Nichts für Leute, die schon beim Durchzählen der über hundert Einzelteile, ob alles komplett ist, die Nerven verlieren. Hier muss alles, aber auch wirklich alles selbst zusammengeschraubt werden, selbst jede Schublade mit Boden, Vor-, Rück-, Seitenteilen, Griffen und Metallschienen, und das unter anderem mit Hilfe unzähliger kleiner Verbindungsklötzchen und teilweise wirklich schlechten (ungenauen und schiefen) Vorbohrungen.
Ein solider Ratschenschrauber ist hier ein unbedingtes MUSS! Ohne, bzw. mit normalem geht gar nicht. Zum großen Teil sind sehr filigrane Minischrauben zu verarbeiten. Ebenso unbedingt notwendig: mitdenken und sehr sehr konzentriert arbeiten und lieber langsam als fix und falsch herum zusammengeschraubt. Die Anleitung ist hier eher ein "Überblick".
Der Zusammenbau hat mich gute anderthalb Arbeitstage gekostet und obwohl ich einigermaßen akkurat arbeiten kann, musste ich höllisch aufpassen aufgrund der schiefen Vorbohrungen, die mir die erste Schublade vermasselt haben.
Also: mitdenken und selbst nachmessen, anzeichnen und sehr genau arbeiten. Trotz der vielen Arbeit ist das gute Stück nicht ganz gerade geworden. Eine kleine Schublade sitzt minimal schief, weil sich genau verschraubte Teile trotzdem bei den letzten Schrauben-Drehungen schief zogen, was nicht zu korrigieren war mangels Ersatzteilen (ein Holzklötzchen war in sich schief von denen überdies noch eines beim vorsichtigen Schrauben ganz geborsten ist).
Dennoch: alle Schubladen sind gängig und zum Glück steht die Kommode im Schlafzimmer in einer Ecke, wo man nicht andauernd kritisch hinguckt.
Für meinen schmalen Geldbeutel und geringe Ansprüche an wertige Optik eine Anschaffung, die insgesamt o.k. ist. Komplette Kommode für insgesamt 50 ¤ ist in Ordnung. Nochmal würde ich mir das allerdings nicht antun. Alles, was ich jemals vom allseits bekannten schwedischen Möbelhaus zusammengebaut habe, war dagegen simpel!