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Produktinformation
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Bettina Röhl führte zahlreiche Interviews mit Reich-Ranicki, Fritz J. Raddatz, Johannes Rau, Bahman Nirumand, und legt insgesamt eine mit viel Humor aufgezeichnete Familiengeschichte und ein spannendes, fakten- und dokumentenreiches Gesellschaftsporträt der fünfziger und sechziger Jahre vor.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grossartiges Zeit-und Familiendokument,
Von
Rezension bezieht sich auf: So macht Kommunismus Spass. Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte Konkret (Gebundene Ausgabe)
Dises Buch ist absolut empfehlenswert für jeden ,der diese Zeit als Jugendlicher miterlebt hat.Die Tochter von Ulrike Meinhof erzählt und erklärt( anhand von Briefen,Interviews,Aktennotizen) das politische und private Leben ihrer Eltern ( vor dem Abtauchen ihrer Mutter in den Untergrund ).Sie deckt Hintergründe der Zeitgeschehnisse auf ( die mir als Ausländerin nicht alle bekannt waren),alles eingeteilt in Kapitel mit Ueberschriften( zum Nachschlagen) und würzt das Ganze mit ihren sarkastischen,subjektiven Kommentaren,die man nicht teilen muss, die einen jedoch immer zu weiterem Nachdenken anregen.Das Buch ist ein Versuch ( villeicht eine Pflicht), der Nachwelt alle Geschehnisse aus der Sicht( und den Recherchen) der Tochter zu erzählen.Jeder ,der am Mythos Meinhof interessiert ist und war, sollte " So macht Kommunismus Spass" lesen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erhellend,
Von
Rezension bezieht sich auf: So macht Kommunismus Spass. Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte Konkret (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist eine eigenartige Mischung: aus Familienbiographie und Zeitgeschichte, aus persönlichen Empfindungen und Begegnungen und aus - ausführlich, fast zu ausführlich - zitierten Akten. Das verleiht im seinen besonderen Reiz. Bettina Röhl zeigt, daß ihre Eltern Klaus Röhl und Ulrike, geb. Meinhof, Mitglieder der verbotenen KPD waren und ihre Zeitschrift "konkret" (wie vieles andere) von der DDR finanziert und gesteuert war. Was wir in den siebziger und achtziger Jahren als Kalte-Kriegs-Propaganda abtaten ("die werden von drüben bezahlt") - es stimmte leider nur zu oft. Was Röhl berichtet, ist wohl nicht ganz neu, aber man bekommt doch einen neuen Blick auf die Ursprünge der Friedensbewegung, der Studentenbewegung und auch der RAF. Leider bleibt sie zu oft bei der Entrüstung darüber ("Wie konnten die nur") stehen. Was es war, was diese Menschen in die Arme der Kommunisten trieb, wird nicht richtig nachvollziehbar.Röhls Stil ist nicht besonders elegant; um so mehr spürt man, bei aller Sachlichkeit, um die sie sich bemüht, ihre persönliche Beteiligung hinter den Zeilen. Sprachliche Schnitzer wie "exemplarische Beispiele", "verbale Verballhornung" oder die Verwechslung von "erschrickt" und "erschreckt" hätte aber wenigstens das Lektorat des Verlages aufspüren müssen. Kein großes Werk, aber ein wichtiges Immunisierungsmittel gegen landläufige Legendenbildungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Längst fällige Wertung!,
Rezension bezieht sich auf: So macht Kommunismus Spass. Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte Konkret (Gebundene Ausgabe)
Bettina Röhl, die Tochter Ulrike Meinhofs und Klaus Rainer Röhls, hat stets den Mythos der "guten Terroristin" beklagt, der Ulrike Meinhof bis heute umgibt.In einer großangelegten Doppelbiographie nimmt sie nun selber die längst fällige Wertung vor, jedoch ohne das dieses Buch jemals zur reinen Abrechnung wird. Zehn Jahre hat es gedauert, bis sie mit "So macht Kommunismus Spass" fertig wurde und herausgekommen ist eine kritische und fundierte Auseinandersetzung mit den Eltern, die als politische Journalisten in den sechziger Jahren Karriere machten. Als Mitglieder der verbotenen KPD wurde "Konkret" von der Sowjetunion und der DDR finanziert und gelenkt und Ulrike Meinhof machte das Blatt mit ihren glänzenden Kolumnen schließlich zum Sprachrohr der linken Studentenbewegung. Als sich Röhl und Meinhof in den fünfziger Jahren kennenlernten, war ihr politisches Bewusstsein bereits erwacht. Beide engagierten sich in der Anti-Atombewegung und gegen den Muff der Adenauer-Ära und waren von dem Wunsch an eine bessere Welt beseelt. Bald jedoch zerbrach ihre Ehe und Ulrike Meinhof scheiterte nicht zuletzt am Widerspruch zwischen Widerstand und Eigenverwirklichung und ihrem bürgerlichen Leben zwischen Redaktion, Kindererziehung und Gesellschaft. Denn die beiden waren so etwas wie exotische Hätschelkinder der Hamburger Schickeria. Ulrike Meinhofs Weg in den Untergrund und in die Rote Armee Fraktion, der geplante und nur dank des beherzten Eingreifens Stefan Austs verhinderte Kindesentzug und die psychische Labilität ihrer Mutter seziert Bettina Röhl genauso wie die politischen Irrwege ihres Vaters, der eine Zeitlang auch im rechten politischen Spektrum eine Rolle gespielt hat. Man kann wohl mit Fug und Recht sagen, dass Bettina Röhls Eltern neben ihren politischen Irrtümern jeden möglichen Fehler an ihren Kindern begangen haben. Das dieses Buch dennoch vorallem der historischen Wahrheit verpflichtet ist, ist sicher die größte Leistung, die Bettina Röhl mit "So macht Kommunismus Spass" vollbracht hat. Denn sie zeichnet nicht nur ein streitbares Bild ihrer Eltern sondern portraitiert gleichzeitig die politische Linke der frühen Bundesrepublik. Ein ausgesprochen lesenswertes Buch, dass der Mythenbildung keine Chance gibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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