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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bestes Kosten-/Nutzenverhältnis, 10. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Kommunikette 2.0 (Taschenbuch)
Das schmale Bändchen kann allen uneingeschränkt empfohlen werden, die ihr Über-Ich im Griff haben und Bücher auch nur auszugsweise lesen. Denn allein die Top-Regeln zum Verbessern oder Ersetzen von E-Mail, Handy und Telefongesprächen oder zur Auswahl des richtigen Kontaktmittels sind die paar Euro wert. Wer an ausführlichen Begründungen, Herleitungen oder historischen Abstechern interessiert ist, erhält ein noch besseres Kosten-, Nutzenverhältnis. Was ich so täglich an elektronischen Müll-Mails über mich ergehen lassen muss, betrifft wahrscheinlich andere noch mehr. Weiterbildung im Einsatz moderner Kommunikationsmittel ist in den Unternehmen noch immer freiwillig. Auch weil Weiterbildung oft zu den Benefits gehört und nach dem reinen Lustprinzip ausgewählt wird. Irgendwann wird damit Schluss sein. Bei diesem Thema auf das "irgendwann" zu warten, kann aber Kunden kosten und das Image schädigen. Schön, dass der Verlag Freyermuths empfehlenswertes Büch so günstig anbietet. Falls der verdiente Erfolg eintrifft, könnte man vielleicht für die Zweitauflage einen tollen Grafiker einkaufen, der zum Beispiel einen lesefreundlicheren Satzspiegel vorschlägt. Das Buch kann übrigens auch Stellensuchenden empfohlen werden, die es wegen falscher oder ungenügender elektronischer Kommunikation nicht bis zum Vorstellungsgespräch schaffen.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hält was der Titel verspricht, 2. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kommunikette 2.0 (Taschenbuch)
Alle Erwartungen, die der Klappentext weckt, werden erfüllt. Es ist ein unterhaltsames Lesebuch, das über die Geschichte der Kommmunikation informiert, aber eben auch ein ganz pragmatischer Ratgeber. Preis und Leistung - gut.
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9 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nieselregen im November, 5. Juli 2003
Ulrich Wickert hat mal wieder ein Buch geschrieben. An sich nichts Besonderes, produziert der Mann mit der baguettartigen Nase doch alle Nas lang frankophilen Stuß und verkauft das an Leute, die sich ein Scheibchen savoir vivre unserer lässiger französischen Nachbarn abschneiden wollen, indem sie über einen Brocken Weißbrot mit verschimmeltem Käse - und dazu ein Bordeaux! - in's Schwärmen geraten. Fröhliches Spießeridyll. Also, das Schlimme an Wickis neuem Buch ist: Es ist so überflüssig wie Nieselregen im November. Besonders ärgerlich: Der deutsche Franzose hat einfach seine Abmoderationen der Tagesthemen gesammelt (Sie wissen schon, das peinliche Altherren-Weisheiten-Gesülze, bevor das Wetter kommt), sein Lektor hat die Dinger genommen, kräftig durchgeschüttelt, ein paar französische Fremdwörter rausgestrichen und sans esprit zusammengeklatscht. Mit merde kann man eben auch ein paar franc machen. Schon der Titel „Donner-Wetter" läßt auf pseudo-doppeldeutigen Schwachsinn schließen, die Kapitel, total witziger Einfall - quelle amusement - sind den einzelnen Phasen eines Gewitters nachempfunden: „Es braut sich", „Zieht herauf" usw. bis „Zieht ab". Leider findet sich in den darunter versammelten Anekdötchen keinerlei Entsprechungen zu den Überschriften. Ein wahlloses Sammelsurium, ebenso hilflos von Uli eingeleitet: „Donnerwetter sagt manchmal, wer gar nicht vom Wetter, sondern wie vom Blitz getroffen ist, wen also nicht die klimatische Zuspitzung erschreckt, sondern etwas Verblüffendes bewegt." Ui, Uli, das sind Erkenntnisse eines senilen Anchorman. Aber das mit der „klimatischen Zuspitzung" hat mich dann doch verblüffend bewegt: Chiffre für den Koitus? Muß man das kleine Machwerk als erotisches Tagebuch lesen? Es braut sich was in der Unterhose zusammen, das petit Baguette zieht herauf, bricht los, tobt und entlädt sich? Dann: Die Dame zieht ab? Wicki dementiert nicht, sondern schweigt und genießt: „Und diese Doppeldeutigkeit zwischen erstaunlichem Geschehen und alltäglichem Wetter findet ihren Ausdruck in den allerletzten Meldungen des Tages." Es sind wirklich die allerletzten Meldungen, die uns Windbeutel Wickert da mit jovialem Schmunzeln als „Sahnehäubchen des Abends" (Pressemitteilung Verlag) in die Gehörgänge reibt, Meldungen, die uns ein Laienschriftsteller mit „dezentem Augenzwinkern" (Verlag), mit deuxième degré - ach, Sie wußten nicht, daß das „versteckte Zweideutigkeit" heißt? - und einem gerüttelt Maß an Selbstgefälligkeit aufbereitet hat. Ein dezentes Augenzwinkern auch in Richtung Weihnachtsgeschäft, da werden sich vernachlässigte großbürgerliche Schlampen, Pseudointellektuelle, Schwanitz-Leser, Nachdenklichkeits-Fetischisten und sonstiges Gesocks gegenseitig eine Riesenfreude machen.
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