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Komplexitäten: Warum wir erst anfangen, die Welt zu verstehen (edition unseld)
 
 
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Komplexitäten: Warum wir erst anfangen, die Welt zu verstehen (edition unseld) [Taschenbuch]

Sandra Mitchell , Sebastian Vogel
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 173 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (20. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518260014
  • ISBN-13: 978-3518260012
  • Originaltitel: Unsimple Truths. Science, Complexity, and Policy
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.273 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sandra Mitchell
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Biologische Systeme zeichnen sich durch Komplexität aus. Sandra Mitchell, Professorin für Wissenschaftstheorie und -geschichte in Pittsburgh, erklärt unter dem titel Komplexitäten, was dies für unser Verständnis der Welt und der Wissenschaft bedeutet. Das dünne Buch ist ein Phänomen: Völlig unpretentiös kommt es daher, wie eine philosophische magisterarbeit, und dennoch fragt man sich auf jeder Seite, warum nicht längstb jemand diese Revolution im Denken so klar und einfach ausbuchstabiert hat. Wissenschaftstheorie steht nicht gerade im Ruf, eine für Laien aufregende Veranstaltung zu sein; aber dieses Buch ist ausgesprochen gut zu lesen und zur Auffrischung des eigenen Weltbildes sehr zu empfehlen.« (Manuela Lenzen Literaturen )

Kurzbeschreibung

Eine neue Herausforderung für die Wissenschaft: Die Welt ist komplex, also sollten es auch unsere Vorstellungen von ihr sein. Viele Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften haben sich lange an diese Maxime gehalten. Die Naturwissenschaften aber haben traditionell nach einfachen, universalen und zeitlosen Gesetzen gesucht. Damit wollten sie die "schwirrende Verwirrung" ("blooming, buzzing confusion", William James) erklären, die die ungeschulten Sinne dem Geist präsentieren. Aber dieses Unternehmen ist gescheitert. Sandra Mitchell zeigt, daß uns die Komplexität der lebendigen Welt dazu zwingt, unsere Denkmodelle radikal zu revidieren und nach einer adäquateren Erkenntnislehre zu suchen. Dazu hat die Systemtheorie Vorgaben geliefert, die seit einigen Jahren von der Komplexitätstheorie spezifiziert worden sind. Komplexe Systeme – wie die Welt, in der wir leben – zeichnen sich unter anderem durch Emergenz und Relationen aus: Was auf der Makroebene sichtbar wird, ist erst durch Wechselwirkungen zwischen den Elementen des Systems zu erklären. Wohin zum Beispiel ein Vogelschwarm fliegt, hängt nicht nur von den Individuen ab, sondern vor allem von Feedbackprozessen zwischen ihnen. Mitchell fordert deshalb: Wer die Welt verstehen will, muß auch verstehen lernen, warum das Ganze tatsächlich mehr ist als die Summe der einzelnen Teile.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Thema komplex verfehlt 4. Juli 2008
Format:Taschenbuch
Der Umgang mit Dynamik und Komplexität war schon immer ein Thema der Menschen und ist es erst recht in unserer heutigen schnelllebigen und vernetzten Zeit. Vor der Frage steht eigentlich jeder: Wie geht man mit einem Phänomen um, dem Unverständlichkeit und Unbeherrschbarkeit irgendwie inhärent sind? In dieses natürliche wie auch generelle Interesse stößt der Titel von Sandra Mitchells neuestem Buch. Von daher hat der Titel ohne Weiteres das Zeug zu einem Bestseller. Jedoch verheißt der Titel leider ungleich mehr als die Lektüre des Buches schließlich hält.

Mitchell beschränkt sich in ihren Betrachtungen weitgehend auf komplexe biologische Systeme, sie unternimmt nur ganz wenige Ausflüge z. B. in den Bereich sozio-ökonomischer Systeme. Über lange Strecken äußert Mitchell in Ich-Form ihre Auffassungen, die keineswegs uninteressant sind, die aber eben nur ihre höchstpersönliche Ansicht darstellen. Wenn man sich mit einem gestandenen Regelungstechniker und Kybernetiker unterhält, wird man schnell verstehen, dass Strukturen/Systeme nicht schon deswegen komplex zu nennen sind, weil Rückkopplungen bestehen und wirken. Solche rückgekoppelten Strukturen sind für den Kybernetiker das "tägliche Brot". Auch in ihren mehr wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Ausführungen geht Mitchell nicht über den "Stand der Kunst" hinaus.

Mitchell hätte eine Definition des allgemeinen Phänomens "Komplexität" über alle Wissenschaftsdisziplinen hinweg versuchen sollen, wie es der Titel ihres Buches auch erwarten lässt. Interessant wäre es darüber hinaus gewesen, wie die Menschen mit ihrer jeweils komplexen Lebenssituation (besser) umgehen. Sind die Herangehensweisen einzelner Menschen bzw. die praktizierten Managementansätze in komplexen Organisationen dem aktuellen komplexen Umfeld noch adäquat? Wird die Welt, wird unser Leben, werden unsere Geschäftsprozesse immer komplexer? Gibt es ein Ausmaß an Komplexität, dem wir bzw. unsere Unternehmen und Institutionen nicht mehr gewachsen sein werden? Was lässt sich unternehmen, um eine solche Komplexitäts-Katastrophe abzuwenden? Gibt es Kulturen, die mit Komplexität und einem größeren Quantum an Chaos leichter umgehen können als andere? Helfen uns unsere Ziele durch die uns umgebende Komplexität einen Weg zu finden? Ist diese Ziel-Methode zuverlässig und effizient? Oder wäre etwas anderes vorzuziehen? Was wäre das?...

Solche (und ähnliche) Fragen werden von Mitchell, die sich auf biologische und biochemische Systeme konzentriert, leider nicht gestellt, geschweige denn beantwortet... insofern meine ich, erhebt der Titel von Mitchells Buch einen Anspruch, den er - trotz interessanter Details - keineswegs erfüllt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Komplexitäten" von Sandra Mitchell befasst sich mit Systemtheorie. Es stellt die Behauptung auf, die Naturwissenschaften seien - anders als etwa die Humanwissenschaften - bislang einem reduktionistischen Forschungsparadigma gefolgt, um nun aber erkennen zu müssen, dass auch ihre Welt zu komplex für eine solch einseitige Vorgehensweise ist. Im Fokus des Buches stehen die Naturwissenschaften.

Im Laufe des Buches werden wesentliche Begriff der Systemtheorie vorgestellt und erläutert, z. B. Komplexität, Emergenz, Irreduzibilität, Unvorhersagbarkeit, Kontingenz.

Sandra Mitchells Aussage ist, dass sich nun auch die Naturwissenschaften von der Vorstellung trennen müssten, die Welt ließe sich durch einfache, ausnahmslos gültige Gesetze beschreiben. Sie wirbt stattdessen für einen "integrativen" Theorienpluralismus. Sie macht dies u. a. an der Hamiltonschen Theorie der Verwandtenselektion deutlich, die im Rahmen der Evolutionstheorie eine wichtige Rolle spielt. Mitchell zeigt, dass diese die soziale Organisation von Feuerameisen sehr gut erklären kann, von Honigbienen aber schon nicht mehr. Honigbienen stellen folglich eine "Ausnahme der Regel" dar.

Das Buch ist insgesamt gut geschrieben und auch interessant, dennoch war ich am Ende leicht enttäuscht. Ich fragte mich, welche neuen Erkenntnisse sich aus dem Gesagten denn nun ergeben, außer dass die Welt komplexer bzw. kontingenter ist, als wir uns das vorstellen können bzw. uns lieb ist, und man somit ganz häufig gar nichts Genaues weiß und sagen kann.

Dies änderte sich erst nach der Lektüre von Merschs Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem, worin die Darwinsche Evolutionstheorie in eine systemtheoretische "Systemische Evolutionstheorie" überführt wird, die maßgeblich auf emergenten Systemeigenschaften des Lebens (und von sich darauf bildenden höheren Systemebenen) aufbaut, und mit der Mersch nicht nur die biologische Evolution, sondern "alle" anderen Evolutionen auch noch erklären kann. Interessanterweise zitiert Mersch zwar fleißig aus Sandra Mitchells Buch, gleichzeitig hält er aber Hamiltons Theorie der Verwandtenselektion (und damit natürlich auch Dawkins Theorie der egoistischen Gene) für schlicht und ergreifend falsch.

Man sollte also weiterhin auf der Hut sein. Manche Kontingenzen werden wohl auch in Zukunft noch immer primär ein Indikator dafür sein, dass eine schlüssige Theorie für die beobachteten Phänomene bislang nicht gefunden wurde.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Meyer
Format:Taschenbuch
Das Buch bietet eine knappe Darstellung des "integrativen Pluralismus". Mit diesem Begriff bezeichnet Mitchell im wesentlichen zwei selbstverständliche Zusammenhänge, die jedem praktisch tätigen Wissenschaftler explizit bekannt sein sollten. Es sind dies: Erstens lassen sich beliebige Fragestellungen meist auf verschiedenen Ebenen untersuchen, je komplexer das Problem desto vielschichtiger die Herangehensweise. Zweitens ist das Vorgehen immer jeweils an neu gewonnene Erkenntnisse anzupassen und einer Revision zu unterziehen.

Den Beispielen aus verschiedenen Fachgebieten lässt sich möglicherweise noch etwas abgewinnen. Allerdings dürfte sich nicht nur der Fachwissenschafter langweilen, sondern der Laie auch mit Knockout-Genen und nichtlinearem Systemverhalten überfordert sein. Wer den Grundvoraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens unbedingt einen Namen geben möchte, der soll damit glücklich werden. Ein Buch wie dieses, insgesamt ein "dünnes Brett", benötigt er dazu nicht.
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Wer ist gescheitert?
Die These aufzustellen, der reduktionistische Versuch der Naturwissenschaft, die Welt zu erklären, sei gescheitert entbehrt jeder Grundlage, und zwar aus reichlich trivialen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2009 von doktorstrangelove
Eine Frage der Erwartungen...
Ich fand das Buch sehr interessant.
Es handelt sich hier nicht um ein Lehrbuch oder einen großen Theorieentwurf, sondern - wie bei allen Büchern der edition unseld... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2009 von M. Imhof
Entbehrlich, biologisch und systemwissenschaftlich so nicht haltbar...
Das Buch ist absolut entbehrlich für jeden, der eine Definition von "Komplexität" sucht oder sich tatsächlich über Rückkopplungsphänomene oder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2009 von Dr. Christoph F. Strnadl
Dürftig
Die Botschaft von Frau Mitchell ist : Alles ist schwierig - man müsste alles besser machen - ein völlig neues Denken muss her - die Politiker sind zu dumm, das zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2008 von Klaus Wernicke
Ein hervorragendes Buch!
Professor Sandra Mitchell ist eine Autorität auf dem Gebiet der Wissenschaftsphilosophie und hat eine Reihe sehr wichtiger Beiträge zu dem Problem der Komplexität in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2008 von Dr. C. Mantzavinos
Interessant und trotzdem etwas redundant
Ich finde das Thema interessant und Frau Mitchell hat auch die eine oder andere Idee hierzu beigetragen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2008 von Umbaumba
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