Die Autorin schreibt endlich mal, wie eine Fernbeziehung wirklich ist, nämlich keineswegs nur schrecklich. Pluspunkt: Sie lässt nix verschämt weg, weder dieses ewige Zu-selten-Sex-haben noch die dummen Sprüche der Chefs oder dieses ewige Zu-viel-ins-Wochenende-packen. Was ich wirklich gut finde, ist, dass es hier um mehr als zehn Jahre geht und nicht nur um die Phase, in der man erst Anfang 20 ist und noch vieles leichter auszuhalten ist. Hier wird sozusagen "unterwegs" Karriere gemacht und dann sogar eine Familie gegründet. Außerdem beschreibt sie auch gescheiterte Fernbeziehungen ihrer Freunde und die Gründe dafür.
Das Buch liest sich witzig und ist schön (selbst)ironisch. Es hat aber dabei einen ernsten Hintergrund, besonders wenn z.B. die Haltung der Vorgesetzten mit pendelnden Mitarbeiterinnen reflektiert wird. Ja, man kann sagen, so ist sie, die Arbeits- und Liebeswelt von uns Pendlern.