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Kommt ein Mann ins Zimmer [Gebundene Ausgabe]

Nicole Krauss , Grete Osterwald
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

22. September 2006
"Kommt ein Mann ins Zimmer" erzählt die Geschichte von Samson Greene, einem Englischprofessor an der Columbia University, der eines Tages orientierungs- und erinnerungslos in der Wüste Nevadas aufgefunden wird. Als seine Frau Anna ihn aus dem Krankenhaus abholen will, erfährt sie, dass Samson einen Gehirntumor hat. Eine Operation rettet Samson vor dem Tod, doch die Erinnerungen der letzten 25 Jahre - seit seinem 12. Lebensjahr - bleiben verschollen. Nach New York zurückgekehrt, gelingt es ihm nicht, sein altes Leben wieder aufzunehmen: Er ist unfähig zu unterrichten, seine Frau und Freunde sind ihm fremd geworden. Doch erinnert er sich aus seiner Kindheit an seinen Großonkel Max, der noch irgendwo leben könnte, und er macht sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihm... Dieses Buch handelt von der Einsamkeit, die aus dem Wissen entsteht, dass unsere Vorstellung von der Welt immer nur das Ergebnis einer subjektiven, nicht mitteilbaren Wahrnehmung sein kann. Nicole Krauss schreibt darüber in jenem anrührenden, traurig-komischen und souveränen Ton, der sie mit "Die Geschichte der Liebe" weltweit bekannt machte.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt (22. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349803524X
  • ISBN-13: 978-3498035242
  • Originaltitel: Man Walks Into a Room
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 426.004 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Samson Greene ist ein Kind in einem Männerkörper. Durch eine Gehirnoperation, bei der ein tödlicher Tumor entfernt werden musste, haben die Ärzte sein Leben körperlich gerettet: geistig aber hat es der Englischprofessor aus New York verloren. Denn die Erinnerung an alles, was nach seinem zwölften Lebensjahr geschah, ist ausgelöscht -- unwiderrufbar, wie es scheint. In der Wüste von Las Vegas hatte man Samson orientierungslos aufgelesen, als der Tumor in seinem Kopf noch wütete, und eine Wüste ist auch sein Gedächtnis nach dem Eingriff. Aber dann verspricht ein Arzt aus Kalifornien, ihm mit den Mitteln der modernen Hirnforschung seine Vergangenheit zurückgeben zu können. Kommt ein Mann ins Zimmer beschreibt den langen Weg zum alten Ich, der am Ende dann doch nicht so richtig gelingen will -- und mit Samson und seiner Frau Anna zwei Menschen zurücklässt, die jeweils glauben, einander überlebt zu haben.

. Der Titel Kommt ein Mann ins Zimmer klingt wie der Beginn eines schlechten Witzes. Aber der Debütroman der 32-jährigen New Yorker Autorin Nicole Krauss, die international mit ihrem Zweitwerk Die Geschichte der Liebe brillierte, ist alles andere als dies. Denn Krauss ist das sensible, blendend beobachtete und literarisch scharf sezierte Psychogramm eines Mannes gelungen, der sich die Welt neu erobern muss, ohne zu wissen, ob es ihm jemals gelingen wird -- und das Psychogramm einer Ehe am Scheideweg. Oftmals fragt man sich ja, welchen Sinn es hat, nach dem Erfolg eines ausländischen Romans hierzulande gleich auch noch die zuvor unbeachtet erschienenen Vorläufer auf dem Markt zu bringen. Bei Kommt ein Mann ins Zimmer ist das anders. Vielleicht nicht ganz so dicht geschrieben wie Die Geschichte der Liebe, aber dennoch ein kleines, leises Meisterwerk. --Stefan Kellerer

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Nicole Krauss, geboren 1974 in New York, studierte Literatur in Stanford und Oxford sowie Kunstgeschichte in London. Sie begann, Gedichte zu schreiben, und debütierte 2002 mit "Kommt ein Mann ins Zimmer" als Romanautorin. Mit ihrem zweiten Roman „Die Geschichte der Liebe“ gelang ihr ein grandioser internationaler Erfolg. Er wurde in 35 Sprachen übersetzt und u.a. mit dem Prix du Meilleur Livre Étranger ausgezeichnet. Krauss ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Brooklyn

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bedeutung der Erinnerungen 9. Januar 2007
Von Lili B.
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich von Nicole Krauss' Roman Die Geschichte der Liebe so begeistert war, war ich sehr gespannt auf ihr eigentliches Debüt Man Walks into a Room.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, in dem ein Atombombentest in der Wüste Nevadas beschrieben wird. Scheinbar zusammenhanglos beginnt das erste Kapitel mit einem offenbar verwirrten Mann, der in der Wüste von zwei Polizisten aufgegriffen wird.

Der Mann ist Professor Samson Greene, der 24 Jahre seines Lebens vergessen hat. Schuld daran ist ein Tumor, der ihm zwar entfernt wird, aber seine Erinnerungen kehren nicht zurück. Das ist besonders bitter für seine Frau Anna, die ihn natürlich immer noch liebt, für die Samson allerdings nicht viel mehr als höfliches Interesse aufbringt. Er kann sich einfach an nichts und niemanden mehr erinnern, alles nach seinem 12. Lebensjahr ist ausgelöscht. Samson beschließt schließlich, sein altes Leben aufzugeben und sich einem Experiment zu unterziehen, bei dem ihm die Erinnerung eines fremden Mannes eingepflanzt werden soll. Eine Entscheidung, die er bald bedauert.

