Ich besitze bereits die 1. Auflage des Buchs und war sehr angetan von dem klaren und sehr verständlichen Schreibstil der Autorin. Auf kompakte und dennoch äußerst differenzierte Art und Weise wird der Leser über relevante Studien zum Thema informiert. Weiterhin wird deutlich, dass die Autorin in der Praxis tätig ist, neben der Theorie also auch die "Anwenderseite" kennt. So wird dem Leser mittels eines psychoedukativen Manuals ein Werkzeug an die Hand gegeben, welches effektiv eingesetzt werden kann.
Die 2. Auflage des Buchs kann ich uneingeschränkt (auch den Besitzern der 1. Auflage) empfehlen: Neben vielen neuen und relevanten Studienergebnissen aus den letzten Jahren wurde insbesondere der Praxisteil überarbeitet und wesentlich erweitert, indem ein zweites Therapiemanual als Ergänzung zur Psychoedukation vorgestellt wird. Schon die Namen der Manuale sprechen trefflich für sich: KomPAkt und KomPASs!
"KomPAkt" wurde neben dem neuen Namen um das Thema Opiate ergänzt und ist dabei noch immer kompakt und gut durchführbar (nun auch als Einzeltherapie).
"KomPASs" stellt eine hervorragende Ergänzung dar. Der KomPASs zeigt auf einfühlsame und empathische Art einen guten Weg im Umgang mit beiden Erkrankungen. Es handelt sich um ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Gruppentherapieprogramm, welches aus 5 inhaltlichen Modulen besteht. Besonders gefällt mir daran, dass nicht alle schizophrenen Patienten über einen Kamm geschert werden (im Sinne von: "bei Psychose kontrainduziert...), sondern dass das Manual vorsieht, sich mit weniger eingeschränkten Patienten auch an anspruchsvollere Methoden heranzuwagen; eine Tendenz, die in der Therapie schizophrener Patienten endlich auch in Deutschland um sich greift, nachdem es uns in anderen Ländern erfolgreich vorgemacht wurde.
... machen wir also mit ...