Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Preiswertes Kurzlehrbuch für einen ersten Einstieg ins Thema, 21. August 2008
Das Buch von Klaus Mainzer gibt einen Überblick für Einsteiger in das Thema "Komplexität". Komplexität entsteht, wenn lineare Beziehungen verlassen werden. Um sich eine Vorstellung zum Thema zu verschaffen, empfehle ich dem Leser mit Kapitel 9 zu beginnen. Denn dort wird im Überblick deutlich, worum es im Buch eigentlich geht.
Die Rezension von Herrn Vetter resultiert aus einem Missverständnis und dem kleinen Mangel des Buches, dass der "Anfang" genau genommen eigentlich hinten steht. Daher gibt es auch "nur" 4 Sterne. Ansonsten ist das Buch hervorragend geeignet sich schnell und möglichst umfassend einen Überblick zu einem schwierigen und komplexen Thema zu verschaffen. UTB-Profil-Bücher sollen laut Werbung des Verlages in klarer, konkreter und knapper Form zu einem Thema informieren. Diese Zielsetzung hat das Buch aus meiner Sicht in einem guten Preis-Leistungsverhältnis voll erreicht.
Das Buch ist nicht für Leser geeignet, welche den Glauben besitzen, die Wissenschaft könne alles erklären und berechnen und die Welt ließe sich mit klaren Ursache-Wirkungsbeziehungen erklären. Allerdings wären auch andere Bücher zum Thema "Komplexität" für jenen Leserkreis wenig geeignet.
Umgekehrt finden kritisch denkende Wissenschaftler einen Einstieg in einen Wissenschaftszweig, welcher sich selbst noch im Detail etablieren und konkretisieren muss. Eine kleine Vorstellung, welche Themenfülle hinter dem Label "Komplexität" steht, vermittelt diese Diskussion:
Das Unfassbare erfassen? Komplexitätsforschung, Chaos und Ordnung....
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11 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Keine Lösungskonzepte zur Herausforderung namens Komplexität, 27. Juli 2008
Das kleine rote Buch mit 117 Seiten beschäftigt sich in 9 Kapiteln mit Begriffen wie Berechenbarkeit, Wahrscheinlichkeit, Information, Dynamik, Evolution, Geist und Gehirn, Wirtschaft, Gesellschaft und zu guter letzt noch mit der Philosophie.
Das Buch nimmt Bezug zur Chaos-Theorie (Fraktale, Schmetterlingseffekt, Attraktoren etc.), die ja ein Teilgebiet der Mathematik darstellt und es sich somit um ein Fachbuch handelt.
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen, da der Text dieses Buches Schlüsse und Rückschlüsse zum mathematischen Begriff "Komplexität" ableitet, um Aussagen zur Wirtschaft (Aktienhandel), zur Gesellschaftspolitik als auch zum künstlichen Leben zu wagen. Getreu dem Motto alles was für Menschen zu kompliziert zu seien scheint hat wohl zu viele unabhängige Variablen.
Diese Thesen bleiben allerdings so allgemein und damit unverbindlich, dass keinerlei praktisch verwertbare Einsichten im Umgang mit Komplexität(en) möglich sind. Schade!
Ein Beispiel:
In der Einführung auf Seite 10 unter der Abschnittsüberschrift "Zum Stand der aktuellen Debatte" wird die Aussage gewagt, Zitat: "Die Dynamik komplexer Systeme in Natur und Gesellschaft lässt sich erst seit wenigen Jahren in Simulationsmodellen analysieren, die durch gesteigerte Rechenkapazitäten von Computern möglich wurden." Zitatsende.
Diese Aussage macht keinen Sinn. Informatiker haben ja selbst das Problem mit Komplexität(en) von Software-Programmen, wie z.B. Simulations-Programme oder auch den damit erforderlichen Simulations-Modellen zurecht zu kommen. Dies geht aber nicht durch mehr Rechenleistung der Computer-Hardware, sondern (u.a.) durch die Einführung neuer Programmiertechniken, die wiederum die Herausforderung namens "Komplexität" mittels neuer konzeptioneller Ansätze wie z.B. Abstraktion addressieren.
Das hat dann z.B. zur Folge, das ein Programm in einer Programmiersprache 10.000 Zeilen Text (Assembler) aufweist, aber in einer anderen Programmiersprache nur noch 1000 Zeilen Programmtext (C) für die gleiche Funktionalität aufweist. Noch weiter entwickelte Programmiersprachen benötigen für die Beschreibung des gleichen Funktionsumfanges nur noch 200 Zeilen (z.B. Python). Um solche Lösungskonzepte wie Abstraktion überhaupt entwickeln zu können, musste vorher noch die Idee der Objektorientierung (Encapsulation, Inheritance & Polymorphism) eingeführt werden ...
Kling kompliziert, folgt aber lediglich der Idee, dass 200 Zeilen Text viel überschaubarer für die Fehlersuche wird als denn 10000 Zeilen Text. Von solchen Ansätzen ist aber NICHTS zu finden in dem kleinen roten Buch. Schade!
Schlimmer noch! Es wird leider nicht dem Eindruck entgegengetreten, dass Schwankungen von Aktienkursen vielleicht doch noch mit neuen mathematischen Berechnungsverfahren, also mit wie auch immer gearteten Computerprogrammen, doch im Sinne von Trendanalysen abschätzbar würden. Auf Seite 85 (Kapitel 7 "Komplexität und Wirtschaft") wird der Begriff "Schetterlingseffekt" angeführt. Ganz so als sei das mathematische Problem der Anfangsbedingungen auch in der Wirtschaft sinnvoll anwendbar. All dies entbehrt aber jeglicher wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit, denn es handelt sich dabei lediglich um das Handhabungsproblem von Fehrlerquoten in der Anwendung von mathematischen Formeln. Allerdings glaubte der Meteologe Lorentz daraus schließen zu dürfen, das der Flügelschlag EINES Schmetterlings irgendwo auf der Welt einen Sturm auslösen kann/könnte ...
Tja, das ist mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar, denn man fragt sich ja, was die anderen Millionen von Schmetterlingen gerade taten, die in genau dem selben Moment am Leben waren. Vermutlich haben die alle in diesem Moment gerade brav still gehalten.
In diesem Zusammenhang kann ich dann auch nur auf Warren Buffet verweisen. Herr Buffet ist, wie mittlerweile wohl (fast) alle anerkennen der erfolgreichste Investor aller Zeiten (22 % p.a. ROI über mehr als 20 Jahre (!) Er hat sich immer solchen Gedanken gegenüber lustig gemacht. Zu recht wie ich meine. Diese Form der "Ernsthaftigkeit" ist natürlich keine Therorie, hat aber viel mehr mit der harten realen Welt zu tun, als die Aussagen, die in diesem Buch gewagt werden.
Nun wird der geneigte Leser (und vielleicht auch der Author?) fragen, warum macht sich jemand die Mühe eine zugegebenermassen nicht sehr positive Buchkritik zu schreiben? Nun dieser Buchtext ist vom Author vor allem auch an Studenten der Naturwissenschaften gerichtet und soll als "Pflichtlektüre" gelten. Das möchte ich verhindern. Die Zeit kann für bessere Literatur genutzt werden.
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4.0 von 5 Sternen
Komplexität in den Wissenschaften, 29. Juli 2009
kurz und kompakt stellt die Theorie komplexerer dynamischer Systheme in einer interdisziplinären Methodolgie zusammen: dies ist nichts anderes als das Zusammenspiel von Formal-Sozial und Geisteswissenschaft? Wie kann man Maßstäbe für eine nachhaltige Zukunft setzen, die das Leben lebenswerter machen? Wie können wir uns die Natur zum Vorbild nehmen und aus Chaostheorien eine neue, komplexere Ordnung entstehen lassen?
Wenn Sie Interesse an diesen Themen haben, ohne von Fachbegriffen "erschlagen" werden wollen, lesen Sie Klaus Mainzers "Komplexität".
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