Nicole Krauss beschreibt aus allen möglichen Blickwinkeln den Zustand des Nicht-Erinnern-Könnens, mal scheint eine Last verloren zu sein, mal ist die Amnesie selbst die Last. Die Einsamkeit, die Gebundenheit an die Gegenwart, dazu die Schwierigkeit, mit Menschen umzugehen, kein Mitgefühl zu empfinden, weil man vergessen hat, wie es sich anfühlte, als man selbst etwas Ähnliches erlebte. Auch philosophiert sie darüber, inwiefern Erinnerungen wichtig für eine Beziehung und die Liebe sind, Gemeinsamkeiten, die man sich über die Jahre geschaffen hat, und von denen immer wieder die Liebe genährt wird. Das ist zwar alles ganz faszinierend zu lesen, aber mit der Zeit verliert die Geschichte an Spannung. Insgesamt nicht ganz so ausgezeichnet wie Die Geschichte der Liebe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Plot, der nicht gehalten werden kann 19. Februar 2008
Von Pia Kuntz
Format:Taschenbuch
Sam, erfolgreicher und beliebter Literaturprofessor wird verwirrt in der Wüste aufgeriffen, wohin er unter dem Einfluss eines Hirmtumors geflüchtet ist. Nach geglückter Operation und vollständigem Gedächtnisverlust ab dem 12. Lebensjahr, findet er zwar sein altes Leben vor, hat zu diesem - seiner Gelehrtenwohnung, seiner Frau, seinen ehemaligen Studenten - aber keine Verbindung mehr. Nach einigen, halbherzigen Versuchen, in sein altes Leben zurückzukehren, nimmt er das Angebot eines Forschers an, Experimente an ihm durchzuführen.
Die Komposition des Buches ist darauf angelegt, was dann mit ihm geschieht - nämlich die Überspielung fremder Erinnerungen in sein Gedächtnis - als Höhepunkt der Geschichte anzusteuern. Und in der Tat hat sich Nicole Krauss hier Außergewöhnliches ausgedacht.
Leider kann sie es erzählerisch nicht umsetzen, die Geschichte verpufft, und die zweite Hälfte des Buches schleppt sich dahin. Sehr gewollt, wenn auch anrührend, ist das Finish, in dem Sams Ehefrau zu Wort kommt. Was bleibt ist allerdings die schön dargestellte Erkenntnis, dass ein Mensch ohne Erinnerungen und bewußt gewähltes, soziales Gefüge seine Identität verloren hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jakoko
Format:Taschenbuch
Eine inhaltliche Zusammenfassung spare ich mir, da diese schon etliche vor mir geschrieben haben. Ich habe dieses Buch gelesen, ohne vorher überhaupt etwas von Nicole Krauss zu wissen und kann nur sagen, dass es ein sehr schönes Leseerlebnis für mich war. Das Buch wirkte auf mich trotz all der recht extremen Situationen und Gefühlszustände, die darin beschrieben sind, als eine sehr sanft und behutsam erzählte Geschichte über das Wechselspiel zwischen Ich und Du; darüber, was gedanklich und gefühlsmäßig passiert, wenn ein Ich einem Du absolut unvoreingenommen begegnet. Leider zerfällt das Buch gegen Ende etwas in die vielen einzelnen Ideen, die Nicole Krauss offensichtlich gern noch unterbringen wollte (die aber an und für sich alle sehr lesenswert sind). Auch wenn die Autorin den am Anfang so schön angesetzten Bogen der Geschichte nicht in all seiner Spannung zu Ende führen kann, ist es doch ein Buch, das ich nicht lange liegen lassen konnte und recht zügig durchgelesen habe, da ich natürlich neugierig auf das Ende war. Dort angelangt fand ich, dass dieses Buch nicht hauptsächlich seines Endes wegen lesenswert ist, sondern vor allem aufgrund dessen, was man während des Lesens erlebt. Sehr gefallen haben mir auch die sehr sorgfältig gewählten, manchmal regelrecht liebevollen Formulierungen, die einen so nahe an die Geschichte und deren Protagonisten heranbringen, wie es bei einem Buch über die Einsamkeit wahrscheinlich selten passiert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mann ohne Erinnerung 11. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der Entfernung eines Gehirntumors erinnert sich der Englisch-Professor Samson Greene an seine Kindheit bis zu seinem 12. Lebensjahr – und danach an nichts mehr. Seine Frau ist ihm völlig fremd, und ihre Erwartung, sie oder ihr gemeinsames Leben wieder zu erkennen, setzt ihn auf unerträgliche Weise unter Druck. „Er wusste, was Anna hatte wissen wollen: Ob es möglich war, einen Menschen ohne Gewohnheiten zu lieben.“ „Kommt ein Mann ins Zimmer“ ist der erste Roman von Nicole Krauss, der hierzulande erst nach ihrem großen Erfolg „Die Geschichte der Liebe“ erscheint. In Samson Greenes Geschichte beschreibt Krauss Einsamkeit und Empathie auf eine einfühlsame, witzige und verführerische Weise, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen: Ohne Erinnerungen ist der Mensch vollkommen allein, hat kaum Möglichkeiten, mit anderen Menschen Verbindung aufzunehmen: Samson kann sich nur auf instinktives Mitgefühl berufen, für echtes „Einfühlen“ müsste er sich auf Erinnerungen stützen können, etwas Ähnliches erlebt zu haben – und genau das ist ihm unmöglich. Die große Stärke des Buchs ist neben der Sprache die Auseinandersetzung oder Überprüfung dessen, was man Nähe oder Intimität nennt: Ob einem anderen Menschen nahe zu sein - so nahe man kann -, nicht nur die unüberwindliche Distanz verdeutlicht, die zwischen einem liegt, und wie man allein bleiben kann, ohne Sehnsucht zu empfinden, ohne sich in sich selbst gefangen zu fühlen.
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