Das Buch ist in der Olfert-Reihe erschienen, in die es aber nicht so recht passt. Im Gegensatz zu anderen Büchern der Reihe ist es kein Grundlagenbuch, sondern setzt einiges an Kenntnissen voraus (Bilanzierung, Finanzierung, Investition, Kostenrechnung).
Es umfasst 8 Kapitel, ein Mini-Lexikon und 40 Aufgaben mit Lösungen. Kapitel A Grundlagen motiviert für das Thema. In Kapitel B geht es um Cash Flows und Kapitalflussrechnungen, sehr anschaulich und verständlich wird das Thema aufgearbeitet, außerdem werden die gängigen Standards DRS 3, IAS 7 und SFAS 95 vorgestellt. Das Kapitel liefert auch das Basisverständnis für die Kapitel D, Fund H. In Kapitel C finden sich wichtige Methoden zur Bestimmun der Kapitalkosten, aufgeführt und erläutert werden WACC als Rahmen, Methodiken zur Bestimmung der Fremdkapitalkosten und CAPM, APT, MCPM, Dividenden-Barwertmodell und Risikokomponentenmodell. In Kapitel D wird die Brücke zur Unternehmensbewertung geschlagen, die Disounted Cash Flow - Verfahren werden vorgestellt, Shareholder Value, Equity-Verfahren und Entity-Verfahren (WACC, APV, TCF). Das Kapitel ist sehr "knackig" geraten und erfordert hohe Konzentration beim Durcharbeiten. In Kapitel E werden EVA und MVA diskutiert, breiten Raum nehmen dabei auch die Konversionen vom buchhalterischen zum öknomischen Modell ein. In Kapitel F finden sich CFROI und CVA. In beiden Kapiteln wird ausführlich die Berechnungsweise nach HGB, IFRS und US-GAAP vorgestellt. In Kapitel G werden Gesichtsprunkte des wertorientierten Controllings diskutiert, es geht um Abstimmung von externem und internem Rechnungswesen, Koordination von Zielgrößen, Definition von Werttreibern und life-cycle-Ansätze. In Kapitel H finden sich Praxisbeispiele: Siemens, Volkswagen, Lufthansa und Bayer.
Das Buch liefert einen sehr guten und tiefen Einblick in die Materie. Mir hat es sehr geholfen, die Zusammenhänge und Unterschiede der Konzepte zu verstehen. Ich fühle mich jetzt bei Berechnungsfragen sicher. Nicht jedermanns Sache sind die komprimierte Darstellung mit vielen Schematas und Formeln, aber man erkennt dadurch bestimmt besser die Zusammenhänge.