediglich Castlevania Adventure für den Ur-GBA, als dieses wenige Wochen oder Monate auf dem Markt war. Kurz und prägnant, ich fand es furchtbar, die Fortsetzung war da etwas besser, aber für meinen Geschmack nach wie vor nichts.
Jahre später hatte ich mich dann doch wieder dafür entschieden, ein Castlevania zu spielen. Nämlich hier vorliegendes Castlevania-Double Pack. Und mal ehrlich, was kann man schon falsch machen, wenn man ein Spiel zum Preis für eines kauft? Nichts, zumindest nicht viel.
Aber zu den enthaltenen Spielen:
Harmony of Dissonance
Als Juste, Simon Belmonts Enkel, von seinem Freund Maxim erfährt, dass ihre gemeinsame Kindheitsfreundin Lydie entführt wurde, brechen beide auf, um besagte Jungfrau in Nöten als galante Ritter zu erretten. Bedauerlicherweise wird sie in Draculas Schloss efangen gehalten, das die Rückkehr seines Meisters erwartet.
Die Steuerung ist sehr einfach, die Umgebung ist überraschenderweise recht hell, die Hitnergründe und Monster schön morbide und der Schwierigkeitsgrad ist schön ausgewogen.
Das Schloss kann frei erforscht werden, ähnlich Metroid, und während Juste die untote Gegnerschar ordentlich mit seiner Kettenpeitsche vermöbelt, steigt er im Level auf, seine HP und MP, sowie maximale Anzahl an mitführbaren Herzen steigt.
Außerdem kann man an vielen Orten einen Händler treffen, der Rüstungen und Heiltränke zum verkauf anbietet.
Wermutstropen: Die Musik liegt zwischen NES- und Game Boy-Niveau und macht dem Titel "Harmony of Dissonance" alle ehre - leider.
Ach ja, dieses Spiel ist übrigens nur auf englisch.
Aria of Sorrow
Soma Cruz, seines Zeichens Austauschstudent in Japan, möchte mit seiner Freundin Mina am nahegelegenen Schrein eine Sonnenfinsternis beobachten. Doch kaum haben beide das Tor zum Schrein durchschritten finden sich beide inmitten der Sonnenfinsternis wieder - und somit in Draculas Schloss, das dort versiegelt wurde und die Rückkehr seines Meisters erwartet (Huh... das kommt mir irgendwie bekannt vor). Vom seltsamen Arikado erhalten beide dann den nützlichen Hinweis, aus dem Schloss zu fliehen, indem Soma den Thron aufsucht und trifft während des Spielverlaufes weiterhin auf Freunde Arikados, die Soma und Mina helfen wollen, sowie Graham Jones, seines Zeichens Anführer eines ominösen Kultes.
Am Spielsystem hat sich nicht viel geändert, die Sprites sind kleine, somit die Räume visuell größer, die Hintergründe sind wieder einmal wunderhübsch und morbide, ähnlich den Gegnern.
Außerdem kann Soma sich mit Schwertern zur Wehr setzen, die er entweder findet oder kauft, bei einem Händler nämlich, den man erstmal retten muss.
Ansonsten, der Held levelt auf, wenn er genug Gegner tötet und hin und wieder absorbiert Soma die Seelen getöteter Feinde, um sich deren Attribute zu eigen zu machen.
Es gibt insgesamt vier Seelenarten. Wurfgeschosse, welche austauschbare Sekundärwaffen gleichkommen, Rüstungsseelen, die Somas Stati verbessern, Seelen die Soma neue Fähigkeiten geben und automatisch aktiviert werden, sowie eine Seelenart, die sich nur schwer beschreiben lässt.
Musikalisch ist das Spiel besser als der Vorgänger, aber irgendwie gefällt mir Harmony of Dissonance dann doch besser.
Außerdem ist AoS auch auf Deutsch genießbar.
Außerdem verfügen beide Titel über einen Sound-Test und Bossrush.
Mein persönlicher Abschlusskommentar, dieses Spiel... äh... diese Spiele haben mich doch recht begeistern können, wodurch ich auf die Idee kam, auch den anderen Castlevanias eine Chance zu geben. Und diese sind bisher doch besser, als die Ur-Gameboy-Teile.
Wer beide Spiele nicht besitzt und Castlevania mag oder sch zumindest dafür interessiert - eine ganz klare Kaufempfehlung